17.04.2025
PERSONALIE

Gurkerl-Geschäftsführer geht

Mark Hübner gibt bekannt, seine Rolle als Geschäftsführer der Online-Supermärkte Knuspr und Gurkerl zurückzulegen. Olin Novák besetzt die Stelle neu.
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Mark Hübner (li) verlässt Rohlik Group. Olin Novák (re) wird neuer Geschäftsführer. (c) Knuspr/Rohlik Group
Mark Hübner (li) verlässt Rohlik Group. Olin Novák (re) wird neuer Geschäftsführer. (c) Knuspr/Rohlik Group

Die Online-Märkte Gurkerl und sein deutsches Pendant Knuspr sind eine Tochter der tschechischen Rohlik Group, die 2024 eine Finanzspritze von 170 Millionen US-Dollar bekam, wie brutkasten berichtete. Damit will die Rohlik Group bis 2030 in 15 weitere Städte in Ost- und Zentraleuropa expandieren.

Relaunch unter Hübner

Hübner war jetzt rund drei Jahre Teil der Rohlik Group – erst als Chief Commercial Officer und seit November 2023 eben als Geschäftsführer für Deutschland und Österreich. Während seiner Zeit als Geschäftsführer gab es zahlreiche Serviceverbesserungen, außerdem konnte er das Wachstum der beiden Märkte positiv beeinflussen, wie das Unternehmen schreibt. Zudem war er verantwortlich für den Relaunch von Gurkerl in Wien und etablierte wichtige Unternehmenspartnerschaften. Damit konnte er die Position des Unternehmens in Deutschland und Österreich stärken.

Gurkerl hatte im 2023 in die Modernisierung des Logistikzentrums investiert, um viele Vorgänge zu automatisieren. Mit dieser Automatisierung konnte man die Produktivität um 50 Prozent steigern, berichtete brutkasten zu der Zeit.

Novák übernimmt auf absehbare Zeit

Die Entscheidung, seinen Posten als Geschäftsführer zurückzulegen, erfolgte einvernehmlich und aus persönlichen Gründen, so das Unternehmen. Olin Novák übernimmt den Posten von Hübner für beide Märkte. Bisher war Novák als VP of Markets bei der Rohlik Group tätig. Das Ziel sei es, so das Unternehmen, die Weiterentwicklung der beiden Märkte weiter zu beschleunigen.

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Das Emerald-Horizon-Management (vl.) Mario J. Müller (Vice President R&D), Philipp Pölzl (Vice President Operations) und Florian Wagner (CEO) | © Wolf
Das Emerald-Horizon-Management (v.l.) Mario J. Müller (Vice President R&D), Philipp Pölzl (Vice President Operations) und Florian Wagner (CEO) | © Wolf

Am Grazer Startup Emerald Horizon ist einiges ungewöhnlich: Mit Thorium-basierten Mini-Reaktoren hat es ein geplantes Hauptprodukt, das man gerade im besonders Atomkraft-kritischen Österreich nicht erwarten würde; mit Norbert Hofer als Vice President hat es einen ehemaligen (FPÖ-)Spitzenpolitiker in einer Führungsposition; und mit seinem geplanten Börsengang im Prime Market der Wiener Börse sieben Jahre nach Gründung steht es vor einem Schachzug, der so definitiv nicht im österreichischen Startup-Playbook steht.

Aktie SMRX für Handel zugelassen

Am 26. Juni ist es nun soweit. Nach mehrfacher Vorankündigung vermeldet Emerald Horizon nun auch den letzten notwendigen Schritt, nachdem bereits der Kapitalmarktprospekt von der Finanzmarktaufsicht (FMA) gebilligt wurde: Die Wiener Börse ließ die Aktie SMRX des Unternehmens zum Handel zu. Am Freitag startet sie mit einem Referenzpreis von 760 Euro pro Stück in den Markt. Daraus ergibt sich eine geplante Firmenbewertung von rund 790 Millionen Euro.

„Mit der Zulassung von SMRX durch die Wiener Börse beginnt für Emerald Horizon ein neues Kapitel. Die Notierung der Aktie macht uns transparenter, verbindlicher und sichtbarer – und sie gibt uns die Kraft, unsere Technologie für eine sichere und saubere Energieversorgung Europas konsequent voranzutreiben“, kommentiert CEO Florian Wagner in einer Aussendung.

Mini-Atomkraftwerk soll 2029 marktreif sein

Und es gibt für das 2019 gegründete Grazer Startup noch einiges voranzutreiben. Mit seinem Hauptprodukt, dem Small Modular Reactor (umgangssprachlich: Mini-Atomkraftwerk) Ades, ist es nämlich noch nicht am Markt. Die Marktreife ist hier 2029 geplant, wie Wagner vor einigen Monaten im brutkasten-Talk sagte. Mit der Technologie will man dann auch Atomkraft-Skeptiker:innen überzeugen. Denn der Thorium-basierte Reaktor funktioniert ohne Uran oder Plutonium, ohne Kettenreaktion und ohne Atommüll. Stattdessen passiert die Kernspaltung gezielt mittels Teilchenbeschleuniger. Die Gefahren üblicher Kernreaktoren seien damit allesamt aus dem Weg geräumt, argumentiert man beim Startup.

Noch drei Jahre lang rote Zahlen geplant

Tatsächlich am Markt ist Emerald Horizon aktuell bereits mit seinem Flüssigsalz-basierten Energiespeicher-System Dualstore Plus, das später auch eine wichtige Zusatz-Komponente des Ades-Systems werden soll. Im Jahr 2025 schrieb das Startup 768.000 Euro Verlust – getrieben durch F&E-Ausgaben. Auch in den kommenden drei Jahren erwartet man noch keine schwarzen Zahlen. Für ein Unternehmen, das in Österreich an die Börse geht, ist auch das ungewöhnlich.

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