07.10.2025
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Hans(wo)men Group holt sich neue Head of Legal & Operations für „Founder Happiness“

Die Hans(wo)men Group hat mit Laura Phillipeck-Casanova eine neue "Head of Legal & Operations". Sie wird künftig die rechtlichen Angelegenheiten und operativen Prozesse des Family Offices von Business Angel Hansi Hansmann verantworten und gleichzeitig die Portfoliounternehmen sowie deren Gründer:innen in ihrer Entwicklung unterstützen.
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Laura Phillipeck-Casanova
© Hans(wo)men Group / Canva | Laura Phillipeck-Casanova.

Die Hans(wo)men Group hat seit ihrer Gründung in über 100 Startups investiert und hält Beteiligungen an mehr als 50 aktiven Portfoliounternehmen sowie über 20 Venture-Capital-Fonds.

Hans(wo)men Group: Support beim Aufbau

Der Fokus liegt dabei auf technologiebasierten, global skalierbaren Geschäftsmodellen und „außergewöhnlichen Gründerteams“ in Europa. Besonders in der Pre-Seed-Phase übernimmt die Gruppe häufig die Rolle des Lead Investors und begleitet junge Unternehmen beim Aufbau ihrer Geschäftsmodelle.

„Unsere Mission ist es, ambitionierte Gründer:innen zu unterstützen und ihnen die bestmöglichen Rahmenbedingungen für Wachstum zu bieten“, sagt Hansi Hansmann. „Mit Laura Phillipeck-Casanova an Bord erweitern wir unsere Expertise in Legal und Operations und stärken damit unsere Fähigkeit, Portfoliounternehmen professionell zu begleiten.“

Phillipeck-Casanova: demokratische Bildung und Nachhaltigkeitsberatung

Phillipeck-Casanova studierte Rechtswissenschaften an der Universität Wien sowie an der Sciences Po Paris und Kommunikationsmanagement an der FH Wien der WKW. Ihre berufliche Laufbahn begann im Bereich demokratischer Bildung und öffentlicher Kommunikation im österreichischen Parlament und im Bundesministerium für Justiz. Danach arbeitete sie bei der internationalen Nachhaltigkeitsberatung denkstatt (heute EY) und beim waff, Wiens Fonds für Arbeitskräfteentwicklung, wo sie Upskilling-Programme für Frauen entwickelte und juristisch begleitete.

Zuletzt verantwortete sie beim EdTech-Startup Viora (ehemals: Ada Growth) als Head of Content and Customer Success die Weiterentwicklung der Lerninhalte und die User:innen Experience der Microlearning-App.

Founder Happiness und Community-Building

In ihrer neuen Rolle bei der Hans(wo)men Group soll sie nicht nur rechtliche Themen rund um die Investments betreuen, sondern auch interne Abläufe optimieren und gezielt auf Founder Happiness sowie Community-Building setzen. Durch ihren Einstieg soll zudem die Betreuung der Portfoliounternehmen weiter ausgebaut werden – von rechtlichen Fragen über operative Abläufe bis hin zur strategischen Begleitung in der Frühphase.

„Mit ihrem Background in Law, Communication und Social Impact gestaltet Laura leidenschaftlich inklusive, purpose-driven Environments, die Startups und Gründer:innen auf ihrem Weg unterstützen“, erklärt Lisa Pallweber, Managing Partner der Hans(wo)men Group.

Phillipeck-Casanova ergänzt: „Es ist unglaublich spannend, vom operativen Startup-Business auf die strategische Investorenseite zu wechseln und damit gleich 50 Startups zu begleiten.“

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Teamfoto Klartext AI | (c) Leandra Schurz Photography

Elektronikprodukte enthalten wertvolle Rohstoffe, werden aber häufig so entwickelt, dass sie sich nicht einfach reparieren, wiederverwenden oder recyceln lassen. Das Wiener Startup Klartext AI will mit Künstlicher Intelligenz dazu beitragen, das zu ändern. Das 2025 gegründete Unternehmen entwickelt KI-Lösungen für unterschiedliche Anwendungsbereiche, darunter doclarity, ein Tool zur Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente. Im Rahmen des Eureka-Forschungsprojekts „ManageR“ entwickelt es einen KI-Assistenten, der Elektronikhersteller bei Entscheidungen zur Kreislaufwirtschaft unterstützen soll. Dafür erhält Klartext AI eine Förderung von rund 250.000 Euro von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Das Projekt startete am 1. Oktober 2026 und läuft über drei Jahre. Klartext AI ist dabei für die KI-Technologie zuständig und entwickelt den sogenannten ‚ManageR Copilot‘. Dieser soll Informationen über Produkte, Materialien und gesetzliche Vorgaben zusammenführen und daraus Handlungsempfehlungen ableiten.

KI soll Reparatur und Wiederverwendung bewerten

Im Mittelpunkt von ManageR steht ein digitales Bewertungs- und Optimierungstool. Dieses soll Unternehmen dabei helfen, für einzelne Produkte und Komponenten geeignete Kreislaufstrategien zu finden. Dabei geht es beispielsweise um die Frage, ob Bauteile repariert, wiederverwendet, aufbereitet oder recycelt werden sollten. Die Software soll in unterschiedlichen Phasen des Produktlebenszyklus zum Einsatz kommen – etwa bei der Entwicklung oder im Einkauf. Je nach Lebenszyklusphase soll das System unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Neben ökologischen Faktoren soll dabei auch die Wirtschaftlichkeit berücksichtigt werden.

Eine Herausforderung ist dabei die Vielzahl an benötigten Informationen. Dazu zählen etwa Produktstücklisten, Materialdaten, regulatorische Anforderungen und branchenspezifisches Fachwissen. Diese Informationen sind häufig auf unterschiedliche Systeme und Abteilungen verteilt oder liegen bei einzelnen Experten. Das Wiener Startup entwickelt deshalb ein KI-Agentensystem samt Benutzeroberfläche, das die Daten verknüpfen soll. Ein besonderer Schwerpunkt liegt laut Anna Poledna, Business Development bei Klartext AI, auf der Nachvollziehbarkeit: Nutzer sollen erkennen können, auf welchen Informationen und Quellen die Vorschläge beruhen. Technologisch setzt das Startup dafür unter anderem auf Wissensgraphen und Multi-Agenten-Systeme.

Eine Rolle bei der Entstehung des Projekts spielten laut Poledna auch neue EU-Vorgaben. Die Ökodesign-Verordnung (ESPR) soll unter anderem die Langlebigkeit und Reparierbarkeit von Produkten verbessern. Der Digitale Produktpass soll künftig Informationen zu Materialien, Reparaturmöglichkeiten und Umweltauswirkungen verfügbar machen.

Zusammenarbeit mit Fraunhofer und Industrieunternehmen

An ManageR sind neben Klartext AI das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), die Universität Stuttgart sowie die deutschen Unternehmen ifm und Ansmann beteiligt. Fraunhofer koordiniert das Projekt und entwickelt unter anderem ein Bewertungsmodell, während die Universität Stuttgart ihre Expertise in der Ökobilanzierung einbringt. Die beiden Industrieunternehmen stellen ein 3D-Kamerasystem und ein Ladegerät zur Verfügung, an denen die Technologie getestet werden soll.

„Für uns ist es großartig, dass wir unsere KI-Forschung direkt in die Anwendung bringen können. In ManageR entwickeln wir gemeinsam mit führenden Forschungseinrichtungen neue Methoden und testen sie gleichzeitig an echten Industrieprodukten“, sagt Poledna.

Nach Abschluss des Forschungsprojekts im September 2029 soll die Technologie laut Poledna kommerziell angeboten werden. Geplant ist, sie künftig auch für weitere Elektronikprodukte einzusetzen. Wie breit das System anwendbar sein wird, hängt insbesondere von der Verfügbarkeit entsprechender Daten ab.

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