07.03.2016

Nach Greenstart-Gewinn: Tausendundein Dach auf Erfolgskurs

Wie die Photovoltaik-Initiative „Tausendundein Dach" nach dem „Greenstart"-Gewinn Unternehmen mit dem Solarvirus infiziert hat.
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(C) Tausendundein Dach: Tausendundein Dach mit Founderin Cornelia Daniel plus Team.

Das Ziel des Greenstart-Siegers 2015 „Tausendundein Dach“ ist es, Unternehmen für Solarstromanlagen zu gewinnen. Am Donnerstag dieser Woche wurden in Wien die Finalisten des diesjährigen „Greenstart“-Wettbewerbs präsentiert. Mit vor Ort dabei war mit einer Präsentation über die Entwicklung ihres Unternehmens Cornelia Daniel, die den Preis mit „Tausendundein Dach“ im Jahr 2015 gewann.

Greenstart-Gewinn

Ihr Startup versteht sich als Einkaufsgemeinschaft für gewerbliche Solarstromanlagen. Unternehmens-Gründerin Daniel blickt nach dem Gewinn des „Greenstart“-Preises auf ein bewegtes Jahr zurück. Ihr Resümee fällt dabei durchwegs positiv aus: Über 100 Unternehmen machten von den gratis Quick-Checks Gebrauch – dabei wird überprüft, ob sich eine Photovoltaikanlage für den Betrieb lohnt.

solarstausendundeindach
(c) TausendundeinDach

20 Anlagen konnten trotz der langwierigen Genehmigungsverfahren bereits 2015 umgesetzt werden. Weitere 40 sind derzeit im Bau. Insgesamt konnten so zwei Millionen Euro Solarinvestitionen ausgelöst werden.

+++Mehr zum Thema: Das waren die größten Hürden der Greenstart-Gewinner+++

Greenstart-Gewinner 2015: Erstes Megawatt war „Kraftakt“

„Das erste Megawatt war definitiv ein Kraftakt, aber die Arbeit hat sich gelohnt“, erzählt Daniel bei der Präsentation. Trotz der niedrigen Energiepreise kann laut Tausendundein Dach Solarstrom günstiger produziert werden als der Strom vom Netz. Vor allem Unternehmen, die nicht durch ausländische Konzernvorgaben an ausschließlich kurzfristige Investments gebunden sind, investieren beim historisch niedrigen Zinsniveau in Sonnenstrom.

Mehr Infos zu Tausendundein Dach hier…

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Hansi Hansmann auf der Main Stage des Female Future Festivals 2026. © brutkasten

Unter dem Motto „The Power of Connection“ versammelten sich am 22. Oktober rund 2.000 Teilnehmende in der Wiener Ottakringer Eventlocation. Das von den Schwestern Verena Eugster und Patricia Zupan-Eugster gegründete Female Future Festival widmete sich Themen wie Leadership, künstlicher Intelligenz und Finanzkompetenz. Neben Fachpanels zu Verhandlungsstrategien oder finanzieller Gesundheit war auch Business Angel Hansi Hansmann als Keynotespeaker auf der Bühne zu sehen.

„…, weil ich glaube, dass es unsere Welt besser macht“

Im Gespräch mit brutkasten nannte Hansmann seine Motivation für den Besuch: „Ich habe zwei kleine Töchter und ich möchte gerne, dass meine Töchter später im Leben irgendwann alles das machen können, was sie machen wollen, ohne dass ihr Geschlecht sie daran hindert.“ „Ich bin ein ganz, ganz großer Fan davon, dass es mehr Unternehmerinnen und mehr Investorinnen gibt. Überhaupt mehr Frauen an der Macht, weil ich glaube, dass es unsere Welt besser macht“, ergänzt er zu seinen Beweggründen.

Was seine Beteiligungen angeht, sieht der Investor und ehemalige Manager in Sachen Geschlechterverteilung ein klares Muster: „Ich habe in alles investiert: in rein männliche Teams natürlich viel mehr, aber auch rein weibliche und gemischte Teams. Am besten performen gemischte Teams aus meiner Erfahrung.“

Der Hebel gemischter Teams

Den Vorteil gemischter Teams sieht Hansmann im Zusammenspiel unterschiedlicher Stärken: Es gebe „unterschiedliche Eigenschaften und Skills zwischen Frauen und Männern, und die Mischung macht’s aus“.

Als Beispiel nennt er den Markteintritt: „Ein reines Männerteam geht mit dem Produkt raus, wenn es fertig ist. Nach dem Motto ’das können wir mal rausschieben in den Markt, probieren wir mal, schauen wir mal, ob es ankommt.’ Beim reinen Frauenteam, da muss das Produkt perfekt sein. Und das dauert natürlich fünf Monate länger, bis die auf den Markt gehen, und damit vergeht Zeit.“ Für ihn gilt: „Das gemischte Team, wo sozusagen alle Stimmen zu Wort kommen, ist das Ideale.“

Deutlicher Finanzierungs-Gap in H1/2026

Doch obwohl die Teamkonstellation am besten zu performen scheint, bestehen nach wie vor große Ungleichheiten in Sachen Startup-Finanzierung. Erst kürzlich zeigte der Female Start-up Funding Index H1/2026 von EY Österreich, Female Founders und Fund F das Ausmaß. Im ersten Halbjahr flossen 472 Mio. Euro Risikokapital in österreichische Startups, ein Plus von 329 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Rein männliche Teams erhielten davon 94,9 Prozent, gemischte Teams 4,8 Prozent und rein weibliche Teams 0,3 Prozent. Der Frauenanteil unter den analysierten Gründer:innen lag bei rund 13 Prozent. „Frauen dürfen gründen. Finanziert werden Männer“, brachte es Lisa-Marie Fassl, Managing Partner von Fund F, in der damaligen Aussendung auf den Punkt.

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