28.11.2025
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greenstart-Finale: Drei neue „greenstars 2025“ beim 10-Jahr-Jubiläum

Die greenstart-Initiative des Klima- und Energiefonds feierte gestern ihr zehnjähriges Jubiläum im Museumsquartier – mit einer vielfältigen Bandbreite an Klima-Innovationen, inspirierenden Alumni-Stories und drei neuen „greenstars 2025“. brutkasten war vor Ort und zeigt, welche Teams die Jury überzeugt haben.
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Greenstart feierte sein 10-Jahr-Jubiläum im Museumsquartier | Foto: stills&(e)motions-AlexWieselthaler

Die Arena21 im Museumsquartier in Wien war am gestrigen Abend Schauplatz des zehnjährigen Jubiläums der greenstart-Initiative, des Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem BMLUK (Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft). Rund 200 Gäste – darunter Gründer:innen, Investor:innen sowie zahlreiche Vertreter:innen des heimischen Innovationsökosystems und greenstart-Alumni – kamen zusammen, um die diesjährigen Finalist:innen und die Entwicklung der vergangenen Dekade zu feiern. Bereits vor der offiziellen Preisverleihung präsentierten die zehn diesjährigen greenstarter ihre Lösungen in einer Demoshow und machten die Vielfalt klimarelevanter Innovationen unmittelbar erlebbar.

20.000 Euro Preisgeld für die Siegerteams

Der Abend bildete den Höhepunkt eines intensiven Jahres. Schon beim Kick-off am 14. Mai im Rahmen von The Green 100 stellten die ausgewählten Teams ihre Ideen erstmals vor (brutkasten berichtete). Am Donnerstagabend stand schließlich fest, welche drei Projekte sich sowohl bei der Jury als auch im Online-Voting durchgesetzt haben: Joulzen, Minimist und PulpStack wurden als „greenstars 2025“ ausgezeichnet und erhalten jeweils 20.000 Euro Preisgeld.

Arena21 im Museumsquartier war bis zum letzten Platz gefüllt | Foto: stills&(e)motions-AlexWieselthaler

„Heuer feiern wir bereits den zehnten Durchgang von greenstart. Hinter den mittlerweile 100 greenstartern stehen inspirierende Menschen, die mit Leidenschaft zeigen, wie aus Ideen Lösungen mit echter Wirkung entstehen.“ so Bernd Vogl, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds.

Rückblick mit Wirkung: Alumni Revo Foods & Unverschwendet

Für einen starken Impuls sorgte der Auftritt zweier früherer greenstarter, die heute mit ihren Unternehmen national und international erfolgreich sind: Robin Simsa von Revo Foods und Andreas Diesenreiter von Unverschwendet.

Revo Foods gilt als Vorreiter-Startup im Bereich alternativer Fleisch- und Fischprodukte. Durch eine patentierte 3D-Strukturierungstechnologie ist es dem Unternehmen gelungen, die Struktur von Fleischfasern sehr genau nachzuahmen. Seit 2024 betreibt Revo Foods mit der „Taste Factory“ die weltweit erste industrielle Produktionsstätte für 3D-Extrusionstechnologie im Lebensmittelbereich. Simsa erinnerte sich in seinem Rückblick auch daran, dass er zu Beginn der Gründung vor der Entscheidung stand, sein Startup in Dänemark oder in Österreich aufzubauen. Die Teilnahme am greenstart-Programm und die damalige Unterstützung hätten schließlich den Ausschlag für Österreich gegeben. Greenstart sei ein entscheidender Baustein in der frühen Entwicklungsphase gewesen: „Greenstart war wirklich eines der besten Programme, an denen wir teilgenommen haben. Sie haben sich damals intensiv um uns gekümmert.“

v.l. Robin Simsa und Andreas Diesenreiter | Foto: stills&(e)motions-AlexWieselthaler

Unverschwendet rettet überschüssiges Obst und Gemüse vor der Entsorgung und verarbeitet es zu hochwertigen Produkten wie Sirupen, Chutneys oder Fruchtaufstrichen. Besonders sichtbar ist die Wirkung der Arbeit durch die Kooperation mit Hofer: Unter der Hofer-Eigenmarke „Rettenswert“ stehen seit 2022 Produkte von Unverschwendet in den Regalen des Diskonters. Seit dem Markenlaunch konnten bereits über 1.400 Tonnen Lebensmittel vor der Tonne bewahrt werden. Diesenreiter erinnerte sich an seine frühen Gründertage – von der improvisierten „Hexenküche“ am Schwendermarkt bis hin zum intensiven Pitchtraining für „2 Minuten 2 Millionen“: „Wir haben sämtliche Coaches von greenstart mit unserem Pitch genervt, damit die zwei Minuten perfekt sitzen.“

Die neuen „greenstars 2025“ – drei Lösungen mit starkem Impact

Die Preise für die Top 3 wurden von Sonja Buttenhauser, stellvertretende Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds, sowie Jürgen Schneider, Sektionschef im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft übergeben.

Jürgen Schneider (Sektionschef im BMLUK) und Sonja Buttenhauser (stv. Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds) | Foto: stills&(e)motions-AlexWieselthaler

Mit Joulzen, Minimist und PulpStack wurden drei Startups ausgezeichnet, die in ganz unterschiedlichen Bereichen an zentralen Zukunftsthemen arbeiten: von der Nutzung bislang unerschlossener Energiespeicherpotenziale über die Digitalisierung des Second-Hand-Handels bis hin zur Entwicklung eines nachhaltigen 3D-Druckverfahrens.

Kurz nach Bekanntwerden der Gewinner:innen gratulierte Klima- und Umweltminister Norbert Totschnig in einem schriftlichen Statement und betonte die Bedeutung der Initiative:
„Die Gewinner-Teams des Jubiläumsdurchgangs von greenstart zeigen erneut das Potenzial der österreichischen Startup-Szene. Seit zehn Jahren verbindet die Initiative Unternehmertum und Nachhaltigkeit und liefert wichtige Impulse für Energiewende, grünes Wirtschaftswachstum und Ressourceneffizienz.“

PulpStack – die Zukunft der nachhaltigen Fertigung

Das niederösterreichische Startup PulpStack entwickelt ein neuartiges 3D-Druckverfahren auf Basis von Cellulose – einem Naturmaterial, das ressourcenschonend, biologisch abbaubar und ungiftig ist. Das eigens entwickelte Rohmaterial ist kostengünstig herzustellen, recyclebar und lässt sich ähnlich wie Holz weiterverarbeiten: schleifen, bemalen, lackieren oder schneiden. Damit eröffnet PulpStack neue Möglichkeiten im nachhaltigen Produktdesign, Modellbau und Prototyping.

Das Team von PulpStack mit Sonja Buttenhauser (stv. Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds, links) und Jürgen Schneider (Sektionschef im BMLUK) | Foto: stills&(e)motions-AlexWieselthaler

Der Werkstoff vereint ökologische Verantwortung mit technischer Vielseitigkeit und zeigt, dass moderne Fertigung weit über kunststoffbasierte Verfahren hinausgehen kann. Für Gründer Georg Feiler ist die Auszeichnung ein wichtiges Signal: „Es ist eine riesige Anerkennung und ein Qualitätskriterium, das uns stolz macht.“ Das Preisgeld ermöglicht nun zentrale nächste Schritte: „Es ermöglicht uns, aus der Garage rauszukommen – in Infrastruktur, Testgeräte und ein Office zu investieren“, so Feiler gegenüber brutkasten.

Joulzen – nachhaltig Heizen

Das Wiener Startup Joulzen, hervorgegangen aus dem Umfeld der TU Wien, erschließt ein enormes bisher ungenutztes Potenzial im Gebäudebestand: alte Öltanks. Diese stellen für viele Hausbesitzer:innen ein kostenintensives Entsorgungsproblem dar – Joulzen macht daraus jedoch eine zeitgemäße, klimawirksame Ressource. Das Team hat ein Verfahren entwickelt, das solche Tanks in hocheffiziente, intelligente Wärmespeicher verwandelt. Durch die modulare Umrüstung können die Speicher über das Jahr hinweg mehrere Tausend Kilowattstunden Energie aufnehmen und bedarfsgerecht abgeben. Für Hausbesitzer:innen entsteht eine doppelte Entlastung: Die teure Entsorgung entfällt und die bestehende Infrastruktur wird in eine langfristig nutzbare, nachhaltige Speicherlösung transformiert.

Das Team von Joulzen mit Sonja Buttenhauser (stv. Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds, links) und Jürgen Schneider (Sektionschef im BMLUK) | Foto: stills&(e)motions-AlexWieselthaler

Im Zentrum steht eine modellprädiktive Regelung, die den Energiefluss optimiert und den Heizbedarf reduziert. Überschussstrom aus dem öffentlichen Netz oder der eigenen PV-Anlage wird gezielt gespeichert, Lastspitzen werden geglättet und die gesamte Heizungsanlage arbeitet effizienter. Gleichzeitig können vernetzte Speicher künftig zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen und damit ein Baustein der erneuerbaren Energiezukunft werden.

Co-Founder Florian Schnellnast zeigt sich beeindruckt: „Unter all diesen hochqualifizierten Startups einer der ersten drei zu sein, bedeutet uns sehr viel.“ Und rückblickend auf die Zeit im Programm: „Wenn ich zurückblicke, wie viel in diesen sieben Monaten passiert ist – das ist irrsinnig toll.“

Minimist – KI-basierte Software für Secondhand

Minimist, angesiedelt im High-Tech-Inkubator IniTS, modernisiert den professionellen Second-Hand-Markt und macht ihn zu einer ernstzunehmenden Alternative im E-Commerce. Gewerbliche Händler:innen müssen Produkte aufwendig digitalisieren – fotografieren, beschreiben, bepreisen und auf mehreren Plattformen listen. Minimist automatisiert diesen Prozess mit einer KI-basierten Software, die Artikel erkennt, Marktpreise vorschlägt und Listings parallel auf mehreren Marktplätzen erstellt. Laut Startup wird der Prozess dadurch um das Elffache beschleunigt.

Das Team von Minimist mit Sonja Buttenhauser (stv. Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds, links) und Jürgen Schneider (Sektionschef im BMLUK) | Foto: stills&(e)motions-AlexWieselthaler

Diese technologische Effizienz macht Wiederverwendung wirtschaftlicher, senkt den Aufwand für Händler:innen und fördert aktiv die Kreislaufwirtschaft. Second Hand wird dadurch nicht nur zugänglicher, sondern zunehmend zur bevorzugten nachhaltigen Konsumentscheidung. Für das Minimist-Team war der greenstart-Durchgang fachlich wie menschlich wertvoll – sowohl durch die finanzielle Unterstützung als auch durch die starke Community. „Die Reise als Gründer:in ist Hardcore – gemeinsam ist sie leichter“, Stephan Hofmann und Anna Greil.

Breite Innovationskraft unter den Top 10

Zudem wurden auch die diesjährigen Teams der Top-10-greenstarter mit Urkunden ausgezeichnet, die mit ihren Projekten die gesamte Bandbreite klimarelevanter Innovationen abbilden – von Energie- und Ressourceneffizienz über Kreislaufwirtschaft bis hin zu Umweltmonitoring und CO₂-Reduktion. Ihre Lösungen zeigen, wie vielfältig und praxisnah nachhaltige Innovation in Österreich gedacht wird:

AGAi – Der Bodenpapst arbeitet daran, landwirtschaftliche Prozesse mittels KI effizienter und nachhaltiger zu gestalten.

Monitorius entwickelt KI-basierte Systeme, die Naturgefahren wie Hochwasser oder Erdrutsche in Echtzeit erkennen und frühzeitige Warnungen ermöglichen.

Metora setzt auf intelligente, KI-gestützte Sortierung und Analyse, um das Recycling von Elektroschrott deutlich zu verbessern und wertvolle Materialien zurückzugewinnen.

Carbony aus Oberösterreich spezialisiert sich auf die dauerhafte Speicherung von CO₂ in Gestein, wo das Treibhausgas mineralisch gebunden und langfristig fixiert wird.

Sisyphus verwandelt Emissionen in erneuerbare Rohstoffe und macht aus Abfallprodukten neue Materialien für die Industrie.

Luftdaten.at ermöglicht es mit dem mobilen Sensor Air aRound Privatpersonen, Luftqualitätsdaten selbst zu erfassen und damit aktiv an Umweltmonitoring und -verbesserung mitzuwirken.

Colibrie entwickelt Lösungen, die die effiziente Nutzung und Integration erneuerbarer Energien erleichtern.

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Impression vom VERBUND Venture Day 2026 | (c) VERBUND / elephant and porcelaine
Impression vom VERBUND Venture Day 2026 | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

„Von der Innovation zur Skalierung und von der Skalierung zu einem stärkeren Europa“ mit diesem einen Satz könne man das große Ziel für den europäischen Energiesektor zusammenfassen, sagt VERBUND-X-Geschäftsführer Franz Zöchbauer in seinen einführenden Worten zum VERBUND Venture Day 2026, der erstmals beim neuen Energy-Launchpad-Partner WU Wien stattfand. „Wir haben die Lösungen, aber es dauert zu lange, bis sie am Markt sind. Wir müssen skalieren, aber kein Player kann das alleine. Es braucht ein Ökosystem und hier zählen die Menschen“, so Zöchbauer.

Franz Zöchbauer | (c) VERBUND / elephant and porcelaine
Franz Zöchbauer | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

Die Zusammenarbeit im Ökosystem als Motto beim VERBUND Venture Day ist nicht neu, der Diskurs, in den das Motto dieses Jahr eingebettet ist, durchaus: Auch hier dominiert das große Thema europäische Souveränität. Der Titel des diesjährigen Events lautet „Scaling Beyond Borders“.

10,25 Billionen Euro für die Energiewende

Zöchbauer drückt die Ambition hinter der eingeforderten Skalierung in Zahlen aus: Es brauche Schätzungen zufolge 10,25 Billionen Euro, um das Energiesystem Europas bis 2040 zu transformieren. „Das ist 70 mal das Volumen des Marshallplans oder das Volumen von 25 Jahren globale VC-Investments“, so der VERBUND-X-Geschäftsführer. Es handle sich also um eine epochale Investment-Chance. Doch er erinnert: „Zahlen ändern die Welt nicht. Menschen tun es.“

Achim Kaspar | (c) VERBUND / elephant and porcelaine
Achim Kaspar | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

Dabei sei die Energiewende keineswegs nur ein Wunsch, sondern eine Notwendigkeit, betont VERBUND-COO Achim Kaspar in einer Panel-Diskussion unter dem Titel „Owning the Future“: „Wir sind an einem Wendepunkt. Man liest jeden Tag von Problemen beim Transport fossiler Energieträger. Wir müssen auf erneuerbare umsteigen.“ Für VERBUND sei dabei schon lange klar: „Wir wollen nicht das nächste Kodak werden.“

„Es laufen mehrere Energiewenden parallel“

Diese europäische Sicht auf die Energiewende setzt Angela Wilkinson, CEO des World Energy Council, im Panel und bei ihrer Keynote in die globale Perspektive: „Es laufen mehrere Energiewenden parallel. In Europa geht es um den hundertprozentigen Umstieg auf erneuerbare Energieträger. Im nahen Osten etwa geht es um Technologien, um den CO2-Ausstoß auch mit fossilen Energieträgern auf Null zu bringen.“

Angela Wilkinson | (c) VERBUND / elephant and porcelaine
Angela Wilkinson | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

Bei der Souveränität gehe es letztlich um die Möglichkeit, sich seine Abhängigkeiten auszusuchen, „nicht um teuren Isolationismus“, meint Wilkinson. Was ihr insgesamt fehle, sei eine kollektive Vision für eine bessere Zukunft. „Wir haben klare Ziele bei der CO2-Reduktion, aber keine gemeinsame positive Perspektive. Wir haben die Energiewende zwar an die Wall Street gebracht, aber nicht auf die Hauptstraße, wo die Menschen sind.“

Konsequenter Fokus auf die Kund:innen

Darum, wie die Transformation direkt zu den Menschen gebracht werden kann, ging es in einem Talk von VERBUND-CEO Michael Strugl und Greg Jackson, Gründer von Octopus Energy. Strugl sieht das britischen Unternehmen dabei als Vorbild: „Octopus ist ein echter Champion, wenn es um Kundenservice geht.“ Als er Jackson zum ersten Mal nach dessen Geschäftsmodell gefragt habe, sei die Antwort denkbar simpel gewesen: „Ich will den Kunden weniger verrechnen.“ Dieser konsequente Fokus auf die Kund:innen sei der Schlüssel, sagt Strugl.

Michael Strugl | (c) VERBUND / elephant and porcelaine
Michael Strugl | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

Viele Energieunternehmen würden Kund:innen bisher nur als reine Abnehmer verstehen, meint Jackson. Octopus setze stattdessen auf radikale Vereinfachung und digitale Flexibilität: „Statt schwer lesbarer, regulierter PDFs nutzen wir einfache E-Mails, auf die man direkt antworten kann.“ Diese Kundennähe gepaart mit intelligenter Steuerung – etwa beim Laden von Elektrofahrzeugen – sei der Treiber für das rasante Wachstum des Unternehmens. Für Strugl ist das eine klare Orientierung für die gesamte Branche: „Innovatoren und Disruptoren helfen uns dabei, das gesamte System in ein erneuerbares, dezentrales und digitalisiertes Energiesystem zu verwandeln.“

Tragende Rolle für Gründer:innen – Unis entscheidend

Es sind also nicht nur Politiker:innen und Verantwortliche in Energiekonzernen, sondern auch Gründer:innen, die bei der Energiewende eine tragende Rollen spielen. Hier wiederum sind die Universitäten entscheidende Akteure, wie Franz Zöchbauer am Panel gemeinsam mit WU-Wien-Rektor Rupert Sausgruber und TU-Wien-Rektor Jens Schneider erläutert. „Es gibt im Energiesektor so viel Potenzial, aber man braucht nicht nur viel Geld sondern auch die Ideen“, bringt es Schneider auf den Punkt.

Jens Schneider (l.) und Rubert Sausgruber (r.) | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

„Starke Gründer:innen, aber viele Hindernisse am Weg“

Dass natürlich auch die Politik ihren Beitrag leisten muss, um die Skalierung über die Grenzen hinaus zu ermöglichen, erörtert Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner in ihrer Keynote. Man müsse die Herausforderung angehen, Startups in Europa zu halten. „Wir haben starke Gründer:innen, aber viele Hindernisse am Weg“, sagt Zehetner und spricht nicht nur das bekannte Thema Wachstumskapital, sondern unter anderem auch die Ausgründungsbedingungen für universitäre Spinoffs an.

Elisabeth Zehetner | (c) VERBUND / elephant and porcelaine
Elisabeth Zehetner | (c) VERBUND / elephant and porcelaine

Als konkrete Maßnahmen – teils auf europäischer, teils auf nationaler Ebene – nennt die Staatssekretärin etwa den European Scaleup Fund und den heimischen Dachfonds und die Notwendigkeiten, die europäische Kapitalmarktunion zu stärken und die Mitarbeiter:innenbeteiligung auch durch steuerliche Anreize weiter zu verbessern. Denn letztlich sei das Ziel – ganz getreu dem Motto des Venture Days – klar: „Erfinde dein Produkt hier, bau dein Unternehmen hier und skaliere hier, aber verkaufe dein Produkt in die ganze Welt.“

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