18.02.2025
FROSTSCHUTZ

Happy TipToes: Wiener Startup entwickelt „Söckchen“ für Socken

Kalte Zehen bedeuten nicht gleich kalte Füße. Dies weiß Happy TipToes-Founderin Christina Strasser. Sie hat dafür eine Lösung entwickelt.
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Happy TipToes
© Miriam Mehlman/FB - Christina Strasser von Happy TipToes.

Christina Strasser ist Gründerin, psychologische Beraterin, Trainerin und Speakerin. Sie hat 2018 ein Buch herausgebracht, in dem sie ihre einjährige Weltreise beschrieb und Fragen beantwortete, wie man etwa Kameltreiberin in der indischen Thar-Wüste wird und wie man es genießen könne, bis zum Kopf im Sand zu stecken. Damals konnte sie sogar eine lebensgefährliche Brücke nicht aufhalten, um zu den Ureinwohnern Papuas zu gelangen; und eine Reise von Malaysia nach Thailand vollbrachte sie auf einer „gratis Segelyacht“. Im November 2022 gründete die Weltenbummlerin ihr Startup Happy TipToes.

Happy TipToes: Neopren gegen Kälte

Dies tat sie, weil sie das Problem eisiger Zehen nur zu gut kannte. „Nach jahrelanger Suche nach einer Lösung habe ich schließlich die perfekten Zehenwärmer entwickelt. Was als persönliche Notwendigkeit begann, wurde zur Leidenschaft“, schreibt sie auf ihrer Website.

Die happytiptoes sind im Grunde Fußüberzieher, die bloß nur die Zehen bedecken. Sie bestehen aus Neopren, demselben Material, das auch bei Taucheranzügen verwendet wird. Diese hochwertige Materialwahl soll für eine ausgezeichnete Wärmeisolierung sorgen.

In NÖ und Salzburg hergestellt

Zur Frage, warum ihre Erfindung nicht den ganzen Fuß bedeckt, sagt sie: „Im Falle kalter Zehen sind in der Regel nur die Zehen betroffen und nicht der gesamte Fuß. Zudem beeinträchtige ein vollständiger Neoprensocken die Atmungsaktivität und führe zu Schwitzen.“ Darüber hinaus würde eine volle Umhüllung des Fußes erfordern, dass die Schuhe eine Nummer größer getragen werden müssten.

Die „happytiptoes“ werden von Hand in Niederösterreich und Salzburg hergestellt, sowie bei größeren Bestellungen in Portugal produziert. Happy TipToes tritt am kommenden Donnerstag bei „2 Minuten 2 Millionen“ auf. Weiters dabei: Heizma, Appricot und CellGenius.

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Gruppenfoto von Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTECH und Eddie Myers, CEO TTTech Systems SE / (c) Nicky Webb
Gruppenfoto von Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTECH und Eddie Myers, CEO TTTech Systems SE / (c) Nicky Webb

Die Wiener High-Tech-Gruppe TTTech stellt sich neu auf. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2026 gründet das Unternehmen die TTTech Systems SE, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft, in der die Geschäftsfelder Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und kritische Infrastruktur gebündelt werden. Zur kritischen Infrastruktur zählt TTTech etwa Anwendungen in der Energieerzeugung. Laut Aussendung wachsen diese Märkte gerade in Nordamerika und Europa stark.

Das Portfolio der neuen Gesellschaft umfasst Komponenten, Produkte und komplette Plattformlösungen für sicherheitsrelevante Anwendungen. Zum Einsatz kommen sie nach Unternehmensangaben in Kommunikations- und Avionikarchitekturen von Verkehrsflugzeugen, militärischen Luftfahrzeugen, Advanced-Air-Mobility-Plattformen, Satelliten, Raumfahrzeugen und Trägerraketen. Technologien und Produkte von TTTech kommen unter anderem in der europäischen Trägerrakete Ariane 6 und bei der NASA-Mondmission Artemis II zum Einsatz.

Nächster Schritt nach NXP-Deal und Invest-AG-Einstieg

TTTech ordnet die Gründung als weiteren Schritt seiner langfristigen Wachstumsstrategie ein. Anfang 2025 hatte die Gruppe ihre Anteile an der von ihr mitbegründeten TTTech Auto an NXP verkauft und sich danach stärker auf ihre Kerngeschäfte konzentriert. Erst im August stieg zudem die Linzer Invest AG mit 11 Prozent bei TTTech ein (brutkasten berichtete).

Das Unternehmen verweist auf die weltweit steigende Nachfrage nach sicheren, resilienten und zunehmend autonomen Technologien. Gleichzeitig würden technologische Souveränität, Versorgungssicherheit und digitale Resilienz an Bedeutung gewinnen.

„Europa braucht in Bereichen wie Raumfahrt, Verteidigung, kritischer Infrastruktur und industrieller Automatisierung starke Technologieunternehmen mit langfristiger Perspektive. Mit der TTTech Systems SE schaffen wir die Voraussetzungen, unsere Stärken gezielter einzusetzen und neue Wachstumschancen in internationalen Märkten zu nutzen“, wird Georg Kopetz, CEO und Mitgründer von TTTech, in der Aussendung zitiert.

Eddie Myers wird CEO

An der Spitze der TTTech Systems SE steht Eddie Myers. Er ist am 15. Juli zu TTTech gekommen und derzeit als CEO von TTTech North America tätig. Die Leitung der neuen Gesellschaft übernimmt er mit 1. Oktober zusätzlich. Myers soll laut Aussendung Branchenkenntnisse und Verbindungen in Nordamerika, einen Kernmarkt von TTTech, einbringen und die weltweite Marktpositionierung der Tochter vorantreiben.

Hauptsitz bleibt Wien

Sowohl TTTech als auch die TTTech Systems SE haben ihren Hauptsitz in Wien. Die Stadt soll auch künftig das Zentrum der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Gruppe bleiben, ergänzt durch Engineering-Teams in Deutschland, Finnland, Serbien und Rumänien.

Für Kunden, Partner und Lieferanten ändert sich mit dem Übergang der Geschäftsbereiche laut TTTech nichts. Produkte, Dienstleistungen, laufende Projekte und Supportleistungen würden in gewohnter Form fortgeführt. Bestehende Verträge, Zertifizierungen und Geschäftsbeziehungen bleiben demnach gültig, ebenso die bisherigen Ansprechpartner und Prozesse.

„Gleichzeitig steht dieser Schritt für Kontinuität. Unsere Kunden und Partner können weiterhin auf die technologische Exzellenz und Verlässlichkeit vertrauen, für die TTTech seit Jahrzehnten steht“, so Kopetz.

Die TTTech Group beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 1.200 Mitarbeitende an zwölf Standorten in elf Ländern.

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