30.03.2020

Coronavirus-Grenzkontrollen: Echtzeit-Karte zeigt Wartezeiten von LKW

Wie lange müssen Kunden auf ihr Amazon-Paket warten? Welche Wartezeit müssen Spediteure wegen der Grenzkontrollen einplanen? Eine Karte mit Echtzeit-Daten liefert Antworten auf diese Fragen.
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Grenzkontrollen wegen Coronavirus: LKW warten an der Grenze.
(c) Adobe Stock / Vera NewSib

In den vergangenen Wochen haben die europäischen Nationen hart daran gearbeitet, die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 einzudämmen. Die Regierungen haben demnach nicht nur Beschränkungen für öffentliche Versammlungen und individuelle Reisen eingeführt, sondern durch die Einrichtung von Grenzkontrollen oder sogar Grenzschließungen indirekt auch die Frachtströme beeinflusst.

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Doch wie lange müssen LKW nun wirklich an den europäischen Grenzen warten? Das auf Logistik-Thematik spezialisierte Unternehmen Sixfold hat eine Lösung entwickelt, mit welcher ebendiese Information in Echtzeit dargestellt wird und dies dem brutkasten über unser eigens eingerichtetes Coronavirus-Meldetool mitgeteilt.

Kostenlose Karte zeigt LKW-Wartezeit in Echtzeit

Die Spezialität von Sixfold besteht darin, global agierenden Herstellern, Einzelhändlern und Logistikdienstleistern Echtzeitdaten und vorausschauende Transparenz über ihre Sendungen zu bieten. So sehen die B2B-Kunden, wo sich ihre Sendungen befinden, wann sie in ihren eigenen Einrichtungen oder bei den Kunden ankommen und ob es Probleme oder Verzögerungen gibt.

Diese Technologie wurde nun für die Implementiertung der besagten Echtzeit-Karte verwendet. In einem ersten Schritt wurden aggregierte Informationen über die Grenzübergangszeiten für LKW veröffentlicht, die auf unseren Echtzeit- und Prognosedaten basieren, so dass jeder, der einen praktischen Nutzen davon hat, kostenlos darauf zugreifen kann. Davon sollen Logistikabteilungen und Spediteure ebenso profitieren wie Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung, die entsprechende Maßnahmen setzen können.

Interaktive Karte für die Wartezeit an der Grenze für LKW
(c) Sixfold

Grenzkontrollen als Pain Point der Logistik

Anfangs hieß es nach Implementierung der Online-Karte noch in einem Blogpost, dass sich die Effekte der Grenzschließungen nicht allzustark auswirken: Es komme zwar zu Störungen, allzu schlimm seien die Verzögerungen aber nicht. „Auf der Grundlage unserer Daten ist die pünktliche Lieferung in den betroffenen Gebieten in der letzten Woche insgesamt nur um 3-7 Prozentpunkte zurückgegangen“, hieß es noch am 16. März: „Dies zeigt, dass sowohl die hochprofessionellen Logistikdienstleister als auch die Logistikabteilungen unserer Kunden über Prozesse zur Bewältigung von Krisensituationen verfügen.“ Es sei – vor allem dank der Echtzeitdaten – gelungen, die Transporte umzuleiten.

Vergangene Woche relativierte Sixfold jedoch die ursprünglich positiven Nachrichten: Der Impact sei nun deutlich größer, nachdem zahlreiche europäische Staaten ihren Grenzkontrollen und -schließungen verschärft hatten. Man werde dazu in naher Zukunft ein Update veröffentlichen – eine vorläufige Analyse zeige jedoch, dass die Wartezeiten an den Grenzen mit verschärften Kontrollen deutlich zugenommen haben.

==> zur Echtzeit-Karte von Sixfold

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Für Ilja Jay Lawal und Pedram Parsaian, die Gründer der Social-Media-Agentur Follow, schließt sich mit dem neuen Lehrgang ein Kreis. Beide haben an der FHWien der WKW Kommunikationswirtschaft studiert und sich dort kennengelernt. Seit mehreren Jahren sind sie zudem als Lektoren an der Hochschule tätig. Auch geschäftlich besteht bereits eine Verbindung: Die FHWien der WKW ist Kundin der Agentur, die für sie unter anderem Performance-Marketing und Influencer-Marketing-Projekte umsetzt, um neue Studierende anzusprechen.

Follow hat heuer bereits mehrfach Schlagzeilen gemacht: Zu Jahresbeginn beteiligte sich Musiker RAF Camora mit fünf Prozent an der Agentur (brutkasten berichtete), im August wurde Follow offizieller Social-Media-Vermarktungspartner der ProSiebenSat.1 Puls 4 Gruppe und damit Kooperationspartner von deren Vermarktungs-Unit Seven.One Austria (brutkasten berichtete). Mit dem Lehrgang folgt nun der Schritt ins Bildungsgeschäft.

„Du kannst Social Media nicht studieren“

Die Motivation für die neue Ausbildung kommt direkt aus dem Agenturalltag. „Da merken wir in der Praxis sehr stark: Du kannst Social Media nicht studieren. Es gibt keine zertifizierte, universelle Ausbildung, wo man sagt: Wenn du das gelernt hast, dann kannst du es“, sagt Lawal im Gespräch mit brutkasten. Die Agentur erhalte laufend Bewerbungen von Menschen, die in den Bereich einsteigen wollen, aber keine praktische Erfahrung mitbringen und keinen Ort haben, an dem sie das Handwerk lernen können.

Gleichzeitig sei der Beruf deutlich anspruchsvoller geworden. Waren Social-Media-Manager:innen früher vor allem für Texte und Themenauswahl zuständig, brauche es heute deutlich mehr: „Zusätzlich bist du Videograf, Fotograf, machst Grafik. Du musst mit dem Smartphone alles Mögliche können“, so Parsaian. Der Job sei mittlerweile einer der schwierigsten im Marketing-Mix, obwohl er oft noch als kleiner Teil des Marketings gelte.

Dass die Ausbildung nicht im Alleingang, sondern mit einer Hochschule entsteht, war für die Gründer eine bewusste Entscheidung. Es gebe zwar bereits Online-Kurse zum Social Media Manager, diese seien aber reine Theoriekurse, hinter denen weder eine Hochschule noch eine Agentur mit Praxiserfahrung stehe. Die Unterstützung durch die FHWien der WKW soll das ändern.

Online-Videokurs mit KI-Kapitel

Der Lehrgang ist als Online-Videokurs konzipiert und auf drei Monate ausgelegt, kann aber im individuellen Tempo absolviert werden, etwa abends oder am Wochenende neben dem Job. Am Ende steht ein Zertifikat. Die Module werden von einem gemischten Team unterrichtet: FH-Professor:innen, Mitglieder des Follow-Teams inklusive der beiden Gründer sowie externe Expert:innen, etwa aus den Bereichen Recht und Psychologie. Ein eigenes Kapitel widmet sich dem Einsatz von KI im Social-Media-Bereich. Der reguläre Preis liegt bei 2.970 Euro.

Die Ausbildung richtet sich an drei Zielgruppen: junge Menschen, die Social Media Manager:innen werden wollen, KMU und Marketingteams, die Social Media für das eigene Unternehmen aufbauen möchten, sowie Creator und Influencer:innen, die professioneller mit ihren Kanälen umgehen wollen.

Seitens der FHWien der WKW betont Studiengangsleiter David Dobrowsky den Anspruch der Ausbildung: „Der Anspruch dieser Ausbildung ist es, Social Media als eigenständiges und zentrales Feld von Unternehmenskommunikation und Marketing zu vermitteln. Professionelle Social-Media-Kommunikation braucht beides: fundiertes Wissen und praktische Anwendungsskills der Tools. Deshalb werden theoretische Grundlagen mit dem Umgang mit relevanten Tools und konkreten Anwendungen verbunden.“

KI senkt die Eintrittsbarriere, ersetzt aber niemanden

Dass KI den Bereich verändert, sehen die Gründer täglich. Die Eintrittsbarriere sei geringer geworden, weil sich mit KI-Unterstützung durchaus brauchbare Social-Media-Pläne erstellen ließen. „Ein einzelner Social-Media-Manager mit KI ist vielleicht so wie ein Team von drei, vier, fünf Leuten“, sagt Lawal. Eine echte Person ersetzen könne die Technologie aber nicht: „Dazu braucht man auch den Blick auf das, was sich laufend verändert. Es ist eine massive Arbeitserleichterung, Stand jetzt aber kein Ersatz.“

Neuer Revenue Stream für die Agentur

Für Follow ist der Lehrgang auch ein Business Case. Die Agentur ist nach eigenen Angaben auf 35 Mitarbeiter:innen gewachsen, bei einem jährlichen Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich. Das bringt ein Problem mit sich: „Wir sind mittlerweile einfach als Agentur zu groß für viele Kleine. Die kleine Immobilienkanzlei zu betreuen, rechnet sich für uns als Case nicht mehr“, sagt Lawal. Anfragen kleinerer Unternehmen müsse man ablehnen, obwohl auch diese Hilfe im Social-Media-Bereich bräuchten.

Der Lehrgang soll genau diese Lücke schließen und zugleich einen neuen, skalierbaren Umsatzstrom eröffnen, der nicht mit zusätzlichem Personal wächst. Selbst im schlechtesten Fall sehen die Gründer keinen Nachteil: Dann bleibe eine interne Schulungsressource für das eigene Team und das Onboarding. Künftig sollen auf der Videoplattform auch Vertiefungen dazukommen, etwa in den Bereichen Influencer-Marketing und Content Creation.

Sieglinde Martin, Head of Department of Communication an der FHWien der WKW, sieht in der Kooperation auch eine besondere Verbindung zur eigenen Alumni-Community: „Für uns als FHWien der WKW war schnell klar, dass wir mit so erfolgreichen Absolventen wie den Gründern von Follow kooperieren wollen. Sie setzen in ihrem Agenturalltag praktisch perfekt um, was wir in unseren Studiengängen am Department of Communication lehren. Es ist uns wichtig, diese Weiterbildung nicht nur zu unterstützen, sondern sie vor allem mit fundierten theoretischen Grundlagen und aktuellen Insights aus der Wissenschaft zu begleiten. Besonders freut es uns natürlich, dass wir so wieder mit ehemaligen Studenten zusammenarbeiten können und sich somit für uns der Kreis auf eine ganz besondere Weise schließt.“

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AI Summaries

Coronavirus-Grenzkontrollen: Echtzeit-Karte zeigt Wartezeiten von LKW

  • In den vergangenen Wochen haben die europäischen Nationen hart daran gearbeitet, die Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 einzudämmen.
  • Die Regierungen haben demnach nicht nur Beschränkungen für öffentliche Versammlungen und individuelle Reisen eingeführt, sondern durch die Einrichtung von Grenzkontrollen oder sogar Grenzschließungen indirekt auch die Frachtströme beeinflusst.
  • Mit einer Tchnologie von Sixfold sehen die B2B-Kunden, wo sich ihre Sendungen befinden, wann sie in ihren eigenen Einrichtungen oder bei den Kunden ankommen und ob es Probleme oder Verzögerungen gibt.
  • Diese Technologie wurde nun für die Implementiertung einer Echtzeit-Karte verwendet, welche Wartezeiten an der Grenze anzeigt.

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