06.10.2025
HEALTH TECH

HealthiQ: MCI-Innsbruck-Studenten entwickeln Plattform für vernetztes Gesundheitswesen

Das neue Tiroler Startup HealthiQ will das Gesundheitssystem digital vernetzen - von Patient:innen über Praxen bis hin zur Politik.
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Die Gründer von © HealthiQ: Benedikt Hochmuth und Stephan Körner.

Das Gesundheitssystem steht schon länger unter Druck. Dass Digitalisierung hier Abhilfe schaffen kann, ist längst kein Geheimnis mehr. Im HealthTech-Bereich entstehen zunehmend Startups, die mit innovativen Lösungen die Versorgung effizienter und patientenfreundlicher gestalten wollen. Eines der jüngsten Beispiele kommt aus Tirol: HealthiQ.

Das junge Unternehmen möchte mit seiner Plattform Patient:innen, Praxen und das Gesundheitssystem auf einer gemeinsamen digitalen Ebene zusammenbringen. Das Versprechen: einfache Terminbuchungen, digitale Entlastung für Praxen und mehr Zeit für die eigentliche medizinische Arbeit.

Ausgründung der MCI Innsbruck

Gegründet wurde HealthiQ von den beiden MCI-Innsbruck-Studenten Benedikt Hochmuth und Stephan Körner. Dass sie sich in einem umkämpften Feld mit viel Potenzial bewegen, wissen die Gründer genau. „Wir sind nicht die Ersten, aber die Ersten, die es richtig machen und die Ersten, die mit einem ganzheitlichen Zugang alle zentralen Funktionen in einer einzigen, praxistauglichen Lösung vereinen und dabei echten Mehrwert für alle Beteiligten schaffen“, erklären Hochmuth und Körner. Mit HealthiQ wollen sie die Gesundheitsversorgung in Österreich neu denken.

Aktuell arbeitet HealthiQ gemeinsam mit medizinischen Einrichtungen, IT-Expert:innen, Jurist:innen und Patient:innen an der finalen Produktentwicklung. Die MVP-Phase läuft bereits, erste Gespräche mit Pilotpraxen und strategischen Partnern seien auch schon im Gange. 2026 soll die Plattform zunächst in Tirol starten.

Vorteile der Plattform

HealthiQ will Patient:innen ermöglichen, Termine schneller und einfacher zu buchen – begleitet von einem digitalen Assistenten, der sie durch den gesamten Behandlungsprozess führt.

Für Behandler:innen sollen vor allem Terminmanagement und Prozessoptimierung im Fokus stehen. Funktionen wie ein Live-Chat, Medikations- und Befund-Upload sowie die Anbindung von Wearables seien Teil des geplanten Angebots.

Auch auf Seiten von Politik und Krankenkassen sieht das Startup Vorteile: Sie sollen ein Echtzeit-Lagebild des Gesundheitssystems erhalten und von mehr Transparenz profitieren. „Keine Insellösungen mehr, sondern endlich eine Gesamtlösung. Ein Standard, damit Versorgung funktioniert“, so Hochmuth.

HealthiQ soll bis zu 13.700 Euro im Jahr einsparen

HealthiQ rechnet vor: Durch die Digitalisierung von Abläufen könnten bis zu 13.700 Euro pro Assistenzkraft und Jahr eingespart werden. Zudem erwartet das Startup mehr als 50 Prozent weniger No-Shows in Arztpraxen und rund 2,5 Wochen weniger Administrationszeit pro Jahr.

Neben der ökonomischen Komponente will HealthiQ auch gesellschaftlich und ökologisch durch Versorgungsgerechtigkeit, Barrierefreiheit und digitale Teilhabe Wirkung zeigen. Papierlose Prozesse sollen Ressourcen sparen und so auch zum Klimaschutz beitragen.

„Wir gestalten ein digitales Gesundheitssystem, das niemanden zurücklässt. Eine Welt, in der Arzttermine in Sekunden gefunden werden, Praxen optimal ausgelastet sind und das System intelligent Ressourcen steuert“, erklärt das Startup.

Zahlreiche interessierte Praxen

Das Geschäftsmodell basiert auf einem SaaS-B2B-Abonnement mit Upsell-Modulen. Laut den Gründern liegen bereits “zahlreiche Letters of Intent” von Praxen vor, zudem führe das Team Gespräche mit über 150 Stakeholdern aus dem Gesundheitssektor. Unterstützt wird HealthiQ von der FFG, dem MCI Innsbruck und dem Health Hub Tirol.

Der offizielle Produktlaunch ist für Anfang 2026 in über 60 Praxen in Tirol geplant. 2027 soll die Expansion nach ganz Österreich folgen, ab 2030 ist ein Rollout im gesamten DACH-Raum vorgesehen.

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TikTok
Mit „Sell Across Europe" sollen heimische KMU künftig EU-weit verkaufen können | (c) AdobeStock

Nach Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Irland und Großbritannien folgt die nächste Ausbaustufe: Am 15. Juni geht TikTok Shop in Österreich, Belgien, den Niederlanden und Polen live. Bemerkenswert: In den Vorab-Berichten internationaler E-Commerce-Medien tauchte Österreich bislang gar nicht auf – die Branche hatte primär Polen, Benelux und Skandinavien als nächste Märkte erwartet.

Laut TikTok nutzen über 2,7 Millionen Menschen in Österreich die Plattform monatlich. Sie sollen künftig direkt in der App über Shoppable Videos, Live-Shopping-Formate und einen eigenen Shop-Tab einkaufen können, ohne TikTok zu verlassen. Für österreichische Unternehmen öffnet sich die Registrierung bereits zwei Wochen früher, am 1. Juni.

Was den österreichischen Markt aus TikTok-Sicht auszeichne?

„Wir expandieren schrittweise. Dieses Jahr ist der richtige Zeitpunkt für Österreich“, erklärt Ningxin Wu, die TikTok Shop in Österreich, den Niederlanden, Belgien und Polen verantwortet. Man wolle „Learnings aus Deutschland, Italien und anderen Märkten direkt einsetzen“.

Was den österreichischen Markt aus TikTok-Sicht auszeichne? Wu nennt drei Punkte: digital affine Kund:innen, eine Vorliebe für lokale und hochwertige Produkte – ein Muster, das man auch in Deutschland beobachtet habe – und Live-Shopping bzw. -Selling, das in dieser Form bisher keinen breiten Player in Österreich habe.

Ein österreichisches Scaleup als Anker

Zum Start setzt TikTok auf ein Einladungsmodell. Als einziger österreichischer Launch-Partner ist das Wiener Scaleup Neoh unter den ersten Marken – bekannt für zuckerreduzierte Riegel und Süßwaren-Innovationen. Das 2016 gegründete Unternehmen hat seine Discovery-E-Commerce-Strategie zuvor bereits in Deutschland erfolgreich erprobt.

„TikTok Shop ist für uns mehr als ein neuer Kanal – es ist eine andere Art zu verkaufen“, sagt Lisa Krapinger-Rüther, SVP Digital bei Neoh. „Das Einkaufserlebnis entsteht direkt im Content, organisch und authentisch. Wir haben in Deutschland gesehen, wie gut das funktioniert: Produkte, die sich über echte Community-Empfehlungen verkaufen, ohne sich wie klassische Werbung anzufühlen.“

Neben Neoh werden zum Start unter anderem deutsche Marken wie Hitschies, Judith Williams, More Nutrition und Svenja Walberg auf dem österreichischen Markt verfügbar sein. Der Roll-out ist schrittweise geplant, User:innen sollen mehr und mehr Marken und Produkte finden können.

„Sell Across Europe“: Die Chance für heimische KMU

Strategisch relevant für die heimische Startup- und KMU-Landschaft dürfte vor allem die Funktion „Sell Across Europe“ werden, die kurz nach dem Launch freigeschaltet wird: Mit einer einzigen Registrierung können Händler:innen in alle EU-Märkte verkaufen, in denen TikTok Shop verfügbar ist. Produktbeschreibungen lassen sich pro Markt lokalisieren, der Versand erfolgt direkt oder über TikTok-Logistikpartner.

„Österreichische Mittelständler haben durch TikTok Shop jetzt eine Plattform, ihre Produkte europaweit zu verkaufen“, sagt Wu. Lokale Produkte – sie nennt Ski-Sportartikel und Delikatessen – seien bisher häufig nur im Inland entdeckbar gewesen.

Eine Größenordnung liefert Christian Blum, Communications Lead bei TikTok Shop: Nach einem Jahr TikTok Shop in Deutschland habe man laut NielsenIQ 15 Prozent Penetration bei den Online-Shopper:innen erreicht. EU-weit – ohne UK – verzeichne man laut Unternehmensangaben dreistelliges Wachstum beim täglichen Umsatzvolumen seit dem Launch, mit über 100.000 lokalen Verkäufer:innen.

Die Temu-Frage: Wie grenzt man sich ab?

Während TikTok Shop wirbt, geraten Plattformen wie Temu und Shein wegen Billigimporten und Produktsicherheit zunehmend unter Druck. Wie grenzt sich TikTok ab? Wu verweist auf “Discovery-E-Commerce” als neue Art des Online-Shoppings, das vorläufige Einladungsmodell und generell eine strenge Listing Policy auf TikTok Shop, die EU-Compliance-Anforderungen wie der seit Dezember 2024 geltenden General Product Safety Regulation (GPSR) entsprechen müsse.

Konkrete Zahl: Laut TikTok seien 2025 weltweit 700 Millionen Produkte präventiv geblockt worden, bevor sie überhaupt gelistet werden konnten. Zusätzlich verifiziere man Identität, Mehrwertsteuernummer und Bankdaten der Händler:innen; neue Verkäufer:innen durchlaufen eine Probezeit.

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