05.02.2015

Halbe Milliarde US-Dollar für Fitness-Daten von über 100 Millionen User

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Der Kampf um Userdaten ist auch im Fitness-Bereich entflammt

Fitness via App. Heutzutage ist es einfach, seine sportlichen Fortschritte, seine Essensgewohnheiten oder Diäterfolge zu „tracken“. Verschiedene FitnessApps sorgen dafür, dass man weiß, wie viele Kalorien man beim Joggen bei welcher Geschwindigkeit und Dauer verbrennt. Oder wie viel Zucker im Lieblings-Joghurt steckt.

Wahrscheinlich hat man sogar mehrere Apps bereits ausprobiert und MyFitnessPal, MapMyFitness oder Endomondo waren darunter. Alle drei gehören ab sofort zur Sportbekleidungsfirma Under Armour.

Und die Firma hat große Pläne: Sie möchte laut eigenen Aussagen „die weltweit größte digitale Gesundheits- und Fitness Community“ aufbauen.

Dieses Ziel hat sich Under Armour einiges kosten lassen:

Die in Baltimore sitzende Firma hat für 85 Mio. US-Dollar die Fitness-Apps Endomondo und für beachtliche 475 Mio. US-Dollar MyFitnessPal gekauft. Zusammen haben die beiden über 100 Millionen registrierte User, die ihre Fitness dokumentieren.

Das Unternehmen bekommt durch den Kauf Zugang zu einer beachtlichen Menge an Gesundheits-Daten der App-User. Und große Unternehmen haben längst erkannt, dass User-Informationen in der Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Gerade im Gesundheitssektor wird man sich hier noch auf einige Überraschungen gefasst machen können.

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Metaloop, Investment
(c) Metaloop - Die beiden Metaloop-Founder Jan Pannenbäcker (r.) und Alexander Schlick.

Es schien, eine der heimischen Scaleup-Erfolgsstorys zu werden: Vor zwei Jahren sprachen die beiden Metaloop-Founder Jan Pannenbäcker und Alexander Schlick noch von achtstelligen Umsätzen und starkem Wachstum – brutkasten berichtete. Nun gab es aber einen deutlichen Dämpfer: Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) vermeldet, dass die Metaloop Europe GmbH ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Vom zuständigen Landesgericht wurde ein Sanierungsverfahren eröffnet.

Metaloop: 163 Gläubiger

Die Passiva betragen laut AKV rund 11,08 Millionen Euro (163 Gläubiger) – aktuell sind zehn Mitarbeitende beschäftigt, Gehälter wurden bis inklusive Mai ausbezahlt.

„Nach einer verlustreichen Aufbauphase mit steigenden Umsätzen erreichte das Unternehmen Anfang 2026 den Break-even und arbeitet seither aufgrund einer Fokussierung auf margenstärkere Geschäfte sowie effizienterer Strukturen leicht profitabel. Die Liquidität blieb jedoch angespannt, da weitere Eigenkapitalzuführungen ausblieben. Dies führt zu erhöhtem Aufwand im Tagesgeschäft, eingeschränkter Geschäftsentwicklung und Vertrauensverlust bei Partnern“, liest man beim AKV.

Und weiter. „Trotz positiver operativer Entwicklung reichen die Mittel gemäß eigener Angaben jedoch nicht aus, um anstehende Kreditrückzahlungen zu bedienen. Mangels weiterer Finanzierung besteht daher keine positive Fortbestehensprognose. Laut der uns vorliegenden Unterlagen bewertet die Schuldnerin ihre Aktiva mit rund 10,2 Millionen Euro.“

Fortführung geplant

Das Unternehmen soll fortgeführt und über einen Sanierungsplan entschuldet werden. Dabei sollen die Insolvenzgläubiger eine Quote von 20 Prozent erhalten, die innerhalb von zwei Jahren nach Annahme des Plans ausbezahlt werden soll. Finanziert werden soll dies zunächst durch den Abbau von Lagerbeständen und das Eintreiben offener Forderungen sowie später aus den laufenden Geschäftserträgen.

Der Sanierungsplan wird vor der Abstimmung noch konkretisiert bzw. angepasst, während der Alpenländische Kreditorenverband seine Umsetzbarkeit prüft und dabei auch bewertet, ob der Zahlungsvorschlag – der nur dem gesetzlichen Minimum entspricht – noch verbessert werden kann.


Eine Anfrage an die beiden Gründer zu den Hintergründen wurde vonseiten des brutkasten gestellt.

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