29.07.2015

Grazer Startup führt Vier-Tage-Woche ein, um Leistung zu steigern

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Einen neuen Weg schlagen zwei Gründer aus Graz ein. Die Diskussion rund um das Thema Arbeitszeit haben sie für sich und ihr Team längst beendet. Die Frage, ob ein flexibles Arbeitszeitmodell die Produktivität langfristig steigert und heutzutage auch angemessener sei, haben sie – zumindest für ihr Unternehmen – beantwortet.

Im Jahr 2011 gründeten die zwei Fahrradboten Daniel Kofler und Andreas Stückl das Startup Bike Citizens in Graz. Eine Navigations- und Routenplaner-App für Fahrradfahrer, die schnell einen rasanten Erfolgskurs einschlug und für mehr als 200 europäische Städte verfügbar ist. 2014 wurden die Grazer mit dem Apps for Europe-Award ausgezeichnet. Die Firma floriert, mittlerweile werden 20 Mitarbeiter beschäftigt. Seit Juli vergangenen Jahres arbeiten diese aber nur noch von Montag bis Donnerstag.

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Geschäftsführer Daniel Kofler zollt mit diesem Schritt der sich ändernden Arbeitswelt Tribut-Stichwort Generation Y, der es nicht in erster Linie um Geld, sondern um Work-Life-Balance geht. Kofler ist aber auch aus ökonomischer Sicht von der Sinn-und Nachhaltigkeit dieser Umstellung überzeugt: „Bei uns geht es nicht um Hand-sondern viel um Kopfarbeit.“ Und diese werde vor allem dann in qualitativ hochwertiger Weise geleistet, wenn man zufriedene, motivierte Mitarbeiter hat.

Die Arbeitszeit wurde einvernehmlich auf 36 Wochenstunden reduziert: also Neun-Stunden Tage mit Gleitzeitmodell (Kernzeit von neun bis 15 Uhr), aliquoter Gehaltsverzicht inklusive. Letzterer bedeutet freilich eine nicht unwesentliche Kostenersparnis.

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Bedenken bezüglich schwindender Produktivität hat Kofler nicht. Im Gegenteil, er steckt sich hohe Ziele. Zwei Millionen € für das Projekt Bike Citizens habe man bisher aufgestellt, „durch Umsätze sowie Forschungs-und Unternehmensförderungen“. Hinzu kommen exakt 136.550 €, die das Start-up via Crowdfunding einsammeln konnte. „Die Umsätze sollen sukzessive weiter gesteigert werden.“ Bislang sei man fremdkapitalfrei, einen institutionellen Investor sucht Kofler nicht, „wir sind nicht Exit-getrieben“.

Den Einstieg eines Business Angel, der mit Know-How und einem mittleren sechsstelligen Betraf einsteigen will, kann man sich aber gut vorstellen. Der Zeitpunkt würde auch passen – Kofler sieht Bike Citizens gerade in der Übergangsphase vom Start-up hin zum jungen, etablierten Unternehmen.

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Ein Business Angel könnte, so die Überlegung, das Unternehmen auch bei der weiteren Internationalisierung beratend unterstützen. Bereits jetzt sei man zu zwei Dritteln exportorientiert, allen voran nach Deutschland. Aus diesem Grund hat das Jungunternehmen Anfang des Jahres seinen ersten Auslandsstandort in Berlin eröffnet, wo drei Mitarbeiter beschäftigt sind. Generell sei man derzeit damit beschäftigt, strategische Vertriebsstandorte aufzubauen, London sei gerade in Vorbereitung.

Quelle

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Letzte Hardware-Dokumentation der integrierten Ausbringungseinheit im Reinraumlabor © Exolaunch

Wer im Orbit forschen oder produzieren will, sieht sich meist mit langwierigen Freigabeprozessen und Branchenbürokratie konfrontiert, heißt es in einer Aussendung des Wiener Space-Tech Startups. Tumbleweed will diese Prozesse nun beschleunigen und hat in unter neun Monaten die Hardware für die erste kommerzielle Mission „Oasis Alpha“ fertiggestellt. Die Übergabe an den Startdienstleister Exolaunch, der bereits über 790 Satelliten-Transporte abgewickelt hat, ist erfolgt.


Visualisierung von Oasis Alpha im Orbit © Tumbleweed

Standardisierte Transportboxen für Experimente

Tumbleweed nutzt für seine Missionen sogenannte „Pods“. Dabei handelt es sich um standardisierte Behälter, die wie Frachtcontainer für den Weltraum funktionieren. Kunden können ihre Experimente direkt in diese Boxen einsetzen, ohne tiefgehendes raumfahrttechnisches Fachwissen besitzen zu müssen. Die gesamte technische Integration sowie die behördlichen Zulassungsverfahren werden von Tumbleweed übernommen, wie es von Unternehmensseite heißt.


Detailansicht von Oasis Alpha auf dem Integrations-Führungsschienensystem vor
dem Einsetzen © Exolaunch

Laut dem Startup reduziert sich der Gesamtaufwand für Kunden dadurch um das Siebenfache im Vergleich zu einer selbst organisierten Weltraummission. Guillaume Brault, CTO des Startups, erklärt den strategischen Ansatz dahinter: „Unser Ziel ist es, den Weg in die Schwerelosigkeit so einfach zu machen wie den Paketversand auf der Erde“. Die Kundenpreise für den kleinsten „Pod Nano“ Behälter mit den Maßen 10 x 10 x 2.5 cm beginnen auf der Website des Unternehmens bei 15.000 Euro.

Unterschiedliche Anwendungsfälle

Die Anwendungsfälle für die Forschung in der Mikrogravitation sind vielfältig, da physikalische, biologische und chemische Prozesse dort ohne schwerkraftbedingte Einflüsse wie Auftrieb oder Sedimentation ablaufen. Unternehmen nutzen diese Bedingungen gezielt, um beispielsweise neue Medikamente zu entwickeln, hochwertigere Proteinkristalle zu züchten oder neuartige Materialien wie ultradünne ZBLAN-Glasfaserkabel und künstliche Netzhäute herzustellen.

Die erste Satellitenmission ist bereits komplett ausgebucht. Zu den vier internationalen Kunden aus der Pharma-, Biotech- und Materialforschung zählen die Technische Universität Delft (TU Delft), das European Space Resources Innovation Centre (ESRIC), das Spring Institute for Forests on the Moon sowie das Unternehmen MassBalance.

Von der Mars-Forschung zum Erdorbit

Das Unternehmen wurde im November 2024 gegründet und beschäftigt derzeit ein 15-köpfiges Expertenteam an den Standorten Wien und Delft in den Niederlanden. Bevor sich das Startup auf die kommerzielle Mikrogravitationsforschung im Erdorbit konzentrierte, wurde zum Beispiel an windbetriebenen Mars-Robotern im Rahmen des Projekts „Tumbleweed Mars“ gearbeitet.

Während Oasis Alpha für den Start vorbereitet wird, nimmt Tumbleweed bereits Buchungen für die Folgemission „Oasis Beta“ entgegen. Julian Rothenbuchner, CEO von Tumbleweed, betont die Notwendigkeit schnellerer Prozesse: „Wenn das Weltall eine Plattform für die Produktion werden soll, muss es sich auch im Tempo der Industrie bewegen“.


Mitglieder des Tumbleweed-Teams © Tumbleweed
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