17.10.2018

NÖ-Startup greenbird holt ICEBERG innovation leadership award 2018

Mit dem Projekt "Cleanbird Reinigung 4.0" holte sich das Breitenfurter Startup Greenbird den erstmals am 11. Oktober im Rahmen des 8. Austrian Innovation Forum vergebenen ICEBERG innovation leadership award 2018. Die Plätze zwei und drei gingen an Viewpointsystem und Hydrogrid.
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Greenbird setzt sich bei ICEBERG Innovation Leadership Award 2018 gegen Viewpointsystem und Hydrogrid durch
(c) SUCCUS: v.l.n.r.: Stefan Böck (alpha awards), Anja Lange (Moderatorin), Harald Peterka mit Tochter Katja, Dr. Georg Weingartner (AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA), Helmut Blocher (SUCCUS Wirtschaftsforen)
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Der „Eisberg“ des dieses Jahr erstmals vergebenen ICEBERG Innovation Leadership Awards stehe als Metapher für die nach außen sichtbare Innovation, unter der sich nicht sichtbare Rahmenbedingungen befänden, sagt Initiator Helmut Blocher. „Damit etwas neues in die Welt kommt, braucht es vor allem Menschen, die das mutig angehen“, sagt der Veranstalter des Austrian Innovation Forum, bei dessen achter Ausgabe am 11. Oktober der neue Award erstmals vergeben wurde. Durchsetzen konnte sich beim ICEBERG Innovation Leadership Award 2018 das Startup Greenbird mit Sitz im niederösterreichischen Breitenfurt.

+++ NÖ-Startup Greenbird entwickelt Apps für Arbeitsnachweis und Facility-Optimierung +++

Greenbird setzt sich mit IoT-basierter Gebäudereinigung durch

Konkret gelang der Award-Sieg mit dem Projekt „Cleanbird Reinigung 4.0“ bei dem durch den Einsatz von IoT die Gebäudereinigung optimiert wird. „Mit Cleanbird messen wir die Nutzungsintensität von Flächen. Zudem ermitteln wir täglich aktuelle Reinigungseinsatzpläne für Reinigungskräfte. Wenig oder gar nicht genutzte Flächen werden eben weniger oder gar nicht gereinigt. Die Angestellten erhalten ihre Einsatzpläne auf einem Tablet in 17 Sprachen zur Verfügung gestellt“, erklärte Geschäftsführer Harald Peterka vor einiger Zeit gegenüber dem Brutkasten. Mit dem Tool könne man Reinigungskosten um bis zu 35 Prozent senken. Die Sensorik hinter Cleanbird misst unter anderem Bewegung, Temperatur und Feuchtigkeit. Die Ergebnisse sollen dann ein energiesparendes Facility-Management ermöglichen.

Video-Interview vom Austrian Innovation Forum 2018

Live vom Austrian Innovation Forum mit Helmut Blocher(FORUM Innovation, Jens Bode (Henkel), Janice Goodenough (Hydrogrid), der EVN uvm. über Trends der Innovation und den Iceberg Award.

Gepostet von DerBrutkasten am Donnerstag, 11. Oktober 2018

Platz 2 für Wiener Viewpointsystem

Als ersten Preis beim ICEBERG Innovation Leadership Award 2018 bekam Greenbird eine Innovationsreise zum MIT für zwei Personen inklusive Flug und Unterkunft, der von der Außenwirtschaft Austria gesponsert wurde. Auch die Startups, die auf den Plätzen zwei und drei landeten, sind in der Szene keine unbekannten. Das Wiener Startup Viewpointsystem konnte mit seinem Mixed Reality-Projekt „VPS 19 – Digital Iris“ überzeugen. erst im April diesen Jahres hatte Viewpointsystem damit auch eine 2,3 Millionen Euro EU-Förderung ergattert – der brutkasten berichtete.

Auch Hydrogrid überzeugt beim ICEBERG Innovation Leadership Award 2018

Der dritte Platz ging an Hydrogrid mit seiner Kraftwerkssteuerungssoftware. „Wir bieten eine integrierte Lösung an, die von der Prognose der hydrologischen Situation mittels Machine Learning Algorithmen bis hin zur optimalen Vermarktung der erzeugten Energie am Strommarkt alles managt. Auch die Steuerung der Turbinen und Schleusen wird durch Schnittstellen in die Leittechniksysteme der Kraftwerke 365 Tage im Jahr automatisch technisch optimal umgesetzt“, erklärte Gründerin Janice Goodenough kürzlich im Interview mit dem brutkasten.

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Elias und Matthias Bohun von Traivelling bei der Prämierung der besten Geschäftsidee Niederösterreichs 2019 (c) Daniela Matejschek

Interkontinentale Zugreisen einfach und nachhaltig zu ermöglichen, dafür wurde Traivelling vor gut fünf Jahren gegründet. Ursprünglich war das Unternehmen im B2C-Bereich tätig. Privatpersonen sollten ohne großartige Recherche weite Strecken mit dem Zug zurücklegen können. Zuletzt wollte man sich im B2B-Bereich verstärken, doch nun ist das Unternehmen insolvent. Ein Konkursverfahren am Handelsgericht Wien wurde eröffnet.

„Wir arbeiten in einem knappen Margenbereich“

Zuletzt arbeitete Traivelling daran, eine Softwareschnittstelle im B2B-Bereich anzubieten, über die Tickets weitervermittelt werden sollten. Das Wiener Startup hätte dafür monatliche Fees von B2B-Partnern und eine Provision von Bahnfirmen erhalten. Aus einer Aussendung des Kreditschutzverbands KSV1870 geht hervor, dass Traivelling dadurch Umsätze in einer Größenordnung generieren wollte, die für einen langfristigen Unternehmenserfolg entscheidend sein sollten. Im Endeffekt war laut KSV 1870 eben diese Softwareschnittstelle für die Nutzung durch Unternehmenskunden, also der B2B-Bereich, die Ursache für die Insolvenz.

Die Entwicklung dieser Schnittstelle konnte nämlich bis dato nicht fertiggestellt werden. Auch ein Rettungsversuch durch Verhandlungen mit Investoren scheiterte. „Es waren unüberbrückbare vertragliche Differenzen zwischen den Investoren und uns“, erklärt Geschäftsführer Elias Bohun, der die Namen der Investoren nicht nennen möchte.

„Wir arbeiten in einem knappen Margenbereich. Am Ende ist uns leider das Geld ausgegangen, obwohl wir jeden Tag Buchungen hatten. Wir hätten aber ein Vielfaches gebraucht“, sagt Bohun. Bereits gebuchte Tickets würden ihre Gültigkeit behalten. Das Unternehmen hatte zwei Mitarbeiter.

Die Verbindlichkeiten betragen laut Kreditschutzverband 435.000 Euro, rund 200 Gläubiger seien betroffen. Die Zahl der Gläubiger sei so groß, weil Traivelling sich unter anderem mittels Crowdfunding finanzierte.

Crowdfunding und FFG-Förderung

Das Startup konnte im Jahr 2025 über eine Crowdfunding-Aktion 200.000 Euro einsammeln (brutkasten berichtete). Um diese Summe zu erreichen, habe es laut Geschäftsführer Elias Bohun nur zehn Tage gebraucht. Zusätzlich erhielt das Wiener Startup eine FFG-Basisförderung. Insgesamt konnten man eine Finanzierung in Höhe von rund 600.000 Euro aufstellen.

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