01.03.2017

Hansi Hansmann steigt bei Sportnetzwerk „myClubs“ ein

Das Wiener Startup myClubs setzt seinen Wachstumskurs mit digitalen Sportmitgliedschaften fort. Ein neu eingeführtes Corporate Fitness Angebot begeistert namhafte Investoren, darunter auch Startup-Urgestein Hansi Hansmann. Gründer Tobias Homberger erzählt dem Brutkasten die Entstehungsgeschichte von myClubs und wie es zu dem Investment kam.
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Hansi Hansmann steigt beim Wiener Sportnetzwerk Startup myClubs ein. (c)myClubs

myClubs bietet mit einem digitalen Abo Zugang zu mehr als 450 Sportanbietern in Österreich und der Schweiz. Ob Yoga, Fitness, Tennis oder Golf – der myClubs User hat die Wahl aus über 30 Sportarten in zwölf Städten. Gebucht wird über die App, unabhängig von Zeit und Ort. Seit Jahresbeginn umfasst das myClubs Angebot auch Sportlösungen für Unternehmen.

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„Fitnessstudio Rabatt ist nicht zeitgemäß“

Businesskunden bekommen die Möglichkeit auf die unterschiedlichen Sportgewohnheiten und -interessen aller Mitarbeiter einzugehen. Zu den ersten Kunden zählen Unternehmen wie SAP und Raiffeisen International. Das Corporate Fitness Angebot findet auch bei den neu gewonnen Investoren Anklang. Lead Investor Lukas Püspök hat mit seiner neuen Beteilgungsgesellschaft “Push Ventures” in das Wiener Startup investiert. „Ein Fitnessstudio Rabatt für alle Mitarbeiter ist einfach nicht zeitgemäß“, sagt Österreichs bekanntester Business Angel Dr. Johann “Hansi” Hansman, der mittlerweile an fast 45 Unternehmen beteiligt ist und mittlerweile auch bei myClubs.

Redaktionstipps

Vielfältige Anforderungen in einem Sportkonzept vereint

Tobias Homberger (c)myclubs

„Üblicherweise beschränken sich Firmenangebote auf die Förderung von Fitness-Studio Mitgliedschaften, die nur wenige Mitarbeiter tatsächlich nutzen. Zu viele Sportinteressen bleiben unberücksichtigt. Durch das myClubs Corporate Fitness Modell können Unternehmen jetzt mit einem Sportkonzept fast jeden Sportwunsch ihrer Mitarbeiter erfüllen“, erklärt myClubs Gründer Tobias Homberger. Den Mitarbeitern steht das gesamte myClubs Netzwerk aus über 2.500 wöchentlichen Workouts kostenlos zur Verfügung. Wie viele Sporteinheiten monatlich gesponsert werden, bestimmt jedes Unternehmen individuell. Auch die Förderung von myClubs Einzelabos ist möglich.

„Step by Step“ zur Qualitätsführerschaft

myClubs wurde im September 2014 gegründet und beschäftigt derzeit 18 Mitarbeiter in Wien und Zürich. Im letzten Jahr konnte das Startup zusätzlich mehr als eine Million Euro an Risikokapital durch Investoren einwerben. Mit dem Start des B2B Angebots und den neu gewonnenen Investoren steht dem
jungen Unternehmen ein weiteres spannendes Jahr bevor. “Wir planen unseren Innovationsvorsprung im Bereich vernetzter Sportangebote weiter auszubauen und wollen myClubs langfristig zu einem der führenden europäischen Sportanbieter im Qualitätssegment entwickeln.“, so Homberger.

„Ein Fitnessstudio Rabatt für alle Mitarbeiter ist einfach nicht zeitgemäß.“

Über myClubs

myClubs ist die digitale Sportlösung für alle, die nach Abwechslung suchen und gerne neue Workouts ausprobieren. Mit einer flexiblen Mitgliedschaft haben myClubs Kunden Zugang zu 250 unterschiedlichen Sportanbietern in Österreich. Trainiert wird zum Fixpreis, ohne Bindung oder Einschreibegebühren, kostengünstig und vor allem: Zeitlich und räumlich vollkommen flexibel. Montags Yoga, Mittwochs Fitness und Freitags Tennis – mit myClubs kein Problem. Alle Angebote können direkt über die App entdeckt und gebucht werden. Seit Jahresbeginn 2017 bietet myClubs auch Corporate Fitness Angebote für Unternehmen an.

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V.l.n.r.: Peter Llewellyn-Davies (Präsident BIOTECH AUSTRIA), Lejla Pock (CEO Human.technology Styria), Marcus Hofer (CEO Standortagentur Tirol) © BIOTECH AUSTRIA

Rund 250 Teilnehmer:innen aus zwölf Ländern, zwei Tage in Innsbruck, ein Motto: „Start up, Scale up, Step up!“ Mit vielen neuen Kontakten und einem guten Gefühl bin ich nach Hause gefahren und mit einer offenen Frage: Die österreichische Biotech-Branche ist so gut vernetzt wie nie, aber woher kommt  künftig das Geld, damit aus exzellenter Forschung Unternehmen werden, die in Europa groß werden?

Am Wissen fehlt es nicht. Ob Europa in der Biotechnologie mitspielt, entscheidet sich an der Finanzierung der Wachstumsphase.

Europa zwischen den USA, Golfstaaten und China

Der Schwerpunkt des Summits lag auf dem Scaleup, also auf dem Schritt vom Startup zum international wachsenden Unternehmen.

Ein Bild für die Zukunft der Pharmatrends zeichnete Claudio Albrecht, ehemaliger CEO der Stada AG. Er sprach darüber, wie Geopolitik, neue Technologien und sich wandelnde Gesundheitssysteme die Pharmaindustrie bis 2035 prägen könnten. Besonders hervorgehoben hat er dabei die Transformation Chinas von einer Service-Industrie zu einem Innovationsmotor sowie die Dynamik in den Golfstaaten. Europa widmete er keine eigene Folie in seiner Präsentation, was vom Publikum hinterfragt wurde. Es wirft die Frage auf, welchen Stellenwert Europa künftig im globalen Wettbewerb überhaupt noch spielen wird.

(c) Hofelich – Claudio Albrecht gab einen Ausblick in die Zukunft.

 Ein Champion, der nicht auswandern muss

Den Gegenentwurf lieferte Karl Nehammer, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB) und ehemaliger Bundeskanzler. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir vor allem ein Satz: „The next champion should not need to leave Europe in order to become a global champion.“ 

(c) Hofelich – Karl Nehammer, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB).

Das Ziel ist ambitioniert und gerade in der Biotechnologie bislang schwer erreichbar. Entwicklungszyklen dauern hier i. d. R. mehr als ein Jahrzehnt. 

Der Startup- & Scaleup-Dachfonds: eine gute Nachricht mit Fragezeichen

Für die Branche besonders interessant war die Diskussion über den geplanten österreichischen Dachfonds. Stefan Haubner, Founding Partner bei APEX Ventures, widmete sich der Frage, ob Europa ein eigenes Modell für Venture Capital braucht. Dabei ging es auch um den österreichischen Fund-of-Funds. 

Der Dachfonds soll Anfang 2027 starten. Der Staat steuert 100 Mio. Euro bei, institutionelle Investoren sollen weitere 400 Mio. Euro bringen. Das ist ein wichtiges Signal. Weil es ein Dachfonds ist, investiert er aber nicht direkt in Unternehmen, sondern in andere Fonds.

Wie viel von diesem Geld tatsächlich bei Biotech-Unternehmen ankommt, ist derzeit offen.

Life Sciences brauchen Investoren mit Fachwissen und langem Atem. Davon gibt es in Österreich nur wenige. Wenn der Dachfonds vor allem in Generalisten-Fonds fließt, könnte die Biotechnologie leer ausgehen.

Tirol zeigt, wie Standortarbeit aussieht

Auch organisatorisch war der Summit ein Vorzeigeprojekt. Veranstaltet wurde der Summit von BIOTECH AUSTRIA, Human.technology Styria und der Standortagentur Tirol. Vor Ort vertreten waren Peter Llewellyn-Davies, Präsident von BIOTECH AUSTRIA, Marcus Hofer, CEO der Standortagentur Tirol, und Lejla Pock, CEO von Human.technology Styria. Äußerst charmant moderiert hat Damita Pressl.

Die Villa Blanka hoch über Innsbruck bot eine außergewöhnliche Kulisse; ebenso das Gala-Dinner am Abend in der Rooftop-Bar des Hotels aDLERs. Begeistert zeigten sich auch die Teilnehmer:innen, die am Vortag im Rahmenprogramm die Skisprungschanze Bergisel besichtigt hatten. Ich selbst habe mir am Dienstagmorgen den Health Hub Tirol angesehen. Das Technologiezentrum ist seit knapp einem Jahr in Betrieb und bietet noch freie Flächen. Das ist die Art Standortpolitik, die wirkt: Infrastruktur, Netzwerk und ein Treffpunkt, an dem Forschung, Investor:innen und Politik tatsächlich ins Gespräch kommen.

Was es jetzt braucht

Der Summit hat gezeigt, dass die Branche sich der Herausforderungen bewusst ist und weiß, was zu tun ist.

Der nächste Champion muss nicht auswandern. Aber dafür muss das Kapital vor Ort stärker mobilisiert werden. 

Der fünfte Biotech Summit Austria findet am 21. und 22. Oktober 2027 in Graz statt. Bis dahin wissen wir mehr darüber, ob der Dachfonds auch der Biotechnologie hilft.


Disclaimer: Karin Hofelich ist Life Science Lead beim brutkasten-Schwestermagazin VentureCapital. Das VC Magazin war Medienpartner des Summits.

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