03.05.2021

„Health“ als neues Geschäftsfeld für Diamir Holding

Mit der Übernahme der Zahnklinik Wien Döbling erweitert die Diamir Holding ihre Geschäftstätigkeit um einen dritten strategischen Bereich. Neben Software & Technologie sowie Immobilien will man nun im Feld "Health" durchstarten.
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Zahnklinik Wien Döbling
Die Zahnklinik Wien Döbling wurde von der Diamir Holding übernommen. © Diamir Holding

„Der Erweiterung unserer Geschäftsfelder in den Gesundheitsbereich ist ein seit mehreren Jahren geplanter und intensiv vorbereiteter Prozess vorausgegangen. Ich freue mich sehr, dass wir mit der Zahnklinik Wien Döbling nun unser erstes Unternehmen in diesem Bereich in der Diamir Familie willkommen heißen können. Der Gesundheitsbereich steht vor großen digitalen Herausforderungen und Chancen. Wir möchten hier als starker technologischer Partner in verschiedensten Bereichen tätig werden“ sagt Dr. Maximilian Nimmervoll, Gründer & Geschäftsführer der Diamir Holding.

Das Unternehmen mit Sitz im 19. Wiener Gemeindebezirk verfügt über elf Jahre Erfahrung im Aufbau und der Beteiligung an Software- & Technologie-Unternehmen sowie in der Projektentwicklung im Premium Immobilienbereich. Die beiden Gründer und Geschäftsführer Maximilian Nimmervoll und Lorenz Edtmayer haben sich auf die Fahnen geheftet, die Wertschöpfung in jedem Unternehmensbereich zu steigern. Die Zahnklinik Wien Döbling passt den beiden Unternehmern zufolge strategisch perfekt in die Ausrichtung der Diamir Gruppe, da das Thema Digitalisierung insbesondere in der Zahnmedizin eine zunehmend bedeutendere Rolle spielt und der Einsatz von 3D Scannern, 3D Fräsen oder 3D Druckern für eine Revolution der Arbeitsweise sorgt. Hier will das Unternehmen auf technologischer Ebene Synergien in der Entwicklung von digitalen Tools für Patienten und Zahnärzte schaffen. Dabei setzt man auf die über 30 Jahre lange Expertise des neuen Mitgesellschafters Dr.med.dent. Sehdi Sarmini, seines Zeichens Gründer und Eigentümer der Zahnklinik Smile Clinic Salzburg. Er wird die medizinische Ausrichtung der Zahnklinik Wien Döbling übernehmen.

Disclaimer: Lorenz Edtmayer und Maximilian Nimmervoll sind durch ihre Beteiligungsgesellschaften zu je 5,6095 % am brutkasten beteiligt.

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NATO,Startup,Fonds
Startups im DefenseTech Bereich könnten einen Aufschwung erleben. (c) pexels

In Österreich unterliegen Rüstungsbetriebe strengen Export- und Herstellungskontrollen, primär geregelt durch das Kriegsmaterialgesetz und das Außenwirtschaftsgesetz. Um der Rüstungsindustrie die Arbeit zu erleichtern, will Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) die gesetzlichen Rahmenbedingungen nun lockern. Unsicherheiten sollten entfernt werden und Exporte schneller und einfacher über die Bühne gehen, so der Minister gestern gegenüber der „Zeit im Bild“ (ZIB) des ORF bei einem Besuch eines Rheinmetall-Werks in Wien. Die Finanzierung von Rüstungssaufträgen sei ein wesentliches Finanzierungsvehikel für heimische Industrie und Betriebe.

„Neutralität ist oberstes Gut“

Gleichzeitig sagte er, dass diese Schritte keinen Einfluss auf die Neutralität haben sollen. „Die Neutralität ist oberstes nationales Gut, das es zu schützen gilt. Wir dürfen aber durch die Neutralität nicht in eine Situation kommen, dass unsere Betriebe gewisse Aufträge nicht abarbeiten können.“

Ob sich die strikte Trennung von wirtschaftlichem Profit und militärischer Neutralität in Österreich in der Realität so aufrechterhalten lässt, wie es die Politik erhofft, bleibt angesichts der verankerten juristischen Hürden abzuwarten. Für die heimischen Startups und Unternehmen im Defense- oder auch Dual-Use-Bereich sind die geplanten Lockerungen jedenfalls eine Chance, sich auf dem europäischen Markt noch stärker zu etablieren.

Diskretion und Dual Use

Dass die Vereinbarkeit von wirtschaftlichem Potenzial und der Neutralität in Österreich nicht gerade einfach ist, wissen auch Founder:innen. Dem Thema DefenseTech wird in Österreich traditionell mit großer Diskretion begegnet. Kein Wunder, hat sich das Land schon vor 71 Jahren der Neutralität verpflichtet. Reine DefenseTech-Startups findet man hierzulande kaum, die meisten agieren im sogenannten „Dual Use“-Bereich. Das bedeutet, ihre Produkte lassen sich nicht ausschließlich im militärischen, sondern auch im zivilen Bereich einsetzen. Neben dem teils kritischen Ansehen der Industrie, gibt es weiters auch Strafen für Unternehmen, wenn deren Produkte für Kriegsparteien bereitgestellt werden.

3,3-Milliarden-Euro-Industrie

Trotz der strengen Auflagen leistet die Rüstungsindustrie in Österreich ihren wirtschaftlichen Beitrag: Laut Industriemagazin erwirtschaftet die Branche jährlich etwa 3,3 Milliarden Euro und damit 0,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Und es haben sich in den letzten Jahren auch einige Startups im DefenseTech- oder verwandten Bereichen etabliert, die von den Lockerungen profitieren könnten. Viewpointsystem, CycloTech oder Drone Rescue Systems, um ein paar zu nennen – wohl gemerkt alle drei im genannten „Dual Use“-Segment.

Wie groß das Potenzial ist, das durch solche Lockerungen entfesselt werden kann, zeigt ein Blick über die Grenze. Im Nachbarland Deutschland boomt die DefenseTech-Branche. Erst gestern berichtete brutkasten über ein 1,6 Mrd. Euro schweres Investment in das Münchner KI-DefenseTech-Scaleup Helsing – der neue Deutschland-Rekord. Das Unternehmen für Drohnen und unbemannte Kampfflugzeuge wird nun mit 18 Mrd. US-Dollar bewertet. Zuvor holte der Münchner Drohnenhersteller Quantum Systems 1,2 Mrd. US-Dollar.

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