31.08.2020

Die digitale Sucht

Wer an Handy-Sucht leidet, der muss sich dies zuerst selbst eingestehen. Danach können schon kleine Maßnahmen helfen.
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Handy-Sucht im Alltag
Mit den richtigen Maßnahmen kann man die eigene Handy-Sucht bekämpfen. (c) beigestellt / Adobe Stock / DisobeyArt

Es gehört zur Natur der Sucht, dass Betroffene sie bestreiten. Im Fall von Handy-Nutzung und etlichen Apps ist es aber offensichtlich, dass viele von uns keinen gesunden Umgang damit pflegen (können) und regelrechte Anzeichen von Abhängigkeit oder gar Sucht entwickeln.  Die Architektur von Smartphones und Apps zielt auch genau darauf ab und User müssen lernen, sie verhaltenstechnisch sinnvoll in ihren Alltag zu integrieren. Ein unterschätztes Thema, das meist nur bei Kindern thematisiert wird. Bei ihnen fällt es verstärkt auf, da sie oft regelrechte Entzugserscheinungen zeigen, sobald man ihnen ihr Gerät wegnimmt. Die Grenze von einem gesunden Nutzungs- zu einem krankhaften Abhängigkeitsverhalten ist fließend und nicht immer einfach festzustellen. Vor allem für Erwachsene ist es besonders schwierig, sich die Sucht einzugestehen. Doch es gibt Ansätze, wie man der suchtfördernden Architektur gegensteuern und einen gesunden Umgang mit Smartphones und Dopamin erzeugenden Apps lernen kann.

Ist der „Suchtcharakter“ von Handy-Technologie real?

Anders als bei Drogen wie Cannabis oder Alkohol wird bei der Technologienutzung kein chemischer Stoff eingenommen, der eine Sucht auslösen könnte. Dennoch kann man von der Handy-Nutzung und diversen Apps regelrecht abhängig werden. Denn kluge Menschen haben sich sehr intensiv damit auseinandergesetzt, uns genau dazu zu bringen.

Nir Eyal hat auf viele von uns einen großen Einfluss, ohne dass wir davon wissen oder ihn kennen. Mit „Hooked – how to build habit forming products“ hat er einen Standard gesetzt, der die letzten Jahre in immer mehr Produkten Anwendung fand. Er tourte mit seinem 4-Stufenplan durch das Silicon Valley und schulte Entwickler darin, wie ihre Designs und UX-Flows beim User durch die Nutzung Dopamin ausschütten, sodass diese immer mehr davon wollen. Nachdem viele App-Entwickler seinen Anweisungen jahrelang gefolgt waren, wechselte Nir schließlich die Seite und brachte mit „Nicht abgelenkt“ ein Werk auf den Markt, das den Menschen ihre Freiheit wieder zurückgeben soll. Zwar mutet es ein wenig an, als würde ein Winzer einen Kurs zur Alkohol-Entwöhnung anbieten. Andererseits versteht wohl kaum jemand besser, wie unser digitales Suchtverhalten funktioniert.

Ab wann wird mein Verhalten zur Sucht?

Es wäre praktisch, einfach eine Stundenzahl anzugeben, mit der man den Suchtcharakter messen könnte. Nur so einfach ist das nicht. Die Kontrollfrage lautet vielmehr: Können wir uns gut konzentrieren und berufliche wie private Tätigkeiten durchführen, ohne von einem irrationalen Verlangen, zum Handy zu greifen, wiederholt abgelenkt zu werden?

Gloria (32), die wegen ihrer Handy-Sucht in Behandlung war, beschrieb ihre Symptome folgendermaßen: Zunächst erhöhte sich die Bildschirmzeit. Angefangen mit 1-2 Stunden, verbrachte sie irgendwann 4-5 und später mehr als 6 oder 7 Stunden pro Tag an ihrem Smartphone. In der nächsten Phase ihrer wachsenden Abhängigkeit merkte sie, dass sie ihrer Lieblingsbeschäftigung nicht mehr nachkommen konnte, nämlich zu lesen.

Sie war zu unruhig, ein Buch zu lesen oder einen Film durchgehend ansehen zu können. Ständig wurden Beschäftigungen durch den Blick auf ihr Handy unterbrochen. Kein Film, bei dem sie nicht binnen weniger Minuten auch am 2nd Screen war. Sie schaute immer häufiger auf Instagram, ob es neue Bewertungen gab und auf verschiedene Messenger, ob sie neue Nachrichten erhielt. Sie konnte auch nicht mehr ohne Handy aus dem Haus gehen. Sie beschlich ein Gefühl der Unsicherheit und sie hatte Angst, den Zugang zu den Medien zu verlieren.

Nomophobie, FOMO und die Handy-Sucht

Mediziner nennen diese noch unterschätzte Angststörung Nomophobie. Machte sie sich ihrer größer werdenden Abhängigkeit bewusst und versuchte gegenzusteuern, hatte sie echte Entzugserscheinungen. Auch auf ihrem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen war sie bald ständig am Handy, aus lauter „fear of missing out“ (FOMO). Dabei geht es um die Angst, sozial unbeachtet oder unwichtig zu sein. Verhaltensforscher Dan Ariely von der Duke University bezeichnet das Phänomen als die Befürchtung, falsche Entscheidungen darüber zu treffen, wie man seine Zeit verbringt und Wichtiges zu verpassen.

Die Abhängigkeit zum Smartphone ging einher mit einer zum Internet, und ein fehlender Zugang löste Nervosität und später sogar Panik aus. In einer dritten Phase begann sich ihre nun zunehmend erkennbare Sucht negativ auf ihren Schlaf auszuwirken. Das Handy war das letzte vorm Einschlafen und das erste beim Aufwachen, und auch in Wachphasen in der Nacht griff sie immer häufiger zum Gerät, um sich ablenken oder updaten zu lassen. Das Handy war beim Essen dabei, beim Arbeiten, bei Freizeitaktivitäten und suchte nach ihrer Aufmerksamkeit, wo sie es selbst eigentlich gar nicht mehr wollte. Und irgendwann kam die digitale Erschöpfung.  

Das Problem mit dem Suchtbegriff

Martina Mara von der JKU Linz, Expertin auf dem Gebiet der Roboter-Psychologie, kenne und schätze ich sehr. Ich rief sie anlässlich dieses Artikels an, um mich mit ihr zum Thema digitale Sucht auszutauschen und mehr über den aktuellen Forschungsstand zu erfahren. Ein Grund, weshalb sich ihrer Meinung nach die offizielle Psychologie so lange damit Zeit ließ, den Begriff „Sucht“ zu verwenden, lag darin, dass die Spielarten der digitalen Abhängigkeiten meistens unter bereits bekannte Suchtklassen subsumiert werden konnten.

Jemand, der zwanghaft online mit dem Handy Unnötiges einkauft, leidet vielleicht einfach an einer Einkaufssucht. Wer zu Narzissmus neigt und immer mehr Anerkennung aus Online-Plattformen braucht, hat eine klassische Anerkennungssucht, die sich eben online materialisiert. Doch scheinen gezielte Architekturen (UX, UI, Gamification, etc,) in den Technologien wie Smartphones, Spiele oder Social Media bewusst Abhängigkeiten auslösen zu wollen, die mit bisherigen Krankheitsbildern nicht hinreichend erklärbar waren. Laut Professor Mara habe es zwar schon länger viele Studien zum Thema, vor allem zu Spezialgebieten wie der Online-Spiele- oder Social Media-Sucht, gegeben. Die offizielle Medizin aber habe länger gebraucht, um „Online-Sucht“ medizinisch zu klassifizieren. Tatsächlich findet man sie erst seit 1,5 Jahren im offiziellen Diagnosekatalog der WHO (ICD-11).

Was tun gegen die Handy-Sucht?

Ob wir schon im medizinischen Sinne süchtig sind oder einfach einen problematischen Umgang mit Medien und Technologie aufweisen – wir sollten jedenfalls aufmerksam sein und hinschauen, wenn sich unser tägliches und soziales Verhalten oder das unserer Partner technologiebedingt zum Negativen verändert. Es sind nicht nur unsere Kinder, die regelrechte Entzugserscheinungen zu erleben scheinen, wenn wir ihnen das Handy entziehen oder den Computer oder Fernseher abdrehen. Wir Erwachsenen zeigen dieselben Symptome, haben aber oft niemanden, dem dies auffällt oder der es aktiv anspricht.

Die gute Nachricht, glaubt man gut besuchten amerikanischen Selbsthilfegruppen: Suchtverhalten bei Smartphones und Internet lässt sich bis zu einem bestimmten Grad auch selbst in den Griff kriegen, sofern man sich das Problem auch eingesteht. Ich habe hier die am häufigsten genannten Maßnahmen zusammengefasst, die bei Betroffenen zu spürbarer Besserung führten.

  • Für viele ist eine völlige Handy-Auszeit einfacher zu gestalten als eine schrittweise. Jene Menschen sollten damit beginnen und dann beim Wiederverwenden ihren neuen Nutzungsregeln folgen.
  • Manche nutzen Urlaube und Ferien dazu, sogenannten „digital detox“ zu betreiben. Dabei verzichten sie auf Social Media oder sogar ganz aufs Handy. Diese Phase könnte gut genutzt werden, danach mit neuen Regeln die Nutzung zu starten.
  • Bei Arbeiten, die Konzentration brauchen, das Handy abschalten, damit echter Fokus möglich ist. Es werden zumindest 2-3 Stunden dauernde Intervalle empfohlen. Selbst schon bei geringer Abhängigkeit wartet man unbewusst auf eine Meldung am Handy, die das Belohnungssystem im Gehirn anspricht. Studien zeigen, dass das Gehirn bei komplexen Tätigkeiten bis zu 15 Minuten braucht, um den vollen Fokus wieder zu finden, wenn es mal unterbrochen wurde.
  • Nicht durch erwartete digitale Dauerpräsenz stressen lassen. Wenn Sie nicht erreichbar sind, beruflich oder privat, ist das Ihr gutes Recht. Es hilft Ihnen dabei, produktiv zu sein oder sich zu erholen. Beides ist legitim und wichtig.
  • Nicht wirklich benötigte Funktionen vom Smartphone wieder entkoppeln, z.B. Armbanduhr nutzen statt dem Handydisplay, einen Wecker zulegen, Bücher nicht auf dem Handy lesen, Radio nicht am Handy hören, etc..
  • Nachrichten- und Social-Media-Kanäle zu festgelegten Zeiten ansehen. Gelingt das wegen zu hoher Abhängigkeit nicht mehr, dann diese für zumindest 2 Monate stilllegen und danach versuchen, sie zeitlich beschränkt zu nutzen.
  • Sich alleine auf die Dinge konzentrieren, die man gerade tut und das Handy nicht nebenbei nutzen.
  • Sämtliche Push-Notifications abschalten und keiner App erlauben, von sich aus die Aufmerksamkeit auf diese zu ziehen.
  • Email-Notifications auf Arbeitszeit befristen (geht bei den meisten Modellen) oder abschalten, wenn man ohnedies auf einem Rechner arbeitet.
  • Die Smart Watch dort deaktivieren, wo sie redundant arbeitet oder die Aufmerksamkeit ohne größeren Mehrwert auf sich zieht.
  • Sich selbst die Regel setzen, dass anwesende Menschen immer Vorrang haben bei Treffen und das Smartphone jeweils stumm schalten. Das Handy sollte nie die oberste Priorität bekommen.

Sollten Sie beschriebene Anzeichen wahrnehmen und gegensteuern wollen, tun Sie das und sprechen Sie auch darüber, wenn das hilft. Die neuen Technologien kamen sehr schnell in unser Leben und haben alle Lebensbereiche erobert. Diese Anpassungsprobleme sollten uns deshalb nicht überraschen und können jeden treffen. Einen gesunden Umgang im Alltag mit diesen Technologien zu lernen, hat nichts mit Technologie-Skepsis zu tun, sondern ganz im Gegenteil mit einem reifen und  gesunden Technologie-Verständnis und einer gut entwickelten Medien-Kompetenz. 

Weiterführende Links

Über den Autor

Mic Hirschbrich ist CEO des KI-Unternehmens Apollo.AI, beriet führende Politiker in digitalen Fragen und leitete den digitalen Think-Tank von Sebastian Kurz. Seine beruflichen Aufenthalte in Südostasien, Indien und den USA haben ihn nachhaltig geprägt und dazu gebracht, die eigene Sichtweise stets erweitern zu wollen. Im Jahr 2018 veröffentlichte Hirschbrich das Buch „Schöne Neue Welt 4.0 – Chancen und Risiken der Vierten Industriellen Revolution“, in dem er sich unter anderem mit den gesellschaftspolitischen Implikationen durch künstliche Intelligenz auseinandersetzt.

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Goldene Houskapreis-Statue, Foto: Alexander Müller

Gute Forschung entsteht in Österreich viel. Was seltener gelingt, ist der Schritt danach: dass aus einer Erkenntnis ein Produkt wird, ein Verfahren, ein Unternehmen. Genau an dieser Schnittstelle setzt der Houskapreis der B&C Privatstiftung an. Ausgezeichnet werden Projekte, die wissenschaftliche Qualität mit konkreter wirtschaftlicher Wirkung verbinden. Mit einem Gesamtpreisgeld von 760.000 Euro ist er Österreichs größter privater Preis für anwendungsnahe Forschung.

Nun geht der Preis in seine 22. Runde. Die Einreichphase für den Houskapreis 2027 ist im September gestartet und läuft bis einschließlich 28. Oktober 2026. Eingereicht wird ausschließlich online unter www.houskapreis.at.

Warum der Fokus auf Anwendung? Erich Hampel, Vorstandsvorsitzender der B&C Privatstiftung, erklärt es so: „Forschung und Innovation sind wesentliche Voraussetzungen für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes. Gerade in einem zunehmend technologiegetriebenen internationalen Umfeld wird es für Österreich entscheidend sein, wissenschaftliche Erkenntnisse erfolgreich in die wirtschaftliche Praxis zu überführen. Dafür braucht es wissenschaftliche Exzellenz ebenso wie unternehmerisches Denken und den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Mit dem Houskapreis zeichnen wir Projekte aus, die diese Verbindung erfolgreich herstellen und wirtschaftliche Wirkung entfalten.“

Forschungspreis in drei Kategorien

Vergeben wird der Houskapreis 2027 in den Kategorien Hochschulforschung, Außeruniversitäre Forschung sowie Forschung & Entwicklung in KMU. Teilnahmeberechtigt sind österreichische staatliche und private Universitäten inklusive Fachhochschulen, Christian Doppler Labors, die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), das Institute of Science and Technology Austria (ISTA), heimische außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie kleine und mittlere Unternehmen. Gemeinsame Voraussetzung: Die wesentlichen Forschungsleistungen müssen in Österreich erbracht worden sein.

Auch der Houskapreis 2027 wird im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung vergeben, am 20. April 2027 in Wien | (c) Alexander Müller

Wie weit ein Projekt sein muss, hängt von der Kategorie ab. In der Hochschulforschung reicht es, wenn die wirtschaftliche Umsetzung unmittelbar bevorsteht oder bereits erfolgt ist. In der außeruniversitären Forschung muss sie schon passiert sein. Bei KMU muss das Projekt zusätzlich abgeschlossen sein und bereits Umsätze am Markt erzielen.

Was KMU wissen müssen

Für Unternehmen gelten klare Voraussetzungen. Sie müssen der KMU-Definition von EU und FFG entsprechen, ihren Firmensitz und ihre wesentlichen Forschungsaktivitäten in Österreich haben, maximal 249 Mitarbeiter:innen beschäftigen und einen Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro ausweisen. Außerdem müssen sie seit mindestens zwei Jahren bestehen, also vor dem 31. Dezember 2024 im Firmenbuch eingetragen worden sein, und dürfen in keinem Beteiligungsverhältnis zur B&C-Gruppe stehen.

Die Kategorie steht auch jüngeren Unternehmen offen, sofern sie die genannten Voraussetzungen erfüllen. Entscheidend ist, dass das Unternehmen seit mindestens zwei Jahren besteht und mit seiner Innovation schon Umsätze erzielt. Wie realistisch die Chancen sind, hat der Vorjahresjahrgang gezeigt: Alle drei Nominierungen in der KMU-Kategorie gingen an heimische innovative Unternehmen, den ersten Platz holte sich das Linzer Unternehmen sendance.

Bewertung und Einreichung

Die Bewertung erfolgt in einem zweistufigen Verfahren durch Fachbeiräte pro Kategorie und eine international renommierte Jury aus Wirtschaft und Wissenschaft. Gewichtet wird dabei je nach Kategorie unterschiedlich: Bei der Hochschulforschung zählt die wissenschaftliche Qualität am meisten, bei KMU der wirtschaftliche Erfolg, der mit 40 Prozent in die Bewertung einfließt.

Vier Trophäen, vier Auszeichnungen: Der Houskapreis 2027 wird in drei Kategorien vergeben, dazu kommt der mit 10.000 Euro dotierte Mariella-Schurz-Preis, über den eine Oberstufenklasse entscheidet. | (c) Alexander Müller

Für die Einreichung braucht es je ein einseitiges Abstract auf Deutsch und Englisch sowie ein Dossier von maximal zehn Seiten. KMU dürfen das Dossier auf Deutsch oder Englisch verfassen, in den beiden anderen Kategorien ist Englisch vorgeschrieben. Hochschulen legen mindestens einen Letter of Intent eines Wirtschaftspartners bei, außeruniversitäre Einrichtungen mindestens einen Kooperationsnachweis. In allen Anträgen ist zudem der Beitrag zu den SDGs zu beschreiben.

Preisgeld und Termine

Pro Kategorie werden drei Projekte nominiert, und alle drei gehen mit Preisgeld nach Hause: 150.000 Euro für den ersten Platz, 70.000 Euro für den zweiten, 30.000 Euro für den dritten. Die Erstplatzierten bekommen von der B&C Privatstiftung zusätzlich die goldene Houskapreis-Statue überreicht.

Darüber hinaus vergibt die B&C Privatstiftung den mit 10.000 Euro dotierten Mariella-Schurz-Preis an eines der nominierten Projekte, das eine Oberstufenklasse auswählt. Die Preisgelder gehen an die Institutionen und kommen dort weiteren Forschungsarbeiten zugute.

Die Nominierten werden im Februar 2027 bekannt gegeben, die Verleihung findet am 20. April 2027 in Wien statt. Wer sich vorab informieren will, hat am 5. Oktober 2026 um 14 Uhr bei einer weiteren Online-Informationsveranstaltung Gelegenheit dazu, Anmeldung unter [email protected]. Im Vorjahr gingen die ersten Plätze an die TU Wien, das AIT Austrian Institute of Technology und das Unternehmen sendance. brutkasten hat über die neun Nominierungen für den Houskapreis 2026 berichtet.

Einreichung: bis 28. Oktober 2026 unter www.houskapreis.at
Kontakt: [email protected]

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AI Summaries

Die digitale Sucht

  • Im Fall von Handy-Nutzung und etlichen Apps ist es offensichtlich, dass viele von uns keinen gesunden Umgang damit pflegen (können) und regelrechte Anzeichen von Abhängigkeit oder gar Sucht entwickeln.
  • Die Architektur von Smartphones und Apps zielt auch genau darauf ab und User müssen lernen, sie verhaltenstechnisch sinnvoll in ihren Alltag zu integrieren.
  • Die Grenze von einem gesunden Nutzungs- zu einem krankhaften Abhängigkeitsverhalten ist fließend und nicht immer einfach festzustellen.
  • Vor allem für Erwachsene ist es besonders schwierig, sich die Sucht einzugestehen.
  • Ein Grund, weshalb sich ihrer Meinung nach die offizielle Psychologie so lange damit Zeit ließ, den Begriff „Sucht“ zu verwenden, lag darin, dass die Spielarten der digitalen Abhängigkeiten meistens unter bereits bekannte Suchtklassen subsumiert werden konnten.
  • Einen gesunden Umgang im Alltag mit diesen Technologien zu lernen, hat nichts mit Technologie-Skepsis zu tun, sondern ganz im Gegenteil mit einem reifen und  gesunden Technologie-Verständnis und einer gut entwickelten Medien-Kompetenz.

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