20.01.2023

Habibi & Hawara schließt drei von fünf Restaurants wegen Insolvenz

Das Sozialunternehmen Habibi & Hawara ist insolvent. Drei von fünf Lokalen müssen nun geschlossen und 67 Mitarbeiter:innen gekündigt werden.
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Martin Rohla - Habibi & Hawara
(c) Habibi&Hawara - Investor Martin Rohla.

Die aktuelle Multi-Krisen-Situation treibt viele Unternehmen in die Insolvenz. Davon ist jetzt auch das Sozialunternehmen Habibi & Hawara, das seit 2016 orientalische Gerichte “von Flüchtlingen für Österreicher:innen” anbietet, betroffen. Seit der Initiierung im Jahr 2015 von Martin Rohla, Stefan Wieland, Katha Schinkinger und David Kreytenberg hatte Habibi & Hawara kürzlich noch fünf Lokale. Nun ist das Unternehmen insolvent und muss drei von fünf Restaurants schließen, das berichtet “Die Presse”.

Corona, Umsatzeinbrüche und Preissteigerungen führten zu Insolvenz

Trotz zahlreicher Hilfsmaßnahmen wie zusätzliches Kapital von Martin Rohla, der durch seine Goodshares Beteiligungs GmbH nicht nur Initiator, sondern auch Hauptgesellschafter von Habibi & Hawara ist, habe man die Folgen von “Corona, unerwarteten starken Umsatzeinbrüchen im Herbst sowie Preissteigerungen im Einkauf” nicht vermeiden können, so Rohla gegenüber “Die Presse”. Auch die Stadt Wien hat mit dem Unterstützungsprojekt “Stolz auf Wien” versucht, das Sozialunternehmen vor der Insolvenz zu schützen, leider vergeblich.

Habibi & Hawara muss 67 Mitarbeiter:innen kündigen

Bis auf das Restaurant in der Wippingerstraße sowie dem Lokal beim Rochusmarkt – von dem aus das Habibi & Hawara Catering betrieben wird – sollen die restlichen drei Standorte im Nordbahnviertel, in der Siebensterngasse sowie in der Seestadt schließen.

Auf Lokalschließungen folgen auch Kündigungen, die laut Kurier aktuell 67 Mitarbeiter:innen betreffen. Laut Rohla wurde ein Großteil am Donnerstag darüber informiert. Die Zukunft der bestehenden Lokale sei noch ungewiss. Jedoch werde der Investor sich bemühen, für die Fortführung neue Co-Investor:innen an Bord zu holen.

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Der autonome Bus der Marke Otokar | © ÖBB / Daniel Willinger
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In einigen US-amerikanischen und chinesischen Städten gehören Robotaxis bekanntlich längst zum Stadtbild. In Österreich verläuft die Verbreitung des autonomen Fahrens, wie so viele andere Dinge, langsamer. Bereits seit 2017 etwa arbeitet die Initiative SURAAA im Kärntner Pörtschach mit autonomen Kleinbussen (brutkasten berichtete). 2019 starteten die Wiener Linien einen mehrjährigen Testbetrieb autonomer Kleinbusse in der Seestadt Aspern (brutkasten berichtete), beendeten das Projekt aber nach der Testphase. Zu einem größeren Rollout kam es bislang nicht.

100 autonome Busse in zwei Jahren

Doch das soll sich jetzt ändern. Bei einem Termin am Westbahnhof, über den mehrere Medien berichteten, legten unter anderem Infrastrukturminister Peter Hanke, ÖBB-Chef Andreas Matthä und Kerem Erman vom türkischen Mobilitäts-Unternehmen Otokar einen Rollout-Plan dar, der erstmals über Testphasen bzw. stark eingegrenzte Projekte hinausgeht.

Demnach sollen bereits in zwei Jahren bis zu 100 autonom fahrende Busse von Otokar für ÖBB Postbus etwa im Vorarlberger Rheintal oder im oberösterreichischen Zentralraum unterwegs sein. In der spanischen Hauptstadt Madrid befinden sich die „e-Centro“-Busse des türkischen Anbieters, die Platz für bis zu 32 Fahrgäste bieten, bereits im regulären Einsatz.

Gesetze müssen erst angepasst werden

Begleitend soll die heimische Gesetzeslage ab September schrittweise angepasst werden, damit in zwei Jahren dann auch Fahrten ohne die aktuell noch obligatorischen Sicherheitsfahrer:innen (Anm. d. Red.: die das Konzept ad absurdum führen) rechtlich möglich sind. Dabei räumt Minister Hanke, wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, ein: „Es wird dauern, bis die Bevölkerung diesen Fahrzeugen vertraut. Aber wir wollen zum Regelbetrieb, und nicht nur mit einem Bus, sondern mit einer Flotte.“

Vom ersten Test in Alpbach in den Rollout

Doch nun wird – wie sollte es anders sein – zuerst einmal getestet. Und der erste Test erfolgt in ländlicher, aber durchaus prominenter Umgebung: beim Europäischen Forum Alpbach. Dort wird der Testbetrieb in kleinem Ausmaß auf einer definierten Strecke stattfinden. Unter Bedingungen, die den später geplanten Einsatzbedingungen deutlich näher kommen, findet dann der nächste Testlauf statt. Nach dem Forum Alpbach zieht der Bus weiter in den Industriepark „Campus Wolfurt“ im Bezirk Bregenz in Vorarlberg. Dort wird er dann Campus und S-Bahn verbinden.

Die langfristige Vision ist auch bereits skizziert. Verläuft der oben beschriebene Rollout in den kommenden zwei Jahren nach Plan, soll eine flächendeckende Ausbreitung folgen. Letztlich will man Öffi-unterversorgte ländliche Regionen, wo, wie Hanke es ausdrückt, „keine U-Bahn mehr hinkommt, wo der Bus nicht mehr so groß sein muss“ in ganz Österreich abdecken.

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