10.01.2017

greenstart: Crowd-Liebling Uniti bei Preisverleihung

Am 17. Jänner werden die Gewinner der Startup-Initiative greenstart vorgestellt. Die Keynote wird Lewis Horne, Gründer und CEO des schwedischen Erfolgs-Startups Uniti, halten.
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(c) Uniti: Das Team von Uniti
kooperation

Kaum eine andere Crowdfunding-Kampagne konnte, zumindest im skandinavischen Raum, an den Erfolg des schwedischen Startups Uniti anschließen. Nach dem Start erreichte das Team rund um Gründer Lewis Horne sein Kampagnenziel von 500.000 Euro in weniger als 36 Stunden. Insgesamt konnten dabei 570 Investoren aus 45 Ländern gewonnen, und die Kampagne mit 244% Finanzierung abgeschlossen werden.

Lernen vom Profi

Wie das Startup mit einem Elektroauto die traditionelle Automobilindustrie umkrempeln möchte und was die Gründe für den derartigen Erfolg der Crowdfunding-Kampagne waren, das können Interessierte von Gründer und CEO Horne im Rahmen der Preisverleihung der Startup Initiative greenstart erfahren. Bei der Veranstaltung am 17. Jänner im Kuppelsaal der TU wird er einen Impulsvortrag halten. Danach werden jene drei Startups ausgezeichnet, die mit ihren klimaschonenden Projekten die Fachjury und das Publikum des Online-Votings überzeugen konnten.

Redaktionstipps

Wer konnte Jury und Publikum am meisten überzeugen?

Insgesamt stellten sich zehn Projekte der Herausforderung. Im Vorjahr waren sie von der Fachjury aus zahlreichen Einreichungen in den Bereichen Erneuerbare Energie, Energieeffizienz, Mobilität und Landwirtschaft ausgewählt worden. Sie erhielten neben 6.000,- Euro Förderung auch ein halbes Jahr lang gezielte Coachings, Workshops und Expertise. Diese Zeit nutzen die „greenstarter“, um ihre Ideen zu ausgereiften, marktfähigen Geschäftsmodellen weiterzuentwickeln. Wer damit am meisten überzeugen konnte, das erfahren wir am 17. Jänner.

Beeindruckende Projekte

greenstart ist der grüne Startup-Wettbewerb des Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW). Es unterstützt die markteinführung und -verbreitung innovativer, nachhaltiger Technologien und Dienstleistungen, die zur CO2-Einsparung beitragen. „Mit greenstart können wir innovative Business-Ideen für mehr Klimaschutz und konkrete Lösungen zur Umsetzung der Energiewende unterstützen. Die Vorjahressieger Awattar, Ökogotschi und Tausendundein Dach haben mich tief beeindruckt“, sagte Bundesminister Andrä Rupprechter schon 2016.

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easy-connect, mamdani, Metropolitan Opera, Met, NY
© Laura Böhler - Gerald Stockinger (l.)(Co-Founder & CTO) und Wolfgang Graf (Co-Founder & CEO).

Die Metropolitan Opera und New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani kündigten Ende September eine Initiative an: In der Saison 2026/27 gibt die Met jeden Monat 10.000 Karten an New Yorker:innen frei, die seit 2019 kein Met-Ticket gekauft haben. Das sind rund zehn Prozent aller Tickets der Saison. Das Unternehmen easy-connect aus Wien liefert dafür die Technologie, wie dieses heute bekanntgab.

easy-connect in New York

Die Tickets werden über die bestehende digitale Lotterie in der App vergeben: Dazu müssen Nutzer:innen ihren Ausweis für die Berechtigungsprüfung in der App hochladen und sich für eine Vorstellung zur Lotterie anmelden. Von einem möglichen Gewinn erfahren sie per Push-Nachricht – und erhalten das Ticket direkt am Handy. Das Besondere daran: So kann die Met auch jene Teilnehmer:innen erneut ansprechen, die bei der Lotterie nicht gewinnen.

„Mit Opera for All wollten wir es New Yorker:innen in allen fünf Stadtbezirken leicht machen, die Met zu entdecken – und sie persönlich bei uns willkommen heißen. Weil Lotterie und Ausweisprüfung bereits in der App, die wir auch für unsere Rush-Tickets nutzen, verfügbar waren, ging es bemerkenswert schnell von der Idee zum Start – und das in der Größenordnung, die diese ambitionierte Initiative gebraucht hat. Möglich war das dank unserer Zusammenarbeit mit dem innovativen und flexiblen Team von easy-connect, das uns bei jedem Schritt begleitet hat, vom Design bis zur Umsetzung“, sagt Gillian Brierley, Chief Audiences, Marketing, and Communications Officer der Metropolitan Opera.

Bürgermeister Mamdani über „Opera for All“

Das Modell lässt sich auf viele Kulturbetriebe übertragen. Seit 2024 vergibt die Met über eine Lotterie in der App vergünstigte Tickets für 25 Dollar. Mehr als 550.000-mal haben Menschen seither bei der Verlosung mitgemacht, mehr als die Hälfte der App-Nutzer:innen ist unter 40 Jahren alt – und trotzdem sind rund vier von fünf Tickets, die in der App gekauft werden, ganz reguläre (Vollpreis-)Karten. Für viele Menschen stelle die Lotterie den ersten Schritt ins Haus dar.

Denn wer sich in der App anmeldet, sei für die Met kein:e Unbekannte:r mehr. Wer bei der Lotterie nicht gewinnt, bekommt automatisch ein passendes Angebot für ein reguläres Ticket. Im deutschsprachigen Raum gibt es ebenfalls solche Modelle und Initiativen, um kulturelle Teilhabe über alle Besuchergruppen hinweg zu ermöglichen, unabhängig von Herkunft oder finanziellen Möglichkeiten. Zum Beispiel am Opernhaus Zürich mit einer Ticket-Lotterie und der digitalen Prüfung der „KulturLegi-Berechtigung“ für Menschen mit geringem Einkommen, direkt in der App.

„Stammpublikum entwickeln“

„Kultur einfacher zugänglich zu machen, war von Anfang an unser Anspruch. Nun macht es uns besonders stolz, dass die Technologie hinter einem Programm dieser Größenordnung aus Wien kommt“, sagt Wolfgang Graf, Co-Founder & CEO von easy-connect, der das Unternehmen gemeinsam mit Gerald Stockinger gegründet hat. „Drei von vier Erstbesucher:innen kommen nie wieder. Mit einer eigenen App können Häuser das ändern: Menschen zum ersten Mal hereinholen, sie persönlich ansprechen und daraus Stammpublikum entwickeln. Am Ende des Tages geht es darum, möglichst viele Menschen für Kunst und Kultur zu begeistern. Und was in New York funktioniert, funktioniert genauso in Wien, Zürich oder Berlin.“

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