20.12.2016

Happybrush: Von Oral-B zum Startup, um die Großen zu ärgern

Im September erregte das Münchner Zahnputz-Startup Happybrush gehöriges Aufsehen mit ihrer Guerilla-Marketing Aktion. Die Weihnachtszeit ist für Startups mit physischen Produkten eine sehr ertragreiche, deshalb starteten die bayrischen Newcomer auch mit dem Advent ihr Österreichgeschäft.
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Happybrush nimmt Hornbach auf die Schippe. (c) happybrush

Die Münchner Jungunternehmer rund um Gründer Florian Kiener sind gerade dabei den 30-Milliarden Euro Mundpflege-Markt zu betreten. Da, wie auch für die Fast-Namenskollegen von Playbrush, die Weihnachtszeit Hochsaison bedeutet, bringt Happybrush ihr Produkt im Advent nach Österreich. Und der Kauf einer „Happybrush“ ist zusätzlich eine gute Tat.

Das Produkt, vereinfacht gesagt eine elektrische Schallzahnbürste ohne Schnickschnack.

Erfolgreiche Guerilla-Marketing Aktion

Wie bereits eingangs erwähnt, ebnete eine gelungene Guerilla-Marketing Aktion den Weg zum erfolgreichen Produktlaunch.

 

Von Oral-B zum eigenen Startup, um die Großen zu ärgern

Das Produkt, vereinfacht gesagt eine elektrische Schallzahnbürste ohne Schnickschnack wirkt auf den ersten Blick zwar elegant und hochwertig, aber vom Ansatz doch weniger disruptiv als Playbrush. Bei näherem Hinsehen punktet man aber mit anderen Vorzügen. Kiener erklärt ihren Zugang und die Philosophie so: „Wir alle haben in unseren Jobs u.a. bei Procter & Gamble und damit für Marken wie Oral-B oder blend-a-med viel über Mundpflege und seine Produkte gelernt. Unser Schluss war – das muss bei gleicher Qualität besser, effektiver und preiswerter gehen.“ Ihr Ansatz: Weniger Budget ins Marketing, dafür mehr Geld in die Produktentwicklung.

Erste „Happybrush“ setzt auf Leistung und Kundenwünsche

Die Gründer Florian Kiener, Stefan Walter und Felix Häußinger. (c) happybrush
Die Gründer Florian Kiener, Stefan Walter und Felix Häußinger. (c) happybrush

Das Resultat und damit die Vorzüge aus der Sicht von happybrush: „Wir wollten genau dort ansätzen, wo die Kunden sofort Vorteile spüren. Im Klartext eine hochwertige Gesamtlösung für einen auf Sicht geringeren Preis. Dazu eine besonders lange Akkulaufzeit von bis zu drei Wochen und Aufsteckbürsten die mittels Wechselindikator anzeigen, wann sie zu tauschen sind und trotzdem nur ein Drittel der Konkurrenz kosten.“

„Wir wollten genau dort ansätzen, wo die Kunden sofort Vorteile spüren. Im Klartext eine hochwertige Gesamtlösung für einen auf Sicht geringeren Preis.“

Zweite Finanzierungsrunde bei happybrush

Was die Absatzmärkte betrifft, liegt der Fokus bei Happybrush vorerst auf der DACH-Region, ehe der Gang nach Großbritannien folgen soll. An neuen Produkten wird bei den Münchnern, die unmittelbar vor der Finalisierung einer zweiten Finanzierungsrunde stehen, übrigens ebenfalls bereits fleißig gearbeitet. Zuviel will Gründer Florian Kiener noch nicht verraten: „Wir mussten einmal mit dem ersten Produkt anfangen, aber klar wird es jetzt deutlich innovativer. Es geht in die Stoßrichtung Internet of things und auch elektrische Zahnbürsten für Kinder sind ein spannendes Segment.“

Redaktionstipps

Diese Woche Finish im Weihnachts-Verkauf

Sozusagen als Vor-Weihnachtsgeschenk, gewähren die Münchner zum österreichischen Verkaufsstart einen 20 Prozent Bonus auf alles. Im Webshop einfach den Gutscheincode „HappyBrutkasten20“ eingeben und weniger bezahlen. Jedoch nur noch bis 24.12.2016.

Happybrush als gute Tat

Das Happybrush Starter-Kit (c) happybrush
Das Happybrush Starter-Kit (c) happybrush

Happybrush verfolgt zusätzlich eine soziale Mission. Für jede verkaufte Zahnbürste spendet das Startup einen Euro an die Wasserinitiative Viva con Agua. Dabei handelt es sich um ein Netzwerk von Menschen und Organisationen, das sich für den weltweiten Zugang zu sauberem Trinkwasser einsetzt.

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18.06.2026

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Hannah Wundsam, Hansi Hansmann, Kilian Kaminski, Alexander Klinger, Oliver Holle, Verena Eugster, Hans Harrer & Georg Kopetz

Die Verhandlungen zur langersehnten EU Inc. biegen auf die Zielgerade ein. Auf Basis des Kommissionsentwurfs vom 18. März 2026 geht es nun um die finale architektonische Ausgestaltung der neuen europäischen Rechtsform. In dieser entscheidenden Phase wendet sich AustrianStartups gemeinsam mit führenden Vertreter:innen aus Wirtschaft, Praxis und Lehre in einem offenen Brief an Justizministerin Anna Sporrer. Die zentrale Sorge des Ökosystems: Das Projekt könnte durch das Lobbying nationaler Partikularinteressen ausgehöhlt werden.

Unterzeichnet wurde das Schreiben unter anderem von Hans Harrer (Senat der Wirtschaft), Business Angel Johann (Hansi) Hansmann, EU-INC-Initiator Andreas Klinger, Oliver Holle (Speedinvest), Kilian Kaminski (refurbed), Verena Eugster (Junge Wirtschaft) und Georg Kopetz (TTTech).

Wachstumsunternehmen brauchen den europäischen Binnenmarkt

Hintergrund des Vorstoßes ist die zunehmend kritische globale Wettbewerbsfähigkeit Europas. Ohne eine sofortige Steigerung der Produktivität und Innovationskraft, so der Tenor des Schreibens mit Verweis auf den Draghi-Report, müsse Europa langfristig zwischen Wohlstand, sozialer Absicherung und geopolitischer Souveränität wählen. Für heimische Startups, die laut aktuellen Daten rund 42 Prozent ihres Umsatzes im Ausland erzielen, sei ein funktionierender europäischer Standard daher eine unmittelbare Standortfrage, betont man im Schreiben.

Hannah Wundsam, CEO von AustrianStartups, hebt dabei die Notwendigkeit eines echten Binnenmarkts hervor: „Freie Sitzwahl ist kein Schlupfloch, sondern das Fundament eines funktionierenden europäischen Standards. Wenn Gründerinnen und Gründer zwar ein gemeinsames Label bekommen, aber de facto wieder 27 unterschiedliche Einstiegspunkte vorfinden, verfehlt die EU Inc. einen wesentlichen Teil ihres Ziels.“ Ohne diese Standardisierung drohe eine weitere Abwanderung in ausländische Rechtsformen, wie etwa die in der Skalierungsphase häufig genutzte US-amerikanische Delaware Inc.

Drei konkrete Forderungen für die EU Inc.

Um einen derartigen Fleckerlteppich zu verhindern, ersuchen die Unterzeichner:innen das Justizministerium, sich auf europäischer Ebene für drei Punkte einzusetzen:

  1. Die freie Wahl des Registrierungssitzes innerhalb der EU muss gewahrt und durch ein striktes Nicht-Diskriminierungsprinzip rechtlich abgesichert bleiben.
  2. Die Rechtsform soll ohne Umsatzgrenzen oder künstliche Größenbeschränkungen für alle Unternehmen uneingeschränkt offenstehen.
  3. Es bedarf eines zentralen digitalen Registers für volldigitale Gründungen innerhalb von 48 Stunden inklusive direkter Kontoeröffnung sowie strenger KYC/AML-Standards zur Geldwäscheprävention.

Kapitalbeschaffung und Skalierung erleichtern

Neben operativen Erleichterungen geht es im Kern auch um den Zugang zu Wachstumskapital. Investor Johann (Hansi) Hansmann betont: „Die EU Inc. ist nicht nur für Gründerinnen und Gründer ein Wachstumsmotor, sondern macht es auch für Investoren leichter zu investieren. Wir müssen alles tun, um Zugang zu Kapital leichter zu machen, und die EU Inc. ist ein wichtiger Baustein dazu.“

EU-Inc.-Initiator Andreas Klinger warnt abschließend vor den geopolitischen Folgen für den Standort: „Kein europäisches Land ist alleine groß genug, um gegenüber den USA und China wettbewerbsfähig zu sein. Nur paneuropäisch haben unsere Gründer:innen eine Chance. Entweder Österreichs Unternehmer:innen haben in ihrem eigenen Land die Möglichkeit, von den besten Investoren der Welt Geld zu bekommen, oder sie werden dorthin gehen, wo das möglich ist. EU–INC ist der paneuropäische Standard, der die Möglichkeit schafft, auch von Österreich aus Weltführer zu bauen.“

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