24.03.2025
STATISTIK

Eine Wiener Uni bringt besonders viele Gründer:innen mit Exits hervor

In einer Auswertung der bekannten Startup-Exits im Jahr 2024 im deutschsprachigen Raum scheint eine Wiener Uni auf Platz 2 auf.
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Exit Exits
Foto: Adobe Stock

Ob ein Exit ein großer Erfolg für die Gründer:innen oder eine Notlösung ist, bleibt in vielen Fällen ein Geheimnis. Und auch nach einem erfolgreichen Exit, ruhen sich Gründer:innen in den seltensten Fällen auf ihren Millionen aus, wie die brutkasten-Serie „Das Leben nach dem Exit“ vergangenes Jahr zeigte. Dennoch: Der möglichst lukrative Verkauf des Unternehmens ist und bleibt ein Dauerthema in der Startup-Welt – für viele auch ein Traum.

Und wie kann man die Chance auf den Exit erhöhen? Scheinbar – und nicht ganz überraschend – spielt die Studienwahl dabei eine größere Rolle. Der Webhosting-Dienstleisters Hostinger erfasste die medial bekannten Exits im deutschsprachigen Raum im Jahr 2024 (ein Anspruch auf Vollständigkeit kann also nicht gestellt werden) und schlüsselte dabei unter anderem auf, an welchen Unis die Gründer:innen studiert hatten. (Hier die brutkasten Exit-Übersicht für Österreich 2024)

TU Wien und WU Wien weit oben im DACH-Ranking für Exit-Gründer:innen

Dabei zeigt sich: Zwei Wiener Unis können auch in absoluten Zahlen mit den deutschen Top-Unis mithalten. Konkret liegt im von Hostinger erstellten Ranking die TU Wien mit 13 Exit-Gründer:innen im Jahr 2024 ex aequo mit der TU München auf dem zweiten Platz. Nur die Ludwig Maximilians Universität München brachte mit 15 noch mehr Absolvent:innen hervor, die im Vorjahr einen Startup-Exit hatten. Hinter der TU Berlin (8 Exit-Gründer:innen, Platz 4) landet die WU Wien ex aequo mit der Uni Köln mit je sieben Exit-Gründer:innen auf Platz 5. Die FH Vorarlberg kommt mit vier Exit-Gründer:innen ex aequo mit einer ganzen Reihe anderer Unis auf Platz 10. Die Uni Graz liegt mit drei Exit-Gründer:innen innerhalb Österreichs auf dem vierten Platz.

Natürlich kommt es nicht nur auf die Uni an, sondern auch auf das Studienfach. Über alle erfassten Gründer:innen hinweg liegt hier Informatik mit 17 Absolvent:innen deutlich an der Spitze vor Wirtschaftsinformatik mit zwölf und Economics mit neun. Einen PhD braucht es für den Exit allerdings nicht unbedingt. Rund ein Drittel der Exit-Gründer:innen aus 2024 hat einen Master-Abschluss – die mit Abstand größte Gruppe vor solchen mit Bachelor-Abschluss (ca. 14 Prozent).

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© Tom Jackson via Pexels

Erst vor wenigen Tagen berichtete brutkasten, dass die ÖBB Postbus beim Forum Alpbach einen autonomen Bus testen wird. Der Regelbetrieb mit bis zu 100 fahrerlosen Fahrzeugen ist hierzulande frühestens ab 2028 geplant. Was in Österreich also noch Zukunftsmusik ist, wird in Kalifornien gerade in einer ganz anderen Dimension Realität: Schwere autonome Lkw dürfen dort ab sofort auf öffentlichen Highways getestet werden.

Ein Heimspiel mit Verspätung

Die Situation hatte bislang etwas Paradoxes: Auf autonomes Fahren spezialisierte Firmen wie Aurora und Kodiak entwickeln ihre Technologie direkt im Silicon Valley, durften ihre schweren Trucks aber lange nicht auf kalifornischen Straßen erproben. Aurora wurde 2017 von drei Veteranen der Selbstfahr-Branche gegründet, unter anderem ehemals bei Tesla und beim Google-Ableger Waymo. Kodiak wiederum hat sich auf autonome Sattelschlepper spezialisiert.

Fahrzeuge ab 10.001 Pfund Gesamtmasse waren vom Testbetrieb ausgeschlossen. Mit neuen Regeln, die am 28. April beschlossen wurden, ist damit Schluss. Kodiak hat rund um seinen Firmensitz in Mountain View, mitten im Silicon Valley, bereits erste Fahrzeuge auf die Straße geschickt.

Von führerlosen Trucks kann trotzdem noch keine Rede sein. Die Genehmigungen gelten vorerst nur für Tests mit Sicherheitsfahrer:in am Steuer. Kalifornien will das Ganze stufenweise angehen: Auf begleitete Tests soll die fahrerlose Erprobung folgen, ein kommerzieller Einsatz ist frühestens danach denkbar.

Texas war schneller

Dass Aurora und Kodiak überhaupt schon so weit sind, liegt an Texas. Dort waren die regulatorischen Auflagen für autonomes Fahren von Anfang an niedriger, weshalb beide Unternehmen ihr operatives Geschäft zunächst dort entwickelten.

Aurora fährt seit 2025 kommerziell und fahrerlos zwischen mehreren texanischen Städten, Kodiak startete im wenig befahrenen Permian Basin und ist mittlerweile ebenfalls auf öffentlichen Highways unterwegs. Die kalifornische Zulassung erlaubt es nun vor allem Kodiak, seine Systeme erstmals auch im eigenen Heimmarkt unter anderen Verkehrsbedingungen weiterzuentwickeln.

Gewerkschaft sieht Jobs in Gefahr

Weniger Begeisterung für die neuen Regeln gibt es bei den Lkw-Fahrer:innen selbst. Die Gewerkschaft Teamsters California hat das für die Zulassung zuständige DMV (Department of Motor Vehicles) verklagt und will die Zulassung wieder kippen. Ihr Vorwurf: Die Behörde habe mögliche Sicherheitsrisiken für andere Verkehrsteilnehmer:innen nicht ausreichend untersucht.

Die Unternehmen argumentieren umgekehrt mit mehr Effizienz und langfristig höherer Sicherheit. Am Ende steht die Frage, wer die amerikanische Logistik von morgen kontrolliert und was das für Fahrerjobs und die Milliarden bedeutet, die bereits in die Technologie geflossen sind.

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