13.05.2015

Gründer-Tarif von Startup für Startups: Recherchescout bietet Medienpräsenz

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Recherchescout führt einen eigenen Startup-Gründer-Tarif ein.

Recherchescout wurde zwar erst im Jahr 2013 gestartet, trotzdem sollen sich nach eigenen Angaben bereits über 1.500 Journalisten auf der Plattform regelmäßig Informationen zu diversen Themenkomplexen beschaffen. Das junge Unternehmen versteht sich als Medienkontakt-Plattform, das die Interaktion zwischen Redaktion und PR-Agenten vereinfachen will. So können Journalisten beispielsweise direkt auf dem Portal Fragen stellen und Interesse zu bestimmten Themen bekunden. Die auf der Plattform registrierten Unternehmen werden dann mit ihnen verknüpft. Der Journalist bekommt dann genau das Material, nach dem er gesucht hat und andererseits soll es PR-Agenturen erleichtern, ihre Pressemitteilungen an die richtigen Personen zu adressieren.

„Für Journalisten ist es oft gar nicht möglich, in der Informationsflut die interessanten neuen Unternehmen und ihre Innovationen zu finden – dieses Problem lösen wir für beide Seiten“, erklärt Martin Fiedler, Co-Founder von Recherchescout. Die Nutzung der Plattform ist für Journalisten kostenlos. Verdienen tut das Portal an der Gegenseite: Pressestellen und PR-Agenturen werden zur Kasse gebeten. Und jetzt auch Startups. Allerdings mit einem speziellen Tarif, denn gerade junge Unternehmen in der Anfangsphase haben nicht das benötigte Kapital, um etwa eine eigene Presseagentur zu beauftragen.

Dabei ist gerade in der Startphase Aufmerksamkeit für Startups sehr wichtig. Um bei Kunden, Investoren oder potentiellen Kooperationspartnern bekannt zu werden, hilft es, sich frühzeitig Medienpräsenz aufzubauen.

„Wir sind vor anderthalb Jahren selbst als Start-up online gegangen und haben erfahren, wie hilfreich gute PR ist, um schnell Aufmerksamkeit zu gewinnen und in die passenden Medien zu gelangen. Mit einem speziellen Startup-Tarif wollen wir auch Newcomern ohne Pressestelle eine wirksame Medienarbeit ermöglichen“, so Fiedler.

Für einen zweistelligen Betrag, der monatlich bezahlt werden soll, übernimmt Recherchescout quasi die Arbeit eines Pressesprechers, um professionelle Medienarbeit zu erleichtern. Um 36 Euro will das Startup anderen Startups in Deutschland, Österreich und der Schweiz helfen und Journalisten über die Unternehmensprodukte informieren, wenn diese nach einem ähnlichen Themenkomplex suchen.

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Lebensstimmen
Der Fabertar | © Lebensstimmen/Screenshot

Vor rund einem Monat gab das Grazer Startup Lebensstimmen den Einstieg von Motorsportlegende Helmut Marko als Investor bekannt – brutkasten berichtete. Nun präsentierte man seine KI-basierte Plattform und hat dabei weitere prominente Unterstützung.

Lebensstimmen als Vorsorge

Das von Markus Pinter, Philipp Berkessy und Lukas Stern gegründete Startup versteht sich als ein Vorsorgeprodukt, das zu Lebzeiten abgeschlossen wird und für den Tod und darüber hinaus wirkt. Menschen können zu Lebzeiten ihre eigene Grußbotschaft oder „letzte Rede“ gestalten, in eigener Stimme, mit eigenen Inhalten, Musik und Bildern. Angehörige sollen nach einem Todesfall zudem eine digitale Trauerrede erstellen können.

Insgesamt umfasst das Angebot vier Produkte: die „Grußbotschaft“, „Meine letzte Rede“, einen neutralen „KI-Trauerredner“ sowie das Format „Aus Sicht der Familie“.

Vertrieben werden soll über Bestattungsunternehmen, Vorsorgeversicherer, Institutionen und Medienpartner im Lizenz- und White-Label-Modell. Die rechtliche Architektur der Plattform wurde gemeinsam mit Scherbaum Seebacher Rechtsanwälte entwickelt. Technologiepartner ist BLCKs AI.

Fabertar schenkt Worte her

Neben Marko unterstützt nun auch Dompfarrer von St. Stephan, Toni Faber, Lebensstimmen in Fragen von Trauer und Abschied mit einem neuartigen Angebot. Mit dem „Fabertar“ präsentiert das Startup einen gemeinsam mit ihm entwickelten und klar als KI gekennzeichneten Trauerredner. Dieser soll keine Seelsorge ersetzen, sondern Worte schenken, wo sie gewünscht werden oder wo kein Redner verfügbar ist.

„Ich begleite viele Menschen im Abschied. Oft ist das, was ungesagt bleibt, am schwersten. Wenn Technik hilft, liebevolle Worte zu bewahren, dient sie dem Menschen und dem Trost. Genau das ist der Gedanke hinter dem ‚Fabertar‘. Er soll niemanden ersetzen“, sagt Faber.

Marktstart Anfang 2027

Und Lebensstimmen-Geschäftsführer Berkessy ergänzt: „Jeder Mensch hat Worte, die bleiben sollen. Mit Lebensstimmen machen wir Vorsorge erstmals persönlich, digital und rechtssicher. Heute beginnt eine neue Abschiedskultur, und sie beginnt in Österreich.“

Nach der offiziellen Vorstellung der Plattform, der dazugehörigen Lebensstimmen-Produkte und dem aktuellen Launch der Website erfolgt in einem nächsten Schritt. Der Marktstart ist für Q1 2027 geplant und soll sowohl österreichweit als auch global erfolgen.

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