„Traivelling“ als das erste Bahnreisebüro für klimafreundliches Reisen, „Green Sentinel“ mit ihrem Verfahren zur Aufbereitung von Klärschlamm und „Rebel Meat“ mit Burgerpatties, die nur aus 50 Prozent Fleisch bestehen: Das sind die Sieger-Teams des fünften Durchgangs des Startup Wettbewerbs greenstart.
Am Donnerstag ging für die zehn Finalisten von greenstart, dem Startup Wettbewerb des Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Bundesministerium für Klimaschutz (BMK), der aktuelle Durchgang zu Ende. Bei der virtuellen Preisverleihung wurden die drei Gewinner-Teams prämiert.
Dieses Jahr konnten sich die Startups Green Sentinel, Traivelling und Rebel Meat über den Titel „greenstar 2020“ sowie über ein Preisgeld von je 15.000 Euro freuen.
Der Wettbewerb für nachhaltige Business-Ideen geht laut den Initiatoren nun erstmals gleich ohne Pause in den nächsten Durchgang, denn schon ab heute (bis 8. März 2021, 12 Uhr) können grüne Startups wieder ihre nachhaltigen Ideen unter www.greenstart.at einreichen.
Die TOP-10 Startups
Im letzten halben Jahr konnten alle TOP-10 Startups ihre Geschäftsideen mit Workshops, Coachings und Expertenberatung erfolgreich weiterentwickeln und von der finanziellen Unterstützung des Programms profitieren – der brutkasten berichtete.
Die zehn Startups stellten sich anschließend erneut einer Fachjury und einem Online Voting, bei dem die Öffentlichkeit für ihre Favoriten-Teams stimmen konnte.
Die drei Siegerteams
Das Team von Rebel Meat hilft mit ihren Bio Burgerpatties bestehend aus 50 Prozent Fleisch und 50 Prozent hochwertigen Pilzen, Hirse und Gewürzen, den Fleischkonsum zu reduzieren – ohne auf das Fleischerlebnis verzichten zu müssen – mehr über Rebel Meat könnt ihr hier lesen.
Rebel Meat | (c) greenstart
Eine Alternative zu Reisen mit dem Flugzeug bietet das Vater-Sohn-Gespann von Traivelling, die mit ihren Ticketpaketen klimaschonende Bahnreisen in Europa und sogar bis nach Asien ermöglichen – mehr über Traivelling könnt ihr hier lesen.
Traivelling | (c) greenstart
Das Green Sentinel-Team hat ein neuartiges Verfahren entwickelt, mit welchem werthaltige Produkte aus Klärschlamm gewonnen und wiederaufbereitet werden können – mehr über Green Sentinel könnt ihr hier lesen.
Polytender: Die weltweit größte Ausschreibungsplattform soll aus Wien kommen
Die Run-Labs-Gründer Dima Rubanov und Matthias Neumayer, bekannt u. a. für den KI-Kindergeschichten-Generator Oscar Stories, bringen ein neues Produkt auf den Markt. Polytender soll Unternehmen die Suche nach staatlichen Ausschreibungen vereinfachen. Gelauncht wurde die Plattform im August.
Polytender: Die weltweit größte Ausschreibungsplattform soll aus Wien kommen
Die Run-Labs-Gründer Dima Rubanov und Matthias Neumayer, bekannt u. a. für den KI-Kindergeschichten-Generator Oscar Stories, bringen ein neues Produkt auf den Markt. Polytender soll Unternehmen die Suche nach staatlichen Ausschreibungen vereinfachen. Gelauncht wurde die Plattform im August.
Die beiden Polytender-Gründer Matthias Neumayer und Dima Rubanov | (c) Vlad Dobre
„Dream Big“ passt wohl auch zu Polytender. Die beiden Gründer Dima Rubanov und Matthias Neumayer haben sich zum Ziel gesetzt, sie zur größten Ausschreibungsplattform der Welt zu machen. Die beiden Wiener sehen großes ungenutztes Potential in öffentlichen Ausschreibungen. „Behörden vergeben in der EU jedes Jahr Aufträge im Wert von zwei Billionen Euro“, sagt Co-Founder Dima Rubanov im brutkasten-Gespräch.
Diese seien auf Hunderte Portale verteilt. Viele Unternehmen wüssten schlicht nicht, welche Aufträge sie gewinnen können, wodurch viele Ausschreibungen oftmals nur ein einziges Angebot hätten. Dabei sei die staatliche Beschaffung eine große Möglichkeit für Unternehmen. „SpaceX würde ohne die öffentliche Hand nicht existieren. Man vergisst oft, wie wichtig dieses Thema eigentlich ist“, sagt Rubanov. Ihre neue Plattform Polytender soll das nun ändern und die Suche nach öffentlichen Ausschreibungen erleichtern – in der gesamten EU.
Startup-Studio „Run Labs“
Die Gründer sind in der Szene keine Unbekannten. Rubanov und Matthias Neumayer entwickelten in den letzten Jahren Produkte wie Oscar Stories, die kindgerechte KI Lora oder den Dokumente-Erklär-Chatbot FragDasPDF. Alles läuft unter dem Startup-Studio Run Labs zusammen.
SpaceX würde ohne die öffentliche Hand nicht existieren.
Dima Rubanov, Co-CEO von Run Labs
400 Unternehmen in zwei Monaten
Ihre neueste Plattform, Polytender, wurde im August gelauncht und soll seitdem über 400 registrierte Unternehmen auf der Plattform gewonnen haben. Einige davon sind laut den Geschäftsführern noch Pilotkunden, es gebe aber auch bereits um die dreißig reguläre Abnehmer wie Helferline oder AV-Professional.
„Polytender beschleunigt unseren Prozess in der Suche, Bewertung und Abwicklung von Ausschreibungen wesentlich. Die dadurch freigesetzten Ressourcen können optimal eingesetzt werden“, sagt David Knapp, CEO der AV-Professional GmbH.
Eine „signifikante Zeitersparnis“
Die erhöhte Geschwindigkeit sei einer der großen Benefits, die Polytender für Firmen aufweise. „Gerade bei der Suche bieten wir für Unternehmen eine signifikante Zeitersparnis. Das funktioniert schon über alle EU-Länder und ein paar weitere Länder hinweg“, erklärt Rubanov. Neben den 27 EU-Staaten operiert Polytender auch in den USA, der Schweiz, Norwegen und Großbritannien und bündle so über 300 Vergabeportale. Die Plattform vereinfacht es den Unternehmen, Ausschreibungen überhaupt zu finden und daran teilzunehmen. Alles mit KI-Unterstützung.
KI-nativ als Alleinstellungsmerkmal
Ein Matching-Algorithmus gleicht neue Ausschreibungen sprachübergreifend mit Suchprofilen ab. Noch im November soll es auch eine KI-Zusammenfassung und eine Bid-Einschätzung geben. „Wir werden dann KI-Agenten haben, die riesige Datenmengen durchforsten, zusammenfassen und für den User personalisiert aufbereiten. Dadurch muss man nicht 100 Seiten lesen, um zu wissen, ob man sich bewerben soll oder nicht“, erklärt Neumayer.
Das Besondere: Polytender funktioniert KI-nativ. Jede Ausschreibung lässt sich direkt aus KI-Assistenten wie Mistral, Claude, ChatGPT und Microsoft Copilot durchsuchen. Unternehmen können dadurch eigene Ausschreibungs-Agenten bauen und so passende Aufträge finden und bewerten.
„Wir sind der Meinung, dass in einer AI-Agent-Zukunft weniger Interfaces notwendig sein werden. Deshalb haben wir alle App-Funktionen auch für Agents zugänglich gemacht“, erklärt Neumayer und ergänzt: „Wir haben auch Kunden, die ihre eigenen internen Agents haben, die wiederum mit ihren eigenen Daten angereichert sind. Diese Daten können sie dann mit unseren Daten aus öffentlichen Ausschreibungen, aus Dokumenten etc. verbinden und in ihre eigenen Abläufe einbauen.“
Die europäische Lösung, Datenschutz etc.
Wichtig sei den beiden Wienern, die sich bereits seit ihrer Schulzeit kennen, eine europäische Lösung anzubieten. „Wer unsere LinkedIn-Aktivitäten kennt, weiß, dass wir sehr pro-europäisch denken und uns auch europäische Souveränität wichtig ist. Wir sind auch der Meinung, dass diesbezüglich gerade die öffentliche Beschaffung ein großer Hebel wäre, der underused ist“, sagt Neumayer.
Auch bezüglich Datenschutz haben Rubanov und Neumayer klare Vorstellungen. „Wir hosten alles auf Hetzner, einem Server in Deutschland. Unsere KI-Modelle laufen auf europäischer Infrastruktur. Wir passen sehr auf, dass kein Abfluss von Daten entstehen kann. Wir sind auch DSGVO-konform“, sagt Rubanov.
Die All-in-Tender-Lösung
Rubanov und Neumayer denken die Plattform bereits weiter. Sie wollen nämlich nicht nur die Abläufe auf der Bieterseite vereinfachen, sondern auch auf der Vergabeseite. „Unsere große Vision ist es, eine All-in-one-Tender-Plattform zu haben. Sie soll auf der Bieterseite die Suche nach Aufträgen und Unterlagenerstellung und auf der Auftraggeberseite die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen abdecken“, sagt Neumayer. Sie können sich auch vorstellen, Ausschreibungen von Unternehmen auf Polytender zu veröffentlichen, wobei der Fokus auf staatlichen Ausschreibungen liege. Diese „Vision“ wolle man noch im ersten Quartal 2027 umsetzen.
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„Traivelling“ als das erste Bahnreisebüro für klimafreundliches Reisen, „Green Sentinel“ mit ihrem Verfahren zur Aufbereitung von Klärschlamm und „Rebel Meat“ mit Burgerpatties, die nur aus 50 % Fleisch bestehen: Das sind die Sieger-Teams des fünften Durchgangs des Start-Up Wettbewerbs greenstart.
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Die Reise zum greenstar 2021 beginnt mit dem Ausfüllen des Antragsformulars.
Das Antragsformular zum Förderprogramm steht auf www.greenstart.at und www.klimafonds.gv.at/greenstart zur Verfügung.
Traivelling ist das allererste konsequent klimafreundliche Bahnreisebüro und bietet eine Alternative zum Reisen per Flugzeug.
AI Kontextualisierung
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Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …
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