06.11.2025
AUSZEICHNUNG

Grete Rehor-Preis 2025 geht an AIT-Expertin Anna Huditz

Anna Huditz vom AIT gewinnt den Grete Rehor-Preis. Ausgezeichnet wurde sie nicht nur für ihre Forschungs- und Entwicklungstätigkeit am AIT.
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Mirela Memić (Direktorin LEA), Anna Huditz (AIT), Eva-Maria Holzleitner (Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung); Foto: BMFWF/Dunker (BKA)

Anna Huditz ist Head of Competence Unit Transportation Infrastructure Technologies am AIT Austrian Insitute of Technology. Am vierten November dieses Jahres holte sie sich den Grete Rehor-Preis in der Kategorie „MINT und Digitalisierung.“

Auszeichnung für Frauen in Wissenschaft und Technik

Der Preis wird vom Österreichischen Fonds zur Stärkung und Förderung von Frauen und Mädchen gestiftet und würdigt Persönlichkeiten, die mit ihrem Fachwissen, Innovationsgeist und Engagement zur Förderung von Frauen in Wissenschaft und Technik beitragen.

Mit der Auszeichnung werden die Leistungen von Anna Huditz im Bereich Infrastruktur- und Verkehrsmanagement anerkannt. Auch ihr Beitrag zur Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Mobilitätssektor soll damit ausgezeichnet werden.

Anna Huditz über Preis: „Wertschätzung für intensive Arbeit“

Huditz hat als Führungskraft über 15 Jahre Expertise in Forschung und Entwicklung, Bauwirtschaft und öffentlicher Verwaltung und widmet sich damit vorwiegend der Gestaltung einer klimafreundlichen Verkehrsinfrastruktur in Österreich. Darüber hinaus engagiert sich Huditz als Mentorin für junge Frauen, die eine Karriere in MINT-Berufen anstreben.

„Diese Auszeichnung bedeutet mir sehr viel – sie ist eine Wertschätzung für viele Jahre intensiver Arbeit an den Themen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Innovation im Mobilitätsbereich. Besonders freue ich mich darüber, wenn meine Arbeit andere Frauen ermutigt, ihren Weg in technischen und wissenschaftlichen Berufsfeldern selbstbewusst zu gehen“, wird Anna Huditz in einer Aussendung zitiert.

Vorbild und Vorstandsmitglied

Neben ihrer Tätigkeit am AIT ist Anna Huditz Vorstandsmitglied des ATTC Austrian Traffic and Telematics Cluster, Mitglied des Vorstands der GSV – Plattform für Mobilität sowie Aufsichtsrätin der ASFINAG Baumanagement GmbH.

Mit dem Grete Rehor-Staatspreis und den weiteren Grete Rehor-Preisen in den Kategorien „Wirtschaft“, „Bildung, Wissenschaft und Arbeitswelt“, „MINT und Digitalisierung“ sowie „Wirtschaftswissenschaften“ werden im Rahmen des Österreichischen Frauenpreises bemerkenswerte frauen- und gleichstellungspolitische Leistungen sowie Persönlichkeiten mit Vorbildwirkung in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen gewürdigt.

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Novus-Gründer und CEO René Renger mit dem Novus One
(c) Novus

Als brutkasten erstmals über Novus berichtete, war das Fahrzeug aus Braunschweig noch ein Projekt mit guter Anekdote: 75 Kilogramm leicht, Vollcarbonrahmen, Motor im Hinterrad, und ein Team, das eine Kaufanfrage von Elon Musk ausgeschlagen hatte. Inzwischen ist aus dem Prototyp ein Serienfahrzeug geworden. Jetzt gibt das 2019 gegründete Unternehmen von Gründer und CEO René Renger, einem ehemaligen Lead Designer bei Volkswagen, eine Finanzierungsrunde in Höhe eines zweistelligen Millionen-Dollar-Betrags bekannt. Angeführt wird sie von 468 Capital mit Sitz in Berlin und San Francisco. Die genaue Summe nennt Novus nicht.

Serienauslieferungen seit dem Frühjahr

Das Novus One im Stadtverkehr
Das Novus One im Stadtverkehr (c) Novus

Die Serienauslieferungen des Novus One in Europa starteten laut Aussendung im Frühjahr 2026, das Fahrzeug ist in mehreren europäischen Ländern in Kundenhand. Die Founders Edition startet bei 21.300 Euro netto. Das Fahrzeug wiegt 121 Kilogramm, beschleunigt in unter zwei Sekunden von 0 auf 50 km/h und erreicht bis zu 130 km/h. Die 6,2-kWh-Batterie bietet laut Hersteller 150 Kilometer Reichweite und lädt in 90 Minuten von 0 auf 80 Prozent.

Novus bezeichnet das Fahrzeug als „Lightbike“ und reklamiert damit eine eigene Kategorie, die die Vorteile von E-Bike, Roller und Motorrad kombinieren soll. Der eigentliche Kniff liegt in der Zulassung: Das Fahrzeug fährt in zwei per Software einstellbaren Leistungsstufen, als Rollerklasse L1e bis 45 km/h und als Motorradklasse L3e bis 130 km/h. In der Einstiegskonfiguration reicht in den USA und in Europa laut Novus ein Autoführerschein, wobei die Voraussetzungen je nach Land und in den USA je nach Bundesstaat variieren. Damit zielt das Unternehmen nach eigenen Angaben auf über 400 Millionen Autofahrer in Europa und Nordamerika statt auf die Nische des Zweiradmarkts.

„Unser Ziel ist nicht, den Motorradmarkt zu elektrifizieren oder nur ein weiteres Zweirad zu bauen. Unser Ziel ist, urbane Mobilität neu zu verteilen. Investoren dieses Kalibers an Bord zu haben, zeigt mir, dass der Markt das genauso sieht“, sagt Renger.

Vom Musk-Nein zum Tesla-Ingenieur an Bord

Das Shareholder-Ökosystem umfasst laut Novus über 30 Investoren. Mit an Bord ist Eric Bach, ehemaliger Chief Engineer bei Lucid Motors und Director of Engineering bei Tesla, der als Investor und Board Advisor an der Fahrzeugentwicklung mitwirkt. Zudem steigt Martin Hoffmann ein, der On vom Schweizer Startup zur globalen Premium-Performance-Marke skaliert und als CFO und Co-CEO an die Börse gebracht hat. Dazu kommen Gründer und Führungskräfte von Kembara VC, Adidas, Audi, BMW, Chrono24, FINN, Grover, Mercedes-AMG, New Balance, Vay und Xiaomi, Venture-Investoren aus dem Silicon Valley und Europa sowie Rennfahrerin Sophia Flörsch. Ein Zweiradhersteller findet sich unter den Gesellschaftern nicht.

„Wir haben uns nicht nach klassischen Mobilitätsinvestoren umgeschaut. Was wir aufgebaut haben, funktioniert eher wie ein eigener Y Combinator“, sagt Hannes A. H. Krieger, CSO und Gründungsmitglied von Novus.

USA 2027, Novus Two Ende 2027

Das frische Kapital soll in den Marktstart in den USA 2027, die Expansion in europäische Lifestyle-Metropolen und die Entwicklung des Novus Two fließen. Das zweite Modell soll die Lightbike-Kategorie zu einem niedrigeren Einstiegspreis in die Breite bringen, der Produktionsstart ist für Ende 2027 geplant.

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