25.01.2021

Harald Mahrer avanciert zum Clubhouse-Guru

WKO-, Wirtschaftsbund-, Nationalbank- und WIFO-Präsident Harald Mahrer hat als einer der ersten das Potenzial der App Clubhouse erkannt. Ihm ist ein fulminanter Einstieg in die Community gelungen.
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Harald Mahrer avanciert zum Clubhouse-Guru
Harald Mahrer avanciert zum Clubhouse-Guru | Collage - Hintergrund (c) Fotospeed Ulrich Schnarr

Er ist Präsident von WKO, ÖVP-Wirtschaftsbund, Nationalbank und WIFO – und neuerdings auch Clubhouse-Guru. Die Rede ist natürlich von Harald Mahrer. Schon früher erwies sich der umtriebige Polit-Profi als Trendsetter und Early Adopter der angesagtesten Tech-Lösungen. Auch in Bezug auf die seit etwas mehr als einer Woche im DACH-Raum gehypte iOS-App Clubhouse heißt es nun aus seinem Büro: „Einer der ersten, der den Trend und das Potential der neuen Plattform gleich erkannt hat, ist Harald Mahrer“.

Frischgebackener Clubhouse-Guru Mahrer: „Das Konzept ist vielversprechend“

Denn bereits nach zwei Tagen hatte er über 1000 Follower und seine ersten Talks schlugen voll ein. Ganze 2222 User waren etwa bei seinem Gespräch mit der deutschen Digitalisierungsministerin Doro Bär und den beiden Unternehmern Markus Fuhrmann und Frank Thelen dabei – für österreichische Verhältnisse gigantisch.

„Das Konzept ist vielversprechend“, so Mahrer in einem Statement, „es setzt auf bestehenden Trends wie Podcasts und digitale Panels auf. Das Format passt also genau zu dieser Zeit. Die klassischen Strukturen von Diskussionen werden allerdings aufgehoben, es gibt nicht den Moderator hier und die Zuhörer dort. Jeder kann jedem Fragen stellen und man kann sich sehr niederschwellig mit Menschen aus der ganzen Welt unterhalten und Ideen austauschen“.

Milliardenbewertung im Anflug

Indessen tun es auch viele der bedeutendsten VCs des Silicon Valley Harald Mahrer gleich und sehen massives Potenzial in der App, die in Übersee schon einige Wochen früher so einschlug, wie es nun hierzulande passierte. Zahlreiche Investoren sollen Angebote abgegeben haben – medial ist von einer Milliardenbewertung die Rede. Einzelne VCs sollen sogar versucht haben, bestehenden Investoren ihre Anteile zur Bewertung von einer Milliarde US-Dollar abzukaufen. Vermutet kann auf jeden Fall werden, dass der legendäre VC Andreessen Horowitz, der bereits die ersten Kapitalrunde anführte, es sich nicht nehmen lassen wird, auch in einer weiteren den Lead zu übernehmen.

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Das Verenas-Team mit Gründerin Verena Nairz-Kapferer (3. v.r.). © Verenas

Die Ursprungsidee für Verenas entstand krisenbedingt: Während des ersten Corona-Lockdowns 2020 entwickelte Verena Nairz-Kapferer im eigenen Innsbrucker Café haltbare Rezepturen, um den Betrieb abzusichern. Was als Initiative für Café-Gäste begann, wird nun zum eigenständigen Geschäftsmodell. Im November 2026 gründen Verena Nairz-Kapferer und Jürgen Nairz eine eigene GmbH, um das Produktangebot im B2B-Bereich überregional zu skalieren.

Prozesssicherheit statt Spezialzutaten

Im Zentrum der Vertriebsstrategie steht der Premium-Gastrogroßhandel, über den Hotels, Cafés und Restaurants flächendeckend beliefert werden sollen. Aus mehr als 60 praxiserprobten Rezepturen konzentriert sich das Unternehmen für Großküchen auf rund 20 Varianten. Der wirtschaftliche Hebel liegt laut dem Gründungsteam dabei nicht nur beim Wareneinsatz von 0,80 bis 1,20 Euro pro fertig gebackener Portion. Standardisierte Mischungen reduzieren insbesondere den Arbeits- und Lageraufwand für Betriebe, die keine eigenen Spezialzutaten vorhalten wollen.

„Für einen Gastronomiebetrieb zählt nicht nur, was eine Portion an Zutaten kostet. Entscheidend sind auch Arbeitszeit, Einfachheit, Prozesssicherheit und eine Qualität, die unabhängig davon funktioniert, wer den Kuchen gerade zubereitet“, erklärt Jürgen Nairz, der den Vertriebsaufbau verantwortet.

Getrennte Produktion für Glutenfrei-Zertifizierung

Verena Nairz-Kapferer arbeitete ursprünglich im sozialen Bereich und verkaufte samstags selbst gebackene Kuchen. © Verenas

Die Backmischungen sind rein pflanzlich sowie zu großen Teilen zusätzlich glutenfrei formuliert. „Ich wollte nie einen Kuchen entwickeln, bei dem jemand sagt: Für vegan oder glutenfrei schmeckt der aber gut“, betont Produktentwicklerin Verena Nairz-Kapferer.

Um die geforderten Qualitätsstandards im B2B-Geschäft sicherzustellen, trennt das Startup laut eigenen Angaben die Fertigung. Vegane Varianten sollen ab November 2026 in einem Partnerbetrieb nahe Graz abgefüllt werden. Die glutenfreien Mischungen verbleiben in einer separaten Innsbrucker Produktionsstätte, um Kreuzkontaminationen auszuschließen. Damit bereitet sich das Unternehmen auf die Zertifizierung mit dem Glutenfrei-Symbol vor.

Absatzziel: 40.000 Einheiten im Jahr 2027

Flankiert von einem B2C-Onlineshop mit vorerst sieben Sorten setzt das Unternehmen auf wiederkehrende B2B-Bestellungen. Für das Geschäftsjahr 2027 peilt Verenas ein Absatzvolumen von rund 40.000 Einheiten an. Gespräche mit weiteren Partnern im Gastrogroßhandel laufen laut den Gründer:innen bereits, um die Distribution im kommenden Jahr überregional auszubauen.

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