10.02.2026
INVESTMENT

Grazer Startup holt mit asymmetrischen Snowboards 100.000 Euro bei 2Min2Mio

Das Grazer Startup Bischof Snowboards will mit einem automatisierten Konfigurator und maßgefertigten Boards den Wintersportmarkt erobern. Bei 2 Minuten 2 Millionen konnte es bereits drei Investoren überzeugen.
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Leo Bischof mit seinen Boards | (c) Christoph Schacher
Leo Bischof mit seinen Boards | (c) Christoph Schacher

Die Geschichte des Grazer Startups Bischof Snowboards beginnt, wie sehr viele andere Startup-Geschichten: Gründer Leo Bischof war mit dem Angebot am Markt unzufrieden: „Keine Manufaktur hat geliefert, was wir am Berg gebraucht haben“, schreibt er auf der Website des Startups.

Snowboard-Konfigurator als Diplomarbeit

Das Thema wurde zum Gegenstand seiner Diplomarbeit. Für diese entwickelte Bischof einen Snowboard-Konfigurator, der heute das technologische Herzstück des Geschäftsmodells bildet. Das Unternehmen verfolgt dabei den Ansatz, industriell gefertigte Durchschnittsgrößen durch individuell berechnete Boards zu ersetzen, basierend auf der Überzeugung des Gründers: „Dein Board sollte so einzigartig sein wie dein Körper“.

Asymmetrische Form soll mehrere Vorteile bringen

Technologisch fokussiert sich das Startup auf eine Kombination aus Online-Konfiguration und einer spezifischen Formgebung. Kunden können Technik und Design in Echtzeit anpassen, wobei Bischof Snowboards standardmäßig eine asymmetrische Form verwendet. Diese Konstruktionsweise soll den Kantendruck optimieren und einen „harmonischen Einklang mit der Biomechanik“ schaffen. Das Board soll als „Werkzeug“ fungieren, „das jede Bewegung intuitiv übersetzt“, um so die Fahrperformance auf unterschiedlichen Untergründen zu verbessern.

Die asymmetrische Form der Boards soll mehrere Vorteile haben | (c) Catch Me Agency

Fototagebuch von Produktion für Kund:innen

Neben der Hardware versucht sich Bischof Snowboards auch durch einen transparenten Fertigungsprozess zu differenzieren. Nach Abschluss der Bestellung erhalten Kund:innen einen Google-Fotos-Link, über den sie die Entstehung ihres Produkts dokumentarisch begleiten können. Der Produktionszyklus, der vom Materialzuschnitt bis zur Auslieferung laut Startup etwa drei bis fünf Wochen dauert, wird dabei schrittweise fotografisch festgehalten. Mit diesem Einblick in die „österreichische Handarbeit“ in Kärnten will das Startup die Wartezeit für den Kunden überbrücken und den Entstehungsprozess des Unikats nachvollziehbar machen.

Kund:innen können den Produktionsprozess via Fototagebuch mitverfolgen | (c) Andre Fritz

Falkensteiner, Jäger und Schütz steigen bei 2 Minuten 2 Millionen ein

Überzeugen konnte Leo Bischof damit jedenfalls bereits in der Show 2 Minuten 2 Millionen. Gleich drei Investoren konnte der Gründer dort für sein Startup begeistern: Erich Falkensteiner, Christian Jäger und Alexander Schütz. Sie sagten vor laufender Kamera gemeinsam 100.000 Euro für insgesamt 30 Prozent der Unternehmensanteile zu. Neben dem Kapital sollen sie nun auch ihre jeweilige Expertise einbringen.

Leo Bischof gewann bei 2 Minuten 2 Millionen drei Investoren für sein Startup | (c) Puls 4 / Gerry Frank

Nächstes Ziel: maßgefertigte Ski

Und Leo Bischof gab indessen bereits einen ersten Einblick in seine Zukunftspläne. Neben Snowboards will er bald auch maßgefertigte Ski anbieten. „Wir wollen die erste Adresse für maßgefertigten Wintersport im DACH-Raum werden“, so der Gründer. Mit dem neuen Produkt wird er dann direkter Mitbewerber eines anderen österreichischen Startups, das bereits länger am Markt ist und dabei bereits Konkurs und Neugründung durchgemacht hat, wie brutkasten berichtete: Original+ aus Bergheim in Salzburg.

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die 21bitcoin-Gründer Dominik Seibold und Daniel Winklhamme
die 21bitcoin-Gründer Dominik Seibold und Daniel Winklhammer | Foto: 21bitcoin

Wer in Bitcoin investiert, hält zwischendurch immer auch Euro. Dieses Guthaben wird ab heute bei 21bitcoin mit 1,21 Prozent p.a. verzinst. Das Besondere: Kunden der Krypto-Plattform haben nun die Wahl, ob sie die Zinsen in Euro oder in Bitcoin erhalten wollen. Damit ist das Salzburger Unternehmen der erste Anbieter am europäischen Markt.

„Damit wird sogar die Zeit zwischen zwei Käufen Teil des Vermögensaufbaus“

„Bitcoin-Vermögensaufbau beginnt nicht erst mit dem Kauf, sondern mit dem Euro, der dafür bereitliegt. Bisher lag dieses Geld unverzinst herum. Jetzt arbeitet es und wer möchte, lässt die Zinsen automatisch zu Bitcoin werden. Damit wird sogar die Zeit zwischen zwei Käufen Teil des Vermögensaufbaus“, sagt Daniel Winklhammer, Co-Founder & CEO von 21bitcoin.

Die Verzinsung gelte laut dem Unternehmen für das gesamte Euro-Guthaben auf dem 21bitcoin-Konto, ohne Mindestbetrag und ohne Bindung. Die Zinsen stammen von der Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG, wobei sie laut 21bitcoin täglich berechnet und ohne eigene Marge an die Kunden weiter gegeben werden. Das Modell sei ein bewusster Gegenentwurf zu den bisherigen Renditeversprechen anderer Krypto-Anbieter.

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