25.10.2016

He, es ist Feiertag!

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(c) fotolia.com: rubig-photo - Heute machen wir mal Pause.

Wir wollten sie doch immer, diese Work-Life-Balance. Aber was machen wir stattdessen? Wir buchen super-hippe Workation-Trips und wundern uns, wenn es am Strand keine Steckdosen und nur viel zu langsames WLAN gibt.
„Vier-Tage-Arbeitswoche!“ haben wir gerufen und darauf aufmerksam gemacht, dass Arbeitsdauer und Produktivität nicht immer korrelieren. Beim siebten Kaffee am sechsten Arbeitstag der Woche haben wir dann festgestellt, dass Dackel Waldo in der Zwischenzeit gelernt hat, alleine Gassi zu gehen und die Oma sich zum 90er selbst Blumen ins Altersheim bestellt hat.

Aber wie soll es auch anders gehen? Alle wollen gleichzeitig etwas, die Konkurrenz schläft ja nicht und der Markt ist unbarmherzig. Und gehört es nicht auch irgendwie zum guten Ton, ständig zu arbeiten und immer und immer wieder zu betonen, dass der Job ja Vergnügen und keine Belastung ist? Mag sein. Aber machen wir es doch heute einmal anders. Ziehen wir den Hoodie aus, drehen das Macbook ab und deaktivieren Slack am Handy. Wenn wir dann bemerken, dass der Kaffeeladen nebenan geschlossen bleibt, fragen wir uns nicht, wie der wahnsinnige Italiener verdammt nochmal seine Brötchen verdient, sondern geben ihm ein gedankliches High-Five.

In diesem Sinne wünschen wir euch einen schönen Feiertag.

Eure Redaktion

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Zehetner: „Ich bin unzufrieden damit, wohin sich die Diskussion zur EU Inc. momentan entwickelt“

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Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher
Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher / brutkasten

Dass sich die aktuell noch laufenden Verhandlungen zur EU Inc. auf Ratsebene nicht so entwickeln, wie es sich die Initiator:innen der gleichnamigen Initiative wünschen würden, ist allgemein bekannt. Übte man nach der Veröffentlichung des Kommissionsentwurfs im März noch deutliche Kritik an diesem, würde man ihn inzwischen wohl gerne so annehmen. Denn der aktuell noch in Ausarbeitung befindliche Vorschlag des Rats der EU-Justizminister:innen dürfte letztlich, wenn man mit den Verhandlungen vertrauten Personen Glauben schenken darf, kaum noch etwas mit dem ursprünglichen Vorschlag der Initiative zu tun haben. Die absoluten Kern-Forderungen seien darin de facto zur Gänze gestrichen, was überbleibe sei „nicht mehr als ein Label und vielleicht etwas schnellere Gründung“, hört man.

Österreich als EU-Inc.-Antagonist

Das offizielle Österreich spielt dabei dem Vernehmen nach eher die Rolle des Antagonisten. Das SPÖ-geführte Justizministerium zähle in den Verhandlungen zu den Verhinderern. Rot-weiß-roter Gegenwind zur EU Inc. komme aber auch von anderer Seite, nicht nur, wie allgemein bekannt, von Notariatskammer und Arbeiterkammer, sondern auch von einflussreichen Personen in der Wirtschaftskammer.

Zehetner: deutliche Positionierung pro EU Inc.

In dieser durchaus komplexen Gemengelage von Interessen aus ganz unterschiedlicher Richtung, mag es fast verwundern, dass sich Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner nun öffentlich durchaus deutlich positionierte. „Ich bin unzufrieden damit, wohin sich die Diskussion zur EU Inc. momentan entwickelt – sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene“, sagte sie heute bei einer Keynote im Rahmen des Verbund Venture Day 2026 an der WU Wien. Auf diese Weise werde die EU Inc. nicht zur Alternative zur amerikanischen Delaware Inc., die auch sie sich wünsche.

Mitarbeiter:innenbeteiligung via FlexCo „noch nicht attraktiv genug“

Auch sonst gab sich Zehetner in ihrer Rede, die sich auf europäische Souveränität im Startup-Bereich fokussierte, kritisch. Die FlexCo etwa bezeichnete sie in Sachen Mitarbeiter:innen-Beteiligung als „ersten Schritt“, aber „noch nicht attraktiv genug“. Es brauche neue Steuerregeln, die Mitarbeiter:innenbeteiligung praktikabel machen. Auch ihre bereits einmal dezidiert geäußerte Forderung nach Steuererleichterungen bei Startup-Beteiligungen – vulgo Beteiligungsfreibetrag – wiederholte sie bei der Gelegenheit. Auf europäischer Ebene sieht sie Handlungsbedarf u.a. in Sachen Kapitalmarktunion. Lob gab es von Zehetner dafür für den European Scaleup Funds – ergänzt mit Eigenlob für den geplanten österreichischen Dachfonds.

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