19.10.2022

HappyCoins: Wiener Krypto-Projekt behauptete fälschlicherweise FMA-Genehmigung

Die Finanzmarktaufsicht FMA gab eine Investoren-Warnung zum Krypto-Projekt "HappyCoins" des Wiener Vereins Transformationsmanagers heraus.
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crypto Bitpanda
Symbolbild | (c) Adobe Stock
Update, 19. Dezember 2022: Die Finanzmarktaufsicht hat die Investorenwarnung mittlerweile von ihrer Website entfernt.

Wenn eine Krypto-Firma in Österreich als seriös gelten will, dann muss sie mit der Finanzmarktaufsicht (FMA) zusammenarbeiten. Mehrere Unternehmen haben das in den vergangenen Jahren vorgemacht. Eines sollte man dabei allerdings beachten: Man sollte das nur behaupten, wenn es auch tatsächlich so ist. Eine mutmaßlich fälschliche Behauptung machte vor einiger Zeit der Wiener Verein Innovationsmanagers zu seinem Krypto-Projekt „HappyCoins“. Und die FMA reagierte nun in einer Aussendung scharf.

„Investoren-Warnung“ der FMA

Diese ist mit „Investoren-Warnung“ betitelt. Wörtlich heißt es darin: „Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) stellt klar: die in Werbemitteilungen der ‚HappyCoins‘ aufgestellte Behauptung, dieses angebliche Krypto-Asset sei von der FMA genehmigt worden und unterstehe ihrer laufenden Aufsicht, ist falsch“. Die Information entbehre jeglicher Grundlage. „Sie erweckt den falschen Anschein einer – tatsächlich nicht erfolgten – Genehmigung der FMA, sowie dass die FMA als (vorgeblich) aufsichtsrechtlich zuständige Behörde die Produkte der HappyCoins bzw. deren Einsatz oder Vertrieb aufsichtsrechtlich anerkannt oder gebilligt habe, oder gar laufend beaufsichtige“, heißt es weiter.

„Suggeriert in irreführender Weise eine Sicherheit, die so nicht gegeben ist“

Man habe daher den Anbieter zum Widerruf und zur sofortigen Löschung dieser Behauptung aufgefordert – bisher vergeblich. „Die FMA warnt daher, diese falsche Tatsachenbehauptung suggeriere in irreführender Weise eine Sicherheit, die so nicht gegeben ist. Jedenfalls wird der unzutreffende Eindruck erweckt, dass zwischen der FMA als Aufsichtsbehörde und der Qualität der Produkte der HappyCoins ein Zusammenhang bestünde“, so die Behörde in ihrer Aussendung abschließend.

HappyCoins: Wiener Verein will „HappyMoments“ tokenisieren

Der hinter „HappyCoins“ stehende Wiener Verein Transformationsmanagers gibt auf seiner (eher konfusen) Website unter anderem als Ziel an, man wolle „mehr Freude in die Berufswelt bringen“. Mit dem Krypto-Projekt startete man 2021 bereits eine letztlich erfolglose Kickstarter-Kampagne, bei der 14 Unterstützer:innen knapp unter 7000 Euro einzahlten – das Ziel war mit 13.900 festgelegt worden. Mit dem Coin wolle man „HappyMoments“ tokenisieren, wird auf der Crowdfunding-Page erklärt.

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Novus-Gründer und CEO René Renger mit dem Novus One
(c) Novus

Als brutkasten erstmals über Novus berichtete, war das Fahrzeug aus Braunschweig noch ein Projekt mit guter Anekdote: 75 Kilogramm leicht, Vollcarbonrahmen, Motor im Hinterrad, und ein Team, das eine Kaufanfrage von Elon Musk ausgeschlagen hatte. Inzwischen ist aus dem Prototyp ein Serienfahrzeug geworden. Jetzt gibt das 2019 gegründete Unternehmen von Gründer und CEO René Renger, einem ehemaligen Lead Designer bei Volkswagen, eine Finanzierungsrunde in Höhe eines zweistelligen Millionen-Dollar-Betrags bekannt. Angeführt wird sie von 468 Capital mit Sitz in Berlin und San Francisco. Die genaue Summe nennt Novus nicht.

Serienauslieferungen seit dem Frühjahr

Das Novus One im Stadtverkehr
Das Novus One im Stadtverkehr (c) Novus

Die Serienauslieferungen des Novus One in Europa starteten laut Aussendung im Frühjahr 2026, das Fahrzeug ist in mehreren europäischen Ländern in Kundenhand. Die Founders Edition startet bei 21.300 Euro netto. Das Fahrzeug wiegt 121 Kilogramm, beschleunigt in unter zwei Sekunden von 0 auf 50 km/h und erreicht bis zu 130 km/h. Die 6,2-kWh-Batterie bietet laut Hersteller 150 Kilometer Reichweite und lädt in 90 Minuten von 0 auf 80 Prozent.

Novus bezeichnet das Fahrzeug als „Lightbike“ und reklamiert damit eine eigene Kategorie, die die Vorteile von E-Bike, Roller und Motorrad kombinieren soll. Der eigentliche Kniff liegt in der Zulassung: Das Fahrzeug fährt in zwei per Software einstellbaren Leistungsstufen, als Rollerklasse L1e bis 45 km/h und als Motorradklasse L3e bis 130 km/h. In der Einstiegskonfiguration reicht in den USA und in Europa laut Novus ein Autoführerschein, wobei die Voraussetzungen je nach Land und in den USA je nach Bundesstaat variieren. Damit zielt das Unternehmen nach eigenen Angaben auf über 400 Millionen Autofahrer in Europa und Nordamerika statt auf die Nische des Zweiradmarkts.

„Unser Ziel ist nicht, den Motorradmarkt zu elektrifizieren oder nur ein weiteres Zweirad zu bauen. Unser Ziel ist, urbane Mobilität neu zu verteilen. Investoren dieses Kalibers an Bord zu haben, zeigt mir, dass der Markt das genauso sieht“, sagt Renger.

Vom Musk-Nein zum Tesla-Ingenieur an Bord

Das Shareholder-Ökosystem umfasst laut Novus über 30 Investoren. Mit an Bord ist Eric Bach, ehemaliger Chief Engineer bei Lucid Motors und Director of Engineering bei Tesla, der als Investor und Board Advisor an der Fahrzeugentwicklung mitwirkt. Zudem steigt Martin Hoffmann ein, der On vom Schweizer Startup zur globalen Premium-Performance-Marke skaliert und als CFO und Co-CEO an die Börse gebracht hat. Dazu kommen Gründer und Führungskräfte von Kembara VC, Adidas, Audi, BMW, Chrono24, FINN, Grover, Mercedes-AMG, New Balance, Vay und Xiaomi, Venture-Investoren aus dem Silicon Valley und Europa sowie Rennfahrerin Sophia Flörsch. Ein Zweiradhersteller findet sich unter den Gesellschaftern nicht.

„Wir haben uns nicht nach klassischen Mobilitätsinvestoren umgeschaut. Was wir aufgebaut haben, funktioniert eher wie ein eigener Y Combinator“, sagt Hannes A. H. Krieger, CSO und Gründungsmitglied von Novus.

USA 2027, Novus Two Ende 2027

Das frische Kapital soll in den Marktstart in den USA 2027, die Expansion in europäische Lifestyle-Metropolen und die Entwicklung des Novus Two fließen. Das zweite Modell soll die Lightbike-Kategorie zu einem niedrigeren Einstiegspreis in die Breite bringen, der Produktionsstart ist für Ende 2027 geplant.

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