11.12.2024
PERSONALIE

Gründer von Swing Kitchen ziehen sich zurück – Co-Founder von Basenbox übernimmt

Die Gründer:innen von Swing Kitchen, Irene und Karl Schillinger, ziehen sich aus der Geschäftsführung zurück und übergeben diese an Basenbox-Co-Founder Albrecht Eltz. Exakt zehn Jahre nach Gründung sei es ein guter Zeitpunkt, sich aus der operativen Ebene zurückzuziehen, heißt es.
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Swing Kitchen, neuer Geschäftsführer
(c) zVg - Albrecht Eltz ist seit Winter 2024 Geschäftsführer von Swing Kitchen.

Neuigkeiten von Swing Kitchen: Die beiden Gründer:innen Irene und Karl Schillinger ziehen sich aus der Geschäftsführung zurück und übergeben diese an Albrecht Eltz, den Co-Founder von Basenbox. Das Food-Startup aus Wien bekam im November 2022 mit Kathrin Schwarzl eine neue CEO, die aber laut Wirtschaft.at von Eltz im September 2023 wieder kurzzeitig beerbt wurde. Am 15. November 2024 übernahm schlussendlich Co-Founder Leopold Lovrek die dortige Geschäftsführung. Eltz selbst wird auf der Wirtschaftsplattform mit 7. November als Geschäftsführer von Swing Kitchen gelistet.

„Exakt zehn Jahre nach Gründung ist es ein guter Zeitpunkt, sich aus der operativen Ebene zurückzuziehen“, heißt es in der Aussendung dazu. „Albrecht Eltz ist bestens für die Rolle geeignet und bringt eine einzigartige Mischung aus Unternehmergeist, tiefgreifender Branchenkenntnis und umfassender Führungserfahrung mit.“

„Frischer Wind“

Als neuer Geschäftsführer sieht es Eltz als seine Aufgabe, der Swing Kitchen einen „frischen Wind“ einzuhauchen, wie er sagt. Und er startet mit der Einführung drei neuer Salatvarianten. Das Angebot bei Swing Kitchen soll allgemein bei „plant-based Fast Food“ blieben, doch: „Swing Kitchen spricht nicht nur vegane Gäste an“, so der neue Geschäftsführer. „Wir sind für alle da, die großartigen Geschmack ohne Vorurteile zu schätzen wissen.“

Swing Kitchen selbst fiel im heurigen Spätsommer medial durch einen „Beef“ auf, wie der Standard im September berichtete. Der heimischen Fastfoodkette wurde vorgeworfen, mehr Mitsprache durch die Belegschaft (Betriebsrat) verhindern zu wollen – man sprach sogar von Schikanen gegenüber Mitarbeiter:innen.

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(c) Lebensstimmen

Die Lebensstimmen GmbH, international unter dem Namen „Words that Remain“ unterwegs, hat den Einstieg von Helmut Marko Anfang dieser Woche auf LinkedIn bekanntgegeben. Der als Motorsport-Legende bekannte Unternehmer beteiligt sich als Investor an dem 2026 gegründeten Unternehmen. Über die Höhe der Beteiligung machte das Startup keine Angaben.

„Der Motorsport wurde nie durch Zufall besser, sondern durch den Mut, neue Technologie konsequent in den Dienst der Menschen zu stellen. Genau diese Haltung erkenne ich bei Lebensstimmen“, wird Marko in dem LinkedIn-Posting zitiert.

KI-Trauerrede zu Lebzeiten

Lebensstimmen entwickelt eine Plattform, auf der Menschen zu Lebzeiten ihre eigene Grußbotschaft oder „letzte Rede“ gestalten können, in eigener Stimme, mit eigenen Inhalten, Musik und Bildern. Angehörige sollen nach einem Todesfall zudem eine digitale Trauerrede erstellen können. Insgesamt umfasst das Angebot vier Produkte: die „Grußbotschaft“, „Meine letzte Rede“, einen neutralen „KI-Trauerredner“ sowie das Format „Aus Sicht der Familie“. Vertrieben werden soll über Bestattungsunternehmen, Vorsorgeversicherer, Institutionen und Medienpartner im Lizenz- und White-Label-Modell.

Von Deepfakes grenzt sich das Unternehmen ausdrücklich ab. Alle Inhalte sollen stilisiert, als KI-generiert gekennzeichnet und von Menschen kuratiert sein, mit Zustimmungs- und Widerrufsregeln, DSGVO-konform und in der EU gehostet. Rechtlich begleitet wird das Projekt von der Kanzlei Scherbaum Seebacher.

„Es geht nicht darum, Menschen digital zurückzubringen. Es geht darum, dass jeder Mensch die Möglichkeit haben sollte, den eigenen Abschied selbstbestimmt zu gestalten – zu Lebzeiten, mit Würde und nach eigenen Vorstellungen. KI macht das erstmals wirklich möglich“, sagt Mitgründer und CEO Philipp Berkessy.

Gründerteam aus der Bestattungsbranche

Hinter Lebensstimmen stehen drei Grazer Unternehmer. Markus Pinter ist Inhaber der Pinter Bestattung, war Geschäftsführer der Bestattung und Friedhöfe Wien und ist Vizepräsident der Europäischen Bestattervereinigung EFFS. Philipp Berkessy führt die Berkessy Consulting GmbH und war zuvor unter anderem Geschäftsführer am Red Bull Ring und COO der DTM. Lukas Stern ist Gründer der Aldea Agency und verantwortet die technische Architektur. Getragen wird das Unternehmen von den drei Gesellschaften der Gründer.

„Auch in der Bestattungsbranche macht Digitalisierung und KI Unmögliches möglich: Die Lebensstimmen ergänzen das Dienstleistungsangebot in einer hochemotionalen Form, ohne die Pietät und Menschlichkeit zu verletzen“, sagt Pinter. Seine Pinter Bestattung fungiert als erster Pilotpartner.

Den Markt beziffert das Startup mit rund 1,4 Millionen Sterbefällen pro Jahr im DACH-Raum, digitale Angebote gebe es bislang praktisch keine. Nach eigenen Angaben liegen bereits mehrere Absichtserklärungen von Bestattungsunternehmen, Versicherern und Verbänden aus dem In- und Ausland vor. Namen nannte das Unternehmen nicht. Anfang September gab Lebensstimmen zudem auf der LEAP in Riad eine Partnerschaft mit dem Tokenisierungsanbieter Green Encoded bekannt: Die zu Lebzeiten lizenzierte Stimme soll damit zu einem verifizierbaren digitalen Asset werden. Die Technologie soll Anfang Oktober auf der Messe Ai Everything in Abu Dhabi präsentiert werden. Danach stehen die GITEX in Dubai und die CES in Las Vegas auf dem Plan. Der internationale Rollout des Lizenzmodells ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

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