05.02.2015

Halbe Milliarde US-Dollar für Fitness-Daten von über 100 Millionen User

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Der Kampf um Userdaten ist auch im Fitness-Bereich entflammt

Fitness via App. Heutzutage ist es einfach, seine sportlichen Fortschritte, seine Essensgewohnheiten oder Diäterfolge zu „tracken“. Verschiedene FitnessApps sorgen dafür, dass man weiß, wie viele Kalorien man beim Joggen bei welcher Geschwindigkeit und Dauer verbrennt. Oder wie viel Zucker im Lieblings-Joghurt steckt.

Wahrscheinlich hat man sogar mehrere Apps bereits ausprobiert und MyFitnessPal, MapMyFitness oder Endomondo waren darunter. Alle drei gehören ab sofort zur Sportbekleidungsfirma Under Armour.

Und die Firma hat große Pläne: Sie möchte laut eigenen Aussagen „die weltweit größte digitale Gesundheits- und Fitness Community“ aufbauen.

Dieses Ziel hat sich Under Armour einiges kosten lassen:

Die in Baltimore sitzende Firma hat für 85 Mio. US-Dollar die Fitness-Apps Endomondo und für beachtliche 475 Mio. US-Dollar MyFitnessPal gekauft. Zusammen haben die beiden über 100 Millionen registrierte User, die ihre Fitness dokumentieren.

Das Unternehmen bekommt durch den Kauf Zugang zu einer beachtlichen Menge an Gesundheits-Daten der App-User. Und große Unternehmen haben längst erkannt, dass User-Informationen in der Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Gerade im Gesundheitssektor wird man sich hier noch auf einige Überraschungen gefasst machen können.

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Das Ohana Gründer-Trio Christian Orgler, Stephan Brunner und Kevin Snajda | (c) Ohana
Das Ohana Gründertrio Christian Orgler, Stephan Brunner und Kevin Snajda | (c) Ohana

Ohana ist eine Kinderschutz-App von Christian Orgler, Stephan Brunner und Kevin Snajda. Kurz nach der Gründung 2022 investierten die Runtastic-Gründer rund um Florian Gschwandtner mit ihrer Beteiligungsgesellschaft 8eyes einen nicht näher genannten Betrag in das Startup (brutkasten berichtete). Im Jahr darauf holte man Hansi Hansmann an Bord, welcher ein siebenstelliges Investment mitfinanzierte. 2025 folgte eine Partnerschaft mit Drei. Nun lanciert Swisscom mit Kids Security eine neue App für digitale Kindersicherheit. Die Technologie dahinter stammt vom österreichischen Unternehmen Ohana.

Ohana setzt auf Inklusion und Transparenz

Für ihre neue App Kids Security liefert und betreibt Ohana die Grundlage des neuen Angebots der größten Schweizer Telekommunikationsanbieterin. Sie soll konkret Familien bei einem sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Smartphone und Internet unterstützen. Die plattformübergreifende Technologie verbindet dabei technische Schutzfunktionen mit einem Ansatz, der auf Transparenz, Medienkompetenz und die aktive Einbindung von Kindern setzt.

Kids Security ermöglicht Eltern unter anderem, Bildschirmzeiten zu strukturieren, Apps und Online-Inhalte zu verwalten sowie Einblicke in die Gerätenutzung ihrer Kinder zu erhalten. Dabei setzt die Lösung nicht auf reine Kontrolle: Kinder werden aktiv eingebunden, Regeln und Einstellungen bleiben für sie nachvollziehbar und Familien werden dabei unterstützt, gemeinsam einen gesunden Umgang mit digitalen Medien zu entwickeln.

Neues Handlungsfeld für Telekommunikationsanbieter

„Telekommunikationsanbieter begleiten Familien jeden Tag in der digitalen Welt. Damit sind sie auch in einer besonderen Position, Eltern und Kinder dabei zu unterstützen, sich sicher und selbstbestimmt darin zu bewegen“, sagt Orgler, Geschäftsführer von Ohana. „Dass Swisscom digitale Kindersicherheit als Teil des eigenen Angebots aufgreift, zeigt, welche Bedeutung das Thema mittlerweile hat.“

Smartphones, Social Media und Gaming sind längst fester Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen. Gleichzeitig stehen viele Eltern vor der Frage, wie sie ihre Kinder schützen können, ohne ihre Privatsphäre übermäßig einzuschränken, heißt es in der Presseaussendung. Für Telekommunikationsanbieter entsteht laut Ohana damit ein neues Handlungsfeld: Neben Konnektivität und Zugang zur digitalen Welt gewinnt auch die Frage an Bedeutung, wie Familien bei der sicheren Nutzung unterstützt werden können.

Ohana-Founder: „Ein Meilenstein“

„Swisscom ist für uns eine wichtige Partnerin und der Launch von Kids Security ein großer Meilenstein“, so Orgler weiter. „Digitale Kindersicherheit wird für Telekommunikationsanbieter zunehmend zu einem Thema, an dem sie nicht mehr vorbeikommen. Wer Familien Zugang zur digitalen Welt bietet, muss sich auch damit auseinandersetzen, wie Kinder diese sicher und gesund nutzen können. Swisscom geht diesen Schritt jetzt und wir sind überzeugt, dass weitere Anbieter folgen werden.“

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