12.01.2026
TOKENISIERUNG

Grazer Startup Brickwise entwickelt Beteiligungsmodell für oekostrom AG

Das Grazer Startup Brickwise geht eine Partnerschaft mit dem österreichischen Stromanbieter oekostrom AG ein. Gemeinsam bringen sie eine App auf den Markt, über die sich Bürger:innen finanziell an regionalen Energieprojekten beteiligen können.
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Brickwise
(c) Brickwise - Die Brickwise Co-Founder Marco Neumayer, Klaus Pateter, Michael Murg und Valentin Perkonigg.

Mit wenigen Klicks soll es künftig möglich sein, in Wind- und Photovoltaikprojekte des österreichischen Stromanbieters oekostrom AG zu investieren. Technische Grundlage dafür ist eine Whitelabel-Lösung vom Grazer Startup Brickwise. Die neue App mit dem Namen „Energiebaustein“ startet zunächst in Verbindung mit der größten Agri-Photovoltaikanlage der oekostrom AG in Oberösterreich.

Whitelabel-Lösung von Brickwise

Die Anwendung basiert auf der Technologie von Brickwise, die ursprünglich für die Tokenisierung von Immobilien entwickelt wurde (brutkasten berichtete). Für den Einsatz im Energiesektor wurde die bestehende B2B2C-Lösung weiterentwickelt und unter dem Namen „Brickwise Energy“ adaptiert. Die oekostrom AG ist dabei der bislang größte Kunde des Startups.

„Mit dem Energiebaustein ermöglichen wir Bürger:innen, finanziell an regionalen Energieprojekten teilzuhaben. Jeder Haushalt in der Gemeinde kann mitmachen und von den Vorteilen lokaler und sauberer Energieproduktion profitieren. Mit Brickwise haben wir für die technische und regulatorische Umsetzung den perfekten Partner gefunden“, kommentiert Markus Preiss von oekostrom die Partnerschaft.

Von lokaler Energieerzeugung profitieren

Ziel der Zusammenarbeit sei es, „die regionale Wertschöpfung zu stärken und die Bürgerinnen und Bürger am wirtschaftlichen Erfolg der Projekte teilhaben zu lassen“, heißt es in einer Aussendung. Durch das Beteiligungsmodell sollen Bewohner:innen direkt von lokaler Energieerzeugung profitieren können.

Auch Brickwise sieht in der Kooperation einen strategischen Schritt. „Wir bringen unsere FinTech-Kompetenz in den Energiesektor: Mit Brickwise Energy ermöglichen wir es, Bürgerbeteiligung digital, transparent und rechtssicher abzuwickeln”, sagt Marco Neumayer, Geschäftsführer von Brickwise.

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(v.l.n.r.) Thomas Blaguss, Daniel Packenius, Barbara Novak, Hans-Jürgen Salmhofer, Paul Blaguss | (c) Mila Eder / Superberg

Die Elektromobilität wird nicht nur im Privatbereich weiter ausgebaut. FlixBus und Blaguss setzen nun den nächsten Schritt in Richtung emissionsarmes Reisen. Zwischen Wien und Bratislava wird die erste grenzüberschreitende, überwiegend elektrisch betriebene Linie eröffnet. Den operativen Betrieb der Linie übernimmt das Wiener Unternehmen Blaguss über seine slowakische Gesellschaft Blaguss Slovakia.

„Die Zukunft des Busverkehrs muss klimafreundlich sein und Elektromobilität wird dabei eine zentrale Rolle spielen. Gemeinsam mit FlixBus bringen wir sie jetzt auch im grenzüberschreitenden Reiseverkehr konsequent in den Mobilitätsalltag“, sagt Paul Blaguss, Geschäftsführer der Blaguss-Gruppe.

Acht E-Busse, 66 Kursfahrten

Insgesamt kommen acht E-Bussen auf der Strecke zum Einsatz, wobei die Linie 66 mal pro Tag gefahren wird. 90 Prozent davon sind elektrisch, der Rest wird mit herkömmlichen Dieselbussen abgedeckt. Laut Blaguss spart die Umstellung von Diesel auf Elektroantrieb rund 66 Kilogramm CO₂ pro 100 Kilometer. „Mit einer der ersten grenzüberschreitenden E-Bus-Linien Europas arbeiten wir daran, Reisen zwischen Hauptstädten emissionsärmer zu machen“, sagt Daniel Packenius, Geschäftsführer FlixBus Zentraleuropa, und ergänzt: „Die Linie zeigt: Elektromobilität im Fernverkehr funktioniert heute schon zuverlässig unter den richtigen Umständen.“

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