30.03.2026
DROHNENABWEHR

GuardAero: Millioneninvestment für Grazer Defense-Tech-Startup

Angels United und die Beteiligungsgesellschaft des Serial Entrepreneurs Bernhard Klemen stecken einen nicht genau bezifferten niedrigen Millionenbetrag in das Grazer Startup GuardAero.
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Die beiden GuardAero-Co-Founder vl. Clemens Bader und Lukas Kerschdorfer | (c) GuardAero
Die beiden GuardAero-Co-Founder v.l. Clemens Bader und Lukas Kerschdorfer | (c) GuardAero

Das Thema ist mittlerweile von Bildern aus dem Ukraine-Krieg weithin bekannt: Fahrzeuge werden im Kriegsgebiet gezielt mit Drohnen angegriffen. Vielen dürfte der Fall des ORF-Ukraine-Korrespondenten Christian Wehrschütz im November 2025 noch in guter Erinnerung sein, der bei so einem Angriff in letzter Sekunde aus dem Auto entkam.

Drohnen werden vollautonom neutralisiert

Das 2025 gegründete Grazer Defence-Tech-Startup GuardAero hat ein Verteidigungssystem genau dafür entwickelt. „In Europa sind Drohnenbedrohungen schon lange keine Zukunftsfrage mehr. Wirksamer Schutz für unsere Soldaten fehlt im Nahbereich bislang“, sagt CEO und Co-Founder Lukas Kerschdorfer. Die an Militärfahrzeugen installierten Schutzsysteme des Startups erkennen, tracken und neutralisieren Drohnenbedrohungen vollautonom. Dabei sind die Systeme für verschiedenste Fahrzeugtypen ausgelegt und können dadurch in bestehende Fahrzeugflotten integriert werden.

Angels United und Bernhard Klemen steigen bei GuardAero ein

Nun holte sich GuardAero ein Seed-Investment im nicht genau bezifferten niedrigen Millionenbereich. Dabei stiegen das Business-Angel-Konsortium Angels United rund um Karl Büche, Niki Futter, Markus Ertler, Hermann Futter und Michael Edtmayer sowie die BKIemen Beteiligungsgesellschaft mbH des Serial Entrepreneurs Bernhard Klemen ein. Die Transaktion wurde von der Kanzlei E+H begleitet.

Bereits Kooperation mit Heer und Verteidigungsministerium

Das Kapital soll in die Weiterentwicklung des Systems fließen. „Mit der Finanzierung treiben wir unsere Mission – den Schutz von Menschenleben vor Drohnenangriffen – verantwortungsvoll voran“, kommentiert der Gründer. Bereits jetzt betreibt GuardAero einen zweiten Standort in Bayern und kooperiert im Rahmen von Entwicklungstests mit dem Österreichischen Bundesheer und dem Bundesministerium für Landesverteidigung. Dem voran ging der Sieg beim Wettbewerb „Austrian Defence Innovation Garage 2025“. Noch dieses Jahr will das Startup eine weitere Finanzierungsrunde im Millionenbereich abschließen.

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Rivero
© Rivero - (v.l.) Stephan Wächter, Fatemeh Nikayin und Thomas Müller.

Rivero, die europäische Plattform für Zahlungsoperationen, hat heute bekanntgegeben, dass Elevator Ventures, der Corporate-Venture-Capital-Fonds der Raiffeisen Bank International (RBI), als Investor beim Schweizer Fintech eingestiegen ist. Die Partnerschaft soll Riveros weitere Expansion in Europa unterstützen, mit besonderem Fokus auf die Märkte in Zentral- und Osteuropa. Über die genaue Summe ist nichts bekannt.

Rivero: Kajo und Amiko

Rivero wurde von Thomas Müller, Fatemeh Nikayin und Stephan Wächter gegründet, um Intelligenz und Automatisierung in einige der besonders komplexen operativen Herausforderungen der Zahlungsbranche zu bringen. Die Technologie soll es Finanzinstituten ermöglichen, stark regulierte und ressourcenintensive Zahlungsprozesse zu modernisieren und manuelle Arbeitsabläufe durch intelligente Automatisierung zu ersetzen.

Die Compliance-Plattform von Rivero heißt Kajo und soll die Compliance in Zahlungsnetzwerken vereinfachen, indem sie Updates automatisch verteilt, eine Übersicht auf einen Blick liefert und fragmentierte Dokumente und Anforderungen der Zahlungsnetzwerke in ein KI-gestütztes Wissensverzeichnis verwandelt.

Die KI-gestützte Anwendung Amiko indes bringt agentische KI in das Streitfallmanagement (Dispute Management) und die Betrugsrückgewinnung. Die Lösung sortiere Fälle intelligent vor, koordiniere die nächsten sinnvollen Schritte und automatisiere Dispute-Workflows vom Eingang bis zur Lösung, während sie Agent:innen bei komplexen Fällen anleitet, die menschliche Spezialist:innen erfordern. Das soll Instituten helfen, Gelder schneller zurückzuholen, den operativen Aufwand zu reduzieren und ein besseres Erlebnis für Karteninhaber:innen zu bieten.

„Elevator Ventures von strategischer Relevanz“

Während Rivero in Europa expandiert, konzentriert sich das Unternehmen zunehmend nicht nur auf den Ausbau seiner Technologie, sondern auch auf die Stärkung seiner Position im breiteren europäischen Bankenökosystem. Für die nächste Entwicklungsphase von Rivero sei Elevator Ventures von besonderer strategischer Relevanz: Durch die Verbindung zur RBI Group und das Netzwerk in Zentral- und Osteuropa verfüge Elevator Ventures über umfangreiche Erfahrung darin, Technologieunternehmen, die Finanzinstitute bedienen, zu unterstützen und ihnen bei der Orientierung und Expansion in europäischen Bankenmärkten zu helfen, heißt es.

„Europas Finanzinstitute suchen nach besseren Wegen, zunehmend komplexe Zahlungsoperationen zu managen, und wir sehen eine große Chance, Riveros Technologie zu vielen weiteren Instituten auf dem Kontinent zu bringen“, sagt Thomas Müller, CEO von Rivero. „Da wir nun in die nächste Wachstumsphase eintreten, wollen wir Investor:innen am Tisch haben, die sowohl die Komplexität des Bankgeschäfts als auch die Märkte verstehen, in denen wir tätig sind. Die Expertise von Elevator Ventures im Finanzdienstleistungsbereich und ihr besonders starkes Netzwerk in Zentral- und Osteuropa machen sie zu einem hoch relevanten strategischen Partner für Rivero.“

Maximilian Schausberger, Managing Director bei Elevator Ventures, ergänzt: „Rivero adressiert eine Reihe operativer Herausforderungen, die für Banken und Zahlungsinstitute in ganz Europa immer wichtiger werden. Das Team verbindet tiefgehende Zahlungsverkehrsexpertise mit Technologie, die speziell auf die Anforderungen regulierter Finanzinstitute ausgelegt ist. Wir sehen eine starke Übereinstimmung zwischen Riveros Ambitionen und unserer Erfahrung und unserem Netzwerk im europäischen Bankwesen und freuen uns darauf, das Unternehmen bei seiner weiteren Expansion zu unterstützen.“

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