01.02.2022

„Growth Mastery“ für Startups: Wienerin will Gründer:innen ausbilden

Die Startup-Schule "Growth Mastery" soll Gründer:innen aus Österreich internationale Strategien lehren.
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Stephanie Biebel, Gründerin “Growth Mastery“, © Stefan Joham
Stephanie Biebel, Gründerin “Growth Mastery“, © Stefan Joham

„Schluss mit ‚Scheitern auf den ersten Metern'“, heißt es in der Ankündigung eines neuen Ausbildungs-Angebots, das eine Wienerin gemeinsam mit Partnern aus der österreichischen Startup-Szene startet. Die „Growth Mastery“ von Coach Stephanie Biebel will internationale Startup-Strategien lehren, „die heimischen Gründer:innen fehlen“. Zielgruppe sind deutschsprachige Startups im gesamten Lebenszyklus. Biebel hat einen Hintergrund im Marketing bei internationalen Konzernen, hat dann die Agentur Content Garden Technologies mitaufgebaut und arbeitet seit einigen Jahren als Coach mit Startups zusammen.

“Große Unternehmen bilden ihre besten Köpfe für Marketing und Sales über viele Jahre intern aus. So viel Zeit und Budget hat kein Startup – hinzu kommen ganz neue Anforderungsprofile, für die es keine Ausbildung gibt. Die jungen Talente müssen sofort Leistung bringen und brauchen schnelles On-The-Job-Training”, so Stephanie Biebel, die Growth Mastery gemeinsam mit Rowing8-Gründer und Investor Björn W. Schäfer, Head of Growth von WeAreDevelopers Christoph Schachner und Dominik A. Meyer, Gründer von vordermann und ehemals Hackabu Growth Consulting, hochzieht.

Bekannte Namen aus der Startup-Szene

Die Ausbildung steht auf insgesamt vier Säulen: Go-To-Market Mastery, Sales Mastery, Growth Hacking Mastery und Sales Leadership Mastery sollen den gesamten Lebenszyklus eines Jungunternehmens abdecken. Das Programm wird von Gastexpert:innen aus der österreichischen Startup-Szene begleitet, darunter bekannte Namen wie whatchado-Gründer Ali Mahlodji, WKÖ Head of Startup-Services Kambis Kohansal Vajargah und primeCROWD-CEO Markus Kainz oder Veronika Riederle, Co-Founder und CEO von Demodesk. Neben Kleingruppentrainings soll es auch individuelle Sessions mit den Expert:innen geben – ähnlich einem Accelerator.

„Haben bereits 200 Startups geholfen“

„Die Startups sollen von internationalem Fachwissen und echten Erfahrungswerten profitieren. Zählt man die Praxiserfahrung von uns allen zusammen, kommen wir auf 43 Jahre Marketing-, 31 Jahre Sales- und 22 Jahre Leadership-Erfahrung. Gemeinsam haben wir bereits über 200 Startups zum Erfolg geholfen“, unterstreicht Biebel die Expertise der Growth-Mastery-Partner. Nicht nur die Tipps und Tricks sind international, auch die Lehrmethode, die Biebel „Lean Learning“ nennt – Schüler:innen sollen das Erlernte unmittelbar in die Praxis umsetzen. Die Trainings starten am 4. März 2022, dauern sechs Wochen und die Kosten liegen bei bis zu rund 4.000 Euro.

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Das Gründerteam von refinq (l.n.r.): Lukas Fischer, Franziska Walde, Markus Berger | © refinq

Die Hitze hatte Europa in diesem Sommer fest im Griff. Die EU-Kommission möchte daher im Oktober einen Rahmen für Klimaresilienz vorlegen und 100 der am stärksten gefährdeten Gebiete Europas benennen. Das Wiener Unternehmen refinq ist bereits einen Schritt voraus und stellt seit heute eine Liste zur Verfügung, die alle 1.165 Regionen der 27 EU-Länder nach ihrer klimatischen Exposition reiht. Österreichische Gebiete sind ab Rang 294 zu finden.

„Wir veröffentlichen das vollständige Ranking und die Methode dahinter, nicht nur die Top 100. Jede und jeder kann nachsehen, wo die eigene Region steht und wie wir dorthin gekommen sind“ sagt refinq-Co-Founder und Co-CEO Lukas Fischer. Refinq bewertet dabei vier Gefahren: Hitze, Wasserknappheit, Waldbrand und Hochwasser. Diese Gefahren werden zu einem kombinierten Wert zusammengefasst, der durch einen einfachen Mittelwert auf einer Skala von 0 bis 100 dargestellt wird. Die Kennzahlen beschreiben den Zeitraum von 2066 bis 2085 in einem Hochemissionspfad.

Die Karte zeigt, „was physisch auf dem Spiel steht“

„Die Kommission wird sagen, welche Gebiete gefährdet sind. Unsere Karte zeigt, was dort physisch auf dem Spiel steht. Das sind zwei verschiedene Fragen, und Europa braucht auf beide eine Antwort“, erklärt Franziska Walde, Co-Founder und Managing Director. Dabei betont refinq, dass Exposition nicht dasselbe ist wie Vulnerabilität. Das refinq-Ranking misst, wie stark die vier Klimagefahren in einer Region ausgeprägt sind. Es misst nicht, wie gut diese Region darauf vorbereitet, finanziert oder geschützt ist. Die kommende Bewertung der Kommission bezieht die Vulnerabilität mit ein.

Italien am gefährdetsten

Italiens Region Ferrara belegt auf dieser Liste von refinq den unbeliebten ersten Platz. Die norditalienische Region kommt auf 97,4 von 100 möglichen Punkten, wobei die Hitze das führende Risiko ist. Insgesamt liegen 40 italienische Regionen in den Top 100. Mit Spanien und Griechenland stellen diese drei Länder fast drei Viertel der exponiertesten 100 Regionen dar. Österreich höchstplatzierte Region ist das Weinviertel. Bis 2080 steigt dort die Hitzeexposition um zwei Stufen auf der fünfstufigen Skala von refinq, die Wasserknappheit um eine Stufe auf die zweithöchste.

Die Karte zeigt die Top 100 exponiertesten Regionen Europas, wobei das größte Risiko der Region mit einer eigenen Farbe markiert ist (Orange: Hitze, Violett: Wasserknappheit, Rot: Waldbrände, Türkis: Hochwasser). | © refinq

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