27.03.2024
PHOTOVOLTAIK

Hallosonne: Verbund-Corporate-Startup liefert Lösung im Falle von Blackout

Das Corporate-Startup von Verbund Hallosonne liefert eine Reihe an Lösungen für PV-Anlangen. Nun präsentierte das Unternehmen ein neues Feature, das im Falle eines Blackout helfen soll.
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Das Führungsteam Xenia Gangl, Valerie Pretscher, Marco Vitula, Anna Utermühlen
Das Führungsteam Xenia Gangl, Valerie Pretscher, Marco Vitula, Anna Utermühlen | Foto: Hallo Sonne

Spätestens seit dem Erscheinen des Besteller-Buchs Blackout des österreichischen Autors Marc Elsberg ist das Thema eines flächendeckenden Zusammenbruchs der Stromversorgung in die Mitte der Gesellschaft angekommen. Dementsprechend groß ist auch die Nachfrage nach Lösungen, die im Ernstfall die negativen Auswirkungen minimieren können. Dazu zählen auch alternative Stromquellen, wie dezentrale PV-Anlagen. Doch auch diese müssen für den Worst Case gerüstet sein und unabhängig vom öffentlichen Stromnetz agieren können.

Kooperation mit Solax

Eine Lösung dafür bietet das österreichische Corporate-Startup Hallosonne, das dafür mit der deutschen Firma Solax eine Zusammenarbeit einging. Die Technologie von Solax, ein Hybrid-Wechselrichter und Stromspeicher, ist seit dem 1. Februar in allen Photovoltaikanlagen des Verbund-Corporate Startups standardmäßig integriert, wie das Startup am Mittwoch mitteilte.

„Mit der innovativen Hallosonne Smart Technologie bleiben Kundinnen und Kunden auch bei einem Stromausfall nicht im Dunkeln. Sie ermöglicht es, einfach auf Inselbetrieb umzuschalten. Das bedeutet, dass Haushaltsgeräte wie der Herd, das Radio, die Warmwasserversorgung und die Beleuchtung bei einem Blackout weiterhin genutzt werden können – und das alles gleichzeitig“, so Daniel Janisch, der bei Hallosonne die Produkttechnologie verantwortet.

Hallosonne mit Verkaufssteigerung gegenüber Jänner

Die neue Speicherfunktion im blackout-fähigem PV-System kommt bei den Kund:innen an. Interim Geschäftsführer von Hallosonne, Marco Vitula: „Dank der Einführung unserer Solax Technologie Anfang Februar konnten wir unsere Verkaufszahlen im Vergleich zum Jänner signifikant steigern.“

Das Corporate-Startup beobachtet den Trend, die Abhängigkeit von Stromanbietern und schwankende Stromkosten zu reduzieren, insbesondere bei Solaranlagenbesitzer:innen. Außerdem merkt Vitula an, dass Kund:innen verstärkt auf einen Return-of-Investment Wert legen. Also mehr als nur sauberen Strom und ein gutes Gewissen von ihren Anbietern einfordern.

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Majourny
© Majourny - Severin Bergsmann und Fabian Pischinger.

Es begann mit einer App, die KI zur automatischen Routenerstellung nutzte. Basierend auf ihren Interessen bekamen Nutzer:innen Empfehlungen für Hotels, Restaurants und Aktivitäten in der ausgewählten Stadt. Die Routen konnten dann in einem Feed geteilt werden, um Vertrauen zu schaffen und die App von rein algorithmischen Planern zu unterscheiden. Das Ziel der beiden Gründer Fabian Pischinger und Severin Bergsmann war es, als B2C-Reiseplaner Endkund:innen zu erreichen. Doch dann sprach man mit den Hotels.

Majourny-Founder: „Haben nicht im Office überlegt“

„Je mehr wir mit Hotels gesprochen haben, desto klarer wurde: Die Gäste sind längst digital, die Betriebe dahinter oft noch nicht. Dort geht jeden Tag enorm viel Zeit für Telefonate, Zettel und Nachfragen verloren“, sagt Pischinger. Also pivotierte man und versteht sich jetzt als B2B-Plattform für Hotels. Das Wissen über die Erwartungen digitaler Gäste nahm das Team mit. „Die Gen Z will ihre Anliegen digital erledigen, zu jeder Uhrzeit. Gleichzeitig hat das Personal schlicht keine Kapazität mehr, alles händisch abzufangen.“

Seit Ende 2025 entsteht die Software direkt im Hotelalltag, gemeinsam mit dem Stift Schlägl und dem Boutiquehotel Königswieserhof im Bezirk Freistadt. Als dritter Pilotbetrieb kamen die ARVE Chalets auf der Turracher Höhe dazu.

„Wir haben nicht im Büro überlegt, was Hotels brauchen könnten. Wir waren im Betrieb und haben gesehen, wo jeden Tag Zeit verloren geht“, ergänzt Pischinger. Unterstützt wird die Entwicklung durch ein FFG-Kleinprojekt, das Projektvolumen beläuft sich auf 150.000 €. Das Ziel des Projektes ist es, Hotels autonomer zu gestalten und Abläufe mittels KI-Agenten zu vereinfachen.

Daten automatisch ins System

Majourny wird an das bestehende Property-Management-System (PMS) des Hotels angebunden. Anreisen, Zimmernummern und Aufenthaltsdaten fließen somit automatisch ins System, eine zusätzliche Insellösung entstehe nicht. Der TeamHub bündelt Aufgaben, Übergaben und Kommunikation zwischen Rezeption, Housekeeping, Haustechnik und Küche. Eine KI-Wissensdatenbank soll auch neuen oder saisonalen Mitarbeiter:innen Antworten zum Haus liefern, und über einen digitalen Concierge erreichen Gäste das Hotel rund um die Uhr.

Zielgruppe sind der Aussendung zufolge Boutiquehotels, inhabergeführte Hotels und Chalets, also Betriebe, in denen wenige Menschen viele Rollen übernehmen und für eine eigene IT-Abteilung kein Platz ist.

Mit Version 1.0 startete im September auch der Vertrieb. Langfristig sollen KI-Agenten einen großen Teil der Back-Office-Arbeit in Hotels selbstständig erledigen. Die Verantwortung bleibe dabei beim Menschen: Entscheidungen über Preise, Kulanz oder Beschwerden treffe weiterhin das Hotel. „Die KI soll niemanden ersetzen“, so die Founder. „Sie soll die Arbeit übernehmen, die keiner gerne macht, damit wieder mehr Zeit für die Gäste bleibt.“

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