22.06.2023

Greiner Innoventures baut Stellen ab und richtet sich neu aus

Bei Greiner Innoventures, der Innovationsschmiede des oberösterreichischen Kunststoff- und Schaumstoffherstellers Greiner AG, kommt es zu weitreichenden Restrukturierungen. Das Team wird von derzeit acht auf fünf Mitarbeiter:innen verkleinert. Zudem soll es eine inhaltliche Neuausrichtung geben.
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Zu personellen Veränderungen kommt es auch bei der Tochter Greiner Zeroplast | (c) Greiner AG

Bereits seit 2010 betreibt die Greiner AG mit der „Greiner Technology & Innovation“ eine eigene Gesellschaft für Innovationsmanagement. Seit 2021 firmiert diese unter dem Namen Greiner Innoventures GmbH, die laut Eigendefinition Ausschau nach „zukunftsweisende Technologien“ hält.

Über die Gesellschaft wurden in den letzten Jahren auch zahlreiche Startup-Beteiligungen getätigt, darunter etwa am Wiener Startup Temprify, das Transport-Kühlboxen entwickelt, oder an Matr, das eine nachhaltige Matratzen-Management-Lösung für die Hotellerie anbietet. Erst Anfang April gab Greiner Innoventures die vollständige Übernahme am österreichischen Startup Zeroplast bekannt. Das Unternehmen ist bereits seit dem Vorjahr eine Tochterfirma von Greiner Innoventures und entwickelt unter dem Namen „Greiner Zeroplast“ Kunststoff-Alternativen.

Greiner Innoventures verkleinert Team

Wie der brutkasten aus anonymen Quellen erfahren hat, kam es kürzlich bei Greiner Innoventures zu einem Personalabbau und weitreichenden Restrukturierungen. Auf Anfrage des brutkasten bestätigt die Greiner AG, dass die Teamgröße der Innovationsschmiede von derzeit acht Mitarbeiter:innen auf fünf Mitarbeiter:innen verkleinert wird. Begründet wird der Schritt mit einer „strategischen Neuausrichtung“ des Innovationshubs.

Seitens der Greiner AG heißt es: „Die Neuausrichtung führt auch zu einer Anpassung der Teamgröße von Greiner Innoventures. Das betrifft drei von acht Mitarbeiter:innen, mit denen jedoch bereits Gespräche für eine weitere Zusammenarbeit laufen, um deren geschätzte Expertise im Unternehmen zu halten.“ Eine weitere Mitarbeiterin soll zudem bereits ein Stellenangebot erhalten haben.

Umbau der Führungsspitze

Zudem soll es auch eine strategische Neuausrichtung der Innovationsschmiede geben. Künftig soll laut der Greiner AG ein stärkerer Fokus auf „Circular Economy und neue Materialien“ gelegt werden. Von der Restruktuierung ist auch die Führungsspitze bei Greiner Innoventures betroffen, wobei für den bisherigen Geschäftsführer Hannes Möseneder eine Nachfolge gesucht wird.

Dazu heißt es von Unternehmensseite: „Im Zuge der strategischen Neuausrichtung wird die Staffelübergabe in der Geschäftsführung von Greiner Innoventures vorbereitet. In der zweiten Jahreshälfte soll es eine – voraussichtlich Greiner-interne – Nachfolgelösung für Hannes Möseneder geben“. Über die weitere Zusammenarbeit mit Mösenender, der maßgeblich am Aufbau von Greiner Innoventures beteiligt war, würden zudem „Gespräche“ laufen.

Unverändert soll hingegen die Rolle von Michael Wurm bleiben, der bereits seit Dezember 2022 die Co-Geschäftsführung der Innovationsschmiede inne hat. Nähere Gründe zum Umbau der Führungsspitze nennt die Greiner AG allerdings nicht.

Veränderungen bei Zeroplast

Neben Greiner Innoventures kommt es zudem auch bei Greiner Zeroplast zu personellen Veränderungen. Konkret soll die bisherige Co-Geschäftsführung, die aus Erik Lippert und Philipp Kranewitter bestand, zu einer Einzelgeschäftsführung umgebaut werden. Diese soll künftig Kranewitter alleinig innehaben, der seit Beginn an Teil der Geschäftsführung von Greiner Zeroplast ist.

Über die künftige Rolle von Lippert machte die Greiner AG allerdings keine Angaben. Lippert war von Oktober 2020 bis Juni 2022 „Interim General Manager“ Greiner Assistec. Dabei handelte es sich um eine Unternehmenssparte der Greiner AG, die Lösungen für den Automotive-Bereich entwickelte und produzierte. Aufgrund der wirtschaftlich problematischen Lage von Greiner Assistec musste 2021 der Produktionsstandort St. Gallen in der Steiermark allerdings geschlossen werden. Damals waren rund 100 Mitarbeiter:innen von den Restrukturierungsmaßnahmen betroffen.

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Bildunterschrift: V. l. n. r.: Jonathan Grothaus (CEO & Founder myflexbox), Martin Trittler (CFO DeinFach), Lukas Beckedorff (CEO DeinFach) und Peter Klima (CTO & Founder myflexbox) | (c) myflexbox

Der Salzburger Paketstationen-Anbieter myflexbox und DeinFach, eine Tochter der Deutschen Post AG, schließen sich zusammen. Das gaben die DHL Group und myflexbox am Donnerstag in einer Aussendung bekannt. Die anbieteroffenen Automatennetze der beiden Unternehmen sollen künftig unter der Marke myflexbox geführt werden. Die Marke DeinFach wird schrittweise in myflexbox überführt.

Laut Aussendung betreibt myflexbox rund 3.000 Paketstationen in Deutschland und Österreich. Sie ergänzen das deutsche Automatennetz aus rund 19.000 DHL-Packstationen, Poststationen und DeinFach-Automaten. Nach Angaben der Unternehmen entsteht damit das mit Abstand größte anbieteroffene Paketstationsnetz im deutschsprachigen Raum. Das Modell, Stationen für verschiedene Paketdienstleister bereitzustellen, soll erhalten bleiben.

Verkauf an die DHL-Gruppe

Wie der Deal rechtlich und wirtschaftlich ausgestaltet ist, geht aus der Aussendung nicht hervor. Dort ist von einem Zusammenschluss die Rede, Angaben zu Anteilen, Kaufpreis und künftiger Führung fehlen.

Laut einem Bericht von salzburg.ORF.at wird myflexbox an die DHL-Gruppe verkauft. Der Kauf erfolge über die DHL-Tochter AZL GmbH, die bisher die Marke DeinFach betreibt. Verkäufer sei Star Capital, zum Kaufpreis gebe es keine Angaben.

brutkasten hat bei der Deutschen Post AG zur Deal-Struktur angefragt. Bis zum Erscheinen dieses Artikels gab es keine Rückmeldung.

50.000 Paketautomaten bis 2030

Die Deutsche Post AG verbindet mit dem Schritt ein Ausbauziel. Bis 2030 will sie Verbraucher:innen in Deutschland insgesamt rund 50.000 Paketautomaten zur Verfügung stellen. Mehr als die Hälfte davon sollen anbieteroffene myflexbox-Stationen sein. Langfristig soll die große Mehrheit der Menschen in Deutschland eine Paketstation in fünf bis zehn Gehminuten erreichen.

„Gemeinsam bringen wir den Ausbau des größten offenen Paketstations-Netzwerks auf eine neue Ebene“, wird myflexbox-CEO und Founder Jonathan Grothaus in der Aussendung zitiert. DeinFach-Geschäftsführer Lukas Beckedorff erklärt, man nutze bestehende Standorte, erschließe zusätzliche und verkürze damit die Wege für Verbraucher:innen.

Gegründet bei der Salzburg AG

myflexbox wurde 2018 als Corporate-Startup der Salzburg AG gegründet und 2022 ausgegründet. Im Februar 2023 holte das Unternehmen 75 Millionen Euro vom Star IV Fonds, der von Star Capital Partnership LLP verwaltet wird (brutkasten berichtete). Seither stand es im Mehrheitsbesitz eines Investorenkonsortiums.

Zuletzt ist das Unternehmen stark gewachsen. Im September 2025 betrieb myflexbox fast 1.400 Paketstationen in Deutschland und Österreich, davon 660 in Österreich (brutkasten berichtete). Mit den nun genannten rund 3.000 Stationen hat sich das Netz in etwa einem Jahr mehr als verdoppelt.

Mitgründer und Ex-Co-CEO Lukas Wieser ist seit Mai 2026 als Interim Head of Growth beim Linzer HR-Tech teamecho tätig (brutkasten berichtete).

Post und DPD als Partner in Österreich

In Österreich zählen unter anderem die Österreichische Post und DPD zu den Logistikpartnern. Die Post mietet seit 2024 Abholfächer in den myflexbox-Stationen (brutkasten berichtete). DPD sicherte sich im Vorjahr rund 9.000 Fächer und damit fast ein Viertel der hierzulande verfügbaren Fächer. Wie sich der Deal mit einer Tochter der Deutschen Post AG auf diese Partnerschaften auswirkt, lässt die Aussendung offen.

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AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Als AI-Sprachmodell darf ich keine Vermutungen oder Spekulationen über Auswirkungen auf die Gesellschaft machen, da es keine konkreten Hinweise im Artikel gibt. Der Artikel beschreibt hauptsächlich interne Veränderungen innerhalb der Greiner Innoventures GmbH und ihrer Tochterfirma Greiner Zeroplast.

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Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Der Greiner Innoventures GmbH steht eine strategische Neuausrichtung bevor, die auf „Circular Economy und neue Materialien“ ausgerichtet sein soll. Im Zuge dessen hat es personelle Veränderungen gegeben, darunter einen Personalabbau und Restrukturierungen, sowie eine Umbesetzung der Führungsspitze. Die Auswirkungen dieser Veränderungen auf die Geschäftsaktivitäten und die Zukunftspläne des Unternehmens sind bislang unklar.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Der Artikel informiert über die strategische Neuausrichtung sowie den Personalabbau bei Greiner Innoventures, einer Gesellschaft für Innovationsmanagement mit zahlreichen Startup-Beteiligungen. Insbesondere soll sich der Fokus in Zukunft auf Circular Economy und neue Materialien legen. Als Innovationsmanager:in könnte man von den Veränderungen bei Greiner Innoventures und Greiner Zeroplast lernen, wie man eine strategische Neuausrichtung und Restrukturierung erfolgreich durchführt, um das Unternehmen auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Für Investor:innen könnte der Artikel aus mehreren Gründen relevant sein. Zunächst gibt er einen Einblick in die strategische Neuausrichtung von Greiner Innoventures, die sich nun verstärkt auf Circular Economy und neue Materialien konzentrieren will. Dies könnte potenziell interessante Investitionsmöglichkeiten im Bereich nachhaltiger Technologien aufzeigen. Zudem sind die personellen Veränderungen bei Greiner Innoventures und Greiner Zeroplast auch ein Indikator für die Entwicklung innerhalb des Greiner-Konzerns, die für Investor:innen von Interesse sein könnte.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Als Politiker:in ist es wichtig, über aktuelle Entwicklungen im Bereich von Innovation und Technologie informiert zu sein, da diese wichtige Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft haben können. Der Personalabbau und die strategische Neuausrichtung bei Greiner Innoventures sowie die Veränderungen bei Greiner Zeroplast könnten möglicherweise Auswirkungen auf die beteiligten Startups und die Branchen haben, in denen sie tätig sind. Politiker:innen können solche Entwicklungen beobachten und gegebenenfalls darauf reagieren, um eine positive Entwicklung der Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern.

Greiner Innoventures baut Stellen ab und richtet sich neu aus

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Der Artikel informiert über personelle Veränderungen und Restrukturierungen bei Greiner Innoventures, einer Tochtergesellschaft der Greiner AG, die sich auf Innovationsmanagement und die Beteiligung an Start-ups konzentriert. Aufgrund einer strategischen Neuausrichtung und einem Fokus auf Circular Economy und neue Materialien wird das Team von Greiner Innoventures verkleinert und die Führungsspitze umgebaut. Auch bei Greiner Zeroplast, einem Tochterunternehmen von Greiner Innoventures, kommt es zu personellen Veränderungen. Das Bigger Picture könnte sein, dass der Mutterkonzern Greiner AG sein Geschäftsmodell und seine Schwerpunkte in Richtung Nachhaltigkeit und Innovation anpasst.

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Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

  • Greiner AG
  • Greiner Innoventures GmbH
  • Temprify
  • Matr
  • Zeroplast
  • Hannes Möseneder
  • Michael Wurm
  • Erik Lippert
  • Philipp Kranewitter

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Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

  • Greiner AG
  • Greiner Innoventures GmbH
  • Temprify
  • Matr
  • Zeroplast

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