04.03.2021

Gründerpreis PHÖNIX: Das sind die Sieger

Die Sieger des Gründerpreis PHÖNIX wurden am Donnerstag von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Bildungsminister Heinz Faßmann ausgezeichnet. Der Preis ging an vier innovative Projekte in den Kategorien "Startups", "Spin-offs", "Prototypen" und "Female Entrepreneurs".
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Gründerpreis PHÖNIX
Die Sieger des Gründerpreis PHÖNIX | (c) ParityQC/Symflower/markta/SallingerFonds

Der Österreichische Gründerpreis PHÖNIX prämiert jedes Jahr die besten Startups, Spin-offs, Prototypen und Female Entrepreneurs. Bereits zum siebten Mal wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) und des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) der Wettbewerb nun veranstaltet.

Im aktuellen Durchgang wurden insgesamt 17 Projektteams aus insgesamt 180 Einreichungen für den Preis nominiert. Einreichen konnten alle Startups und Spin-offs, die ihren Firmensitz in Österreich haben und nach dem 1. Jänner 2014 gegründet wurden.

Gründerpreis PHÖNIX: 4 Kategorien

Im Rahmen einer Pressekonferenz wurden am Donnerstag die Sieger der vier Kategorien „Startups“, „Spin-offs“, „Prototypen“ und „Female Entrepreneurs“ vorgestellt und offiziell prämiert. Mit der Kategorie „Female Entrepreneurs“ soll übrigens ein Projekt ausgezeichnet werden, an dem eine Frau als Forscherin, Gründerin oder Geschäftsführerin maßgeblich beteiligt ist. Dadurch soll laut den Initiatoren das Potenzial von Frauen in Hightech-Gründungen besonders sichtbar gemacht werden.

Die Preisverleihung fand heuer digital statt | (c) Anna Rauchenberger

Die Sieger im Überblick

Als Sieger des Gründerpreises PHÖNIX wurden dieses Jahr von einer Fachjury die Symflower GmbH, Carbofeed (Universität für Bodenkultur), Parity Quantum Computing und markta GmbH ausgewählt. Die Preisträgerinnen und Preisträger gewinnen – neben Urkunde und Trophäe – die Teilnahme bei einem „einschlägigen (digitalen) Event“ im Wert von 5.000 Euro.

Neben innovativen Ideen wurde laut der Jury bei der Auswahl der Nominierten ein besonderes Augenmerk auf ihren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung im Sinne der UN-Ziele (Sustainable Development Goals, SDGs) gelegt.

Kategorie Female Entrepreneurs | Evelyn Haslinger, Gründerin und Geschäftsführerin von Symflower GmbH 

Evelyn Haslinger ist Gründerin und Geschäftsführerin der Symflower GmbH und wurde in der Kategorie „Female Entrepreneurs“ ausgezeichnet. Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz und mathematischen Modellen generiert Symflower automatisierte Tests jeder Art von Softwareentwicklung. Fehler, Leistungs- und Sicherheitsprobleme im Quellcode sollen so rascher und genauer aufgedeckt. werden und die Entwicklungszeit um bis zu 30 Prozent reduzieren. Im Herbst 2019 investierte eQventure in das Linzer Startup.

Evelyn Haslinger von Symflower  | (c) Symflower Redtenbacher

Kategorie Prototyp | Carbofeed, Universität für Bodenkultur Wien

Futtermittelgewinnung aus CO2 ist das Steckenpferd von Carbofeed, einem Spin-off der Universität für Bodenkultur. Der CarboFeed Prozess, dessen zentrales Element ein Hefestamm ist, der CO2 und Elektrizität in Biomasse umwandelt, liefert eiweißreiches, hochwertiges Tierfutter oder Futtermittel-Zusatzstoffe. Dieser Prozess weist eine CO2-negative Klimabilanz auf und kann ohne agrarische Ausgangsprodukte erzeugt werden und ist frei von Pestiziden. CarboFeed zählte zu den Top-10 des S&B Award 2020 und konnte beim Gründerpreis PHÖNIX die Kategorie „Prototyp“ für sich entscheiden.

Carbofeed beim S&B-Award | (c) Rudolf Sallinger Fonds

Kategorie Spin-Off | Parity Quantum Computing GmbH

Die Kategorie „Spin-Off“ konnte das Tiroler Quantentechnologie-Startup ParityQC rund um Magdalena Hauser und Wolfgang Lechner für sich entscheiden. Durch die Softwaresteuerung der ParityQC Architektur sollen künftig Superrechner betrieben werden. Erst im Feber diesen Jahres ging ParityQC eine Forschungspartnerschaft mit dem japanischen Global 500-Konzern NEC ein.

Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser | (c) ParityQC

Kategorie Startup | markta GmbH

Zum Sieger der Kategorie „Startup“ wurde der digitale Bauernmarkt Markta rund um Theresa Imre gekürt. Die Plattform bringt regionale Lebensmittelproduzenten mit Menschen zusammen, die auf der Suche nach hochwertigen und regionalen Bio-Produkten sind. 2020 erwirtschafte Markta einen Umsatz von rund 2,3 Millionen Euro.

Das Team von markta | (c) markta

Neue Ausschreibung läuft bis 15. September

Nach der Preisverleihung ist vor der Preisverleihung: Seit heute können sich Interessierte über den aws-Fördermanager für die nächste Ausschreibung bewerben, die bis 15. September läuft. Teilnahmeberechtigt sind Startups und Spin-offs, deren Gründung nach dem 1. Jänner 2015 erfolge und ihren Firmensitz in Österreich haben. Zudem können sich auch österreichische Universitäten und Forschungseinrichtungen für die Kategorie „Prototyp“ bewerben.

Der Österreichische Gründerpreis PHÖNIX wird von der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) in Kooperation mit der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und der Industriellenvereinigung (IV) organisiert.


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(c) Karin Hackl Wirtschaftsagentur Wien

Die Stadt Wien und die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien haben die Einreichphase für ihr gemeinsames Finanzierungsinstrument Wiener Wachstum gestartet. Insgesamt stehen dafür sieben Millionen Euro Startkapital zur Verfügung. Ziel ist es, die Eigenkapitalbasis wachstumsorientierter Unternehmen zu stärken und ihnen die nächsten Entwicklungsschritte zu ermöglichen.

Bereits im April dieses Jahres wurde das Finanzierungsmodell angekündigt. Hinter der Initiative steht eine gemeinsame Gesellschaft der Wirtschaftsagentur Wien und der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien. Beide Partner stellen jeweils 3,5 Millionen Euro zur Verfügung.

„Mit Wiener Wachstum wollen wir KMU in kritischen Wachstumsphasen gezielt begleiten und Investitionen in Innovation, Internationalisierung sowie Technologie ermöglichen“, erklärt Martin Hauer, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien.

Wer kann sich bewerben?

Das Angebot richtet sich an Wiener Startups, Scaleups sowie KMU aus der Gesundheits- und Digitalwirtschaft. Dazu zählen beispielsweise Unternehmen aus den Bereichen Life Sciences, Medizintechnik, Pharma und Diagnostik sowie Software, Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien und Cybersecurity.

Voraussetzung ist unter anderem, dass die Unternehmen als Kapitalgesellschaft eingetragen sind, über ein tragfähiges Geschäftsmodell verfügen und seit „mindestens zwei bis drei Jahren“ eine Betriebsstätte in Wien haben. Unterstützt werden sollen insbesondere Vorhaben zur Skalierung, Internationalisierung, technologischen Weiterentwicklung oder Erweiterung von Produktionskapazitäten.

Keine klassische Förderung, sondern eine Beteiligung

Bei Wiener Wachstum handelt es sich nicht um eine klassische Förderung, sondern um eine Finanzierung. Die vereinbarte Summe wird vollständig an die Unternehmen ausbezahlt. Im Gegenzug führen erfolgreiche Unternehmen später einen vertraglich vereinbarten Anteil ihrer Gewinne an Wiener Wachstum zurück. Diese sollen künftig für weitere Unternehmensfinanzierungen eingesetzt werden und damit einen langfristigen Finanzierungskreislauf schaffen.

„Wir beschreiten mit Wiener Wachstum einen ganz neuen Weg abseits unserer bestehenden Fördermöglichkeiten“, erklärt Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak. Die Finanzierung stärke die Eigenkapitalbasis der Unternehmen und werde flexibel an deren Anforderungen angepasst.

Pro Unternehmen sind Finanzierungen zwischen 100.000 und 500.000 Euro möglich. Dabei kommen beispielsweise direkte Unternehmensbeteiligungen oder eigenkapitalähnliche Finanzierungen, etwa in Form qualifizierter Nachrangdarlehen, infrage. Bei direkten Beteiligungen liegt die Beteiligungsquote bei maximal 25 Prozent. Der vorgesehene Beteiligungszeit beträgt sieben bis zehn Jahre mit einer klaren Exitstrategie. Die konkreten Konditionen werden individuell vereinbart.

Einreichungen ab sofort möglich

Interessierte Unternehmen können sich ab sofort über die Website der Wirtschaftsagentur Wien für eine Finanzierung bewerben. Eine fixe Einreichfrist gibt es nicht. Nach einer ersten Prüfung der eingereichten Unterlagen folgen Gespräche über ein mögliches Investment sowie eine vertiefte Unternehmensprüfung. Der gesamte Prozess kann laut Wirtschaftsagentur Wien vier bis sechs Monate dauern.

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