12.09.2022

Green Energy Lab: Investitionsvolumen auf 140 Millionen Euro aufgestockt

Das Green Energy Lab des österreichischen Klima- und Energiefonds treibt seine Projekte weiter voran: Österreichs größtes Innovationslabor für Nachhaltigkeit erhöht sein Investitionsvolumen auf 140 Millionen Euro und startet rund 50 neue Projekte.
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Green Energy Lab
Das Green Energy Lab, Österreichs größtes Innovationslabor für Nachhaltigkeit, erhöht sein Investitionsvolumen auf 140 Millionen Euro. (c) Green Energy Lab

Österreichs größtes Innovationslabor für Nachhaltigkeit testet Ideen und Lösungen für eine nachhaltige Energiezukunft, und das unter möglichst marktnahen Bedingungen. Ab sofort setzt das Green Energy Lab zehn neue Innovationsprojekte mit fixer Förderzusage um. Diese hatten sich bei einem mehrstufigen Testverfahren in der vierten Ausschreibung der FTI-Initiative zur Vorzeigeregion Energie des Klima- und Energiefonds durchgesetzt. Im Zuge dieser Demonstrationsprojekte werden innovative Lösungen in der Praxis getestet und unter realen Bedingungen optimiert, um eine möglichst rasche Marktüberleitung zu gewährleisten.

Mehr Innovation für Nachhaltigkeit

Mit den zehn neu geförderten Innovationsprojekten und rund 40 weiteren Umsetzungsprojekten wächst nicht nur das Portfolio des Innovationslabors, sondern auch die Möglichkeit zur raschen Entwicklung neuer, nachhaltiger Energietechnologien. Das Innovationslabor erhöhte zeitgleich seine Investitionen um 19 Millionen Euro auf ein Gesamtvolumen von 140 Millionen Euro. Dank Investitionssteigerung und Erweiterung des Projektportfolios können laut dem Green Energy Lab weitere relevante Energietechnologien für eine rasche Markteinführung vorbereitet werden. Vor allem Institutionen, die die Energiezukunft Österreichs mitgestalten möchten, bietet das Green Energy Lab ein Netzwerk aus Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Startups, Städten, Gemeinden und Verbänden.

Klimaneutrale Versorgungssicherheit und soziale Akzeptanz

Das Green Energy Lab fokussiert sich in seiner Projektarbeit auf vier Schwerpunkte: Der Bereich “Klimaneutrale Versorgungssicherheit und Resilienz” soll verschiedene Komponenten im Energiesystem verbinden, um hohe Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Der Fokus des Innovationslabors liegt außerdem in den Bereichen “Kreislaufwirtschaft in Energiesystemen der Zukunft”, “Grüne Wärme und Kälte” sowie auf der bestmöglichen Herstellung von “Sozialer Akzeptanz” für notwendige Technologien und Maßnahmen zum Klimaschutz.

Die neu implementierten Projekte basieren auf Erkenntnissen laufender Projektarbeiten. Mit dabei ist unter anderem das Projekt “ScaleUp”, das sich der Demonstration eines Erd-Großwasserspeichers im urbanen Raum widmet. Das Projekt “Penelope” zeigt neue Lösungen für kreislauffähige Gebäudesanierung auf, während sich “Engage PV” Innovationen für die Integration von Photovoltaik-Strom widmet.

Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten wichtiger denn je

Zur Dringlichkeit der Thematik äußerte sich auch Klimaschutzministerin Leonore Gewessler: Sowohl die Klimakrise als auch die aktuelle geopolitische Lage zeigen, wie wichtig die Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen und Energieimporten ist. Die Investitionssteigerungen des Green Energy Labs unterstützen die Implementierung klimafreundlicher Maßnahmen, die Steigerung der Energieeffizienz und den verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien.

Die Mission: Klimaneutralität 2040

Durch die Projektförderung kann das Green Energy Lab die Abhängigkeit von fossiler Energie senken und den Standort Österreich klimafreundlicher und damit wettbewerbsfähiger gestaltet werden. Die Folge: Green Jobs locken Fachpersonal und fördern eine nachhaltige Energiezukunft. Mit seiner jüngsten Investitionssteigerung und dem Ausbau seines Partnernetzwerkes verfolgt das Green Energy Lab außerdem das Ziel, Österreich bis 2040 klimaneutral zu gestalten, so Mathias Schaffer, Obmann und Sprecher im Vereinsvorstand des Green Energy Labs.

Mittlerweile entwickeln und testen rund 300 Partner:innen aus den Bereichen Forschung, Wirtschaft und der öffentlichen Hand, gemeinsam mit den vier Landesenergieversorgern Burgendland Energie, Energie Steiermark, EVN und Wien Energie nachhaltige Energielösungen.

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Ora Computing
© Ora Computing - (l.) Stefan Sack und Raimel Medina.

Ora Computing, ein Startup, das sich auf die Optimierung und Komprimierung von KI-Foundation-Modellen spezialisiert hat, gab heute den Abschluss einer Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 3,5 Millionen Euro bekannt. Die Runde wurde von Constructor Capital und Greencode Ventures angeführt, mit fortgesetzter Unterstützung des Gründungsinvestors XISTA Science Ventures, der beim Aufbau und der Einführung des Unternehmens geholfen hat.

Ora Computing schrumpft Modelle

KI-Inferenz – der Prozess der tatsächlichen Ausführung eines KI-Modells zur Generierung von Outputs – ist zu einem erheblichen und schnell wachsenden Kostenfaktor für jedes Unternehmen geworden, das KI im großen Maßstab einsetzt. Große Implementierungen können mittlerweile allein für die Rechenleistung zig Millionen Euro pro Monat kosten, und das Problem verschärft sich, da die Modelle immer größer werden. Für Unternehmen, die KI lokal auf Geräten wie Autos oder Industrieanlagen ausführen möchten, seien die Modelle oft schlichtweg zu groß.

Hier setzt Ora Computing an. Seine Software komprimiert diese Modelle – sie schrumpft ihre Größe um bis zu 80 Prozent und lässt sie bis zu viermal schneller laufen – während der Genauigkeitsverlust bei Null bis fünf Prozent gehalten wird, so der Claim.

Da komprimierte Modelle deutlich weniger Rechenleistung für die Ausführung benötigen, sollen sich die Effizienzgewinne auch direkt in einem geringeren Energieverbrauch und reduzierten CO2-Emissionen niederschlagen: Ora schätzt, dass seine Technologie bei einer Marktdurchdringung von ein Prozent jährlich mehr als 50.000 Tonnen CO2 einsparen könnte.

Ansatz über verschiedene Hardwaretypen

„Wir haben Ora Computing gegründet, um die Annahme infrage zu stellen, dass eine massive Skalierung erforderlich ist, um nutzbare Intelligenz zu erreichen. Wir glauben, dass die nächste Welle der KI-Einführung durch kompaktere Modelle vorangetrieben wird, die hocheffizient und für spezifische Anwendungsfälle optimiert sind, anstatt durch große, universelle Cloud-Modelle. Ora baut den Software- und Algorithmen-Stack auf, der diesen Übergang ermöglicht“, sagt Stefan Sack, CEO und Mitgründer von Ora Computing.

Im Gegensatz zu bestehenden Komprimierungstools funktioniere der Ansatz von Ora über verschiedene Hardwaretypen hinweg und füge sich direkt in Standard-Inferenz-Frameworks ein – ohne Änderung an der bestehenden Infrastruktur. Wo konkurrierende Ansätze eine binäre Entscheidung zwischen Komprimierungsstufen erzwingen, bilde der Algorithmus von Ora kontinuierlich den gesamten Kompromiss zwischen Modellgröße und Genauigkeit ab, sodass Unternehmen für ihre spezifischen Hardware- und Kostenbeschränkungen optimieren können, so der Mitgründer.

2025: Ora Computing tritt hervor

Ora wurde von Stefan Sack und Raimel Medina gegründet, beide Forscher im Bereich Quantencomputing aus der Serbyn-Gruppe am Institute of Science and Technology Austria (ISTA). Das Unternehmen verließ Ende 2025 den Stealth-Modus und möchte die frischen Mittel dazu nutzen, um das Team zu vergrößern, die Komprimierungsfähigkeiten auf die größten Frontier-Modelle auszuweiten und ein kommerzielles Produkt für Cloud-Inferenz-Anbieter und Unternehmen, die KI am Edge einsetzen, auf den Markt zu bringen.

Ora hat die Anwendbarkeit seiner Technologie nach eigenen Angaben an einem Modell mit 70 Milliarden Parametern nachgewiesen. Der Komprimierungsprozess beanspruchte hierbei wenige Stunden und verursachte Rechenkosten von unter 1.000 US-Dollar, wohingegen der bisherige Branchenstandard für vergleichbare Leistungen ein Vielfaches dieses Betrages erfordere.

„Hunger wächst schneller“

„Der Energiehunger der KI wächst schneller, als die Welt die Infrastruktur aufbauen kann, um ihn zu stillen. Ein wichtiger Ansatz ist es, die KI selbst effizienter zu machen, und genau das tut Ora. Modelle radikal zu komprimieren, ohne die Genauigkeit zu opfern, macht für ihre Kunden einen enormen Unterschied“, sagt Terhi Vapola, Gründerin und Managing Partner bei Greencode Ventures.

Und Valentino Jadrisko, Senior Associate bei Constructor Capital, ergänzt: „Die Ära der Brute-Force-KI stößt an ihre physikalischen Grenzen: Hyperscaler nehmen wieder Kernreaktoren in Betrieb, Frontier-Labs verbrennen Milliarden für Rechenleistung, Reasoning-Modelle vervielfachen die Inferenzkosten jedes Quartal. Die einzige nachhaltige Antwort besteht darin, den Betrieb von Frontier-KI drastisch günstiger zu machen. Das ist es, was Ora Computing tut: Sie komprimieren Frontier-LLMs so, dass sie überall laufen können – in der Cloud, im Auto, in der Hosentasche. Und das ist der Grund, warum Constructor Capital stolz darauf ist, ihre 3,5-Millionen-Euro-Seed-Runde als Co-Lead anzuführen.“

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