08.09.2020

Gratos: Diese Founder matchen Schüler mit wissbegierigen Unternehmen

Konstantin Wiesenbauer und Christian Berger vermitteln bei Gratos clevere Schüler mit Unternehmen, Vereinen und Gemeinden.
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Die Founder von Gratos.
Die Founder von Gratos. (c) Gratos

Am 8. September werden Konstantin Wiesenbauer und Christian Berger, die Gründer des Startups Gratos, bei der Puls4-Gründershow „2 Minuten 2 Mentoren“ (ein Spin-off von „2 Minuten 2 Millionen“ um die Gunst der Jury pitchen. Was auf den ersten Blick wirkt wie eine Wortmischung aus dem Wort „Gratis“ und dem Namen einer bekannten Computerspiefigur, das ist in Wahrheit ein Service, bei dem junge Menschen der älteren Generation IT-Kenntnisse vermitteln.

Wie Gratos die Kurse vermittelt

Unter der „älteren Generation“ wird dabei der Website zufolge verstanden, dass Unternehmen, Gemeinden oder Vereine diverse Kurse und Seminare für ihre Mitarbeiter anbieten. Dabei kann es um die Verwendung von WhatsApp ebenso gehen wie um den Umgang mit dem firmeneigenen Drucker. Schüler wiederum können sich ein Taschengeld dazu verdienen, indem sie die Trainings durchführen.

Für beide Seiten – die Unternehmen/Gemeinden/Vereine sowie die Schülerinnen und Schüler – gibt es auf der Website gleichermaßen Formulare, über die sie sich für eine Partnerschaft anmelden können. Gratos vermittelt daraufhin die beiden Seiten.

Die Idee ist gerade „in der Aufbau-Phase und wird über die nächsten Wochen und Monate verfeinert“, heißt es erklärend auf der Website. Wer sich als Schülerin oder Schüler anmeldet, geht keinerlei Verpflichtung ein, sondern wird lediglich als potenzieller Partner vermerkt.

Die bisherigen Erfolge von Gratos

(c) Gratos

Zugleich verweist man auf der Website bereits auf die ersten Erfolge des noch sehr jungen Teams. So merkten die Founder am „Fit am PC Tag“ der HTL-Wofsberg, dass es einen hohen Bedarf an Technikhilfe im hohen Alter gibt – woraufhin die Idee für Gratos entstand.

Ähnliche Erfahrungen machte das Team auch beim Repair Cafe in Wofsberg, bei welchem Menschen mit defekten Produkten vorbei schauen, um sich diese erklären zu lassen. Auch hier beobachtete man eine entsprechende Nachfrage.

Beim „Moonshot Pirates“-Bootcamp in Tainach entwickelten die Gründer die Gratos-Idee weiter und stellten diese einem Publikum vor. Dies sicherte ihnen den 1. Platz beim Wettbewerb, dadurch wiederum qualifizierten sie sich für die „Österreichischen Entrepreneur Meisterschaften“ und erreichten dort mit ihrer Idee den 4. Platz.

Bei „2 Minuten 2 Mentoren“ wird Gratos sich nun die Bühne mit Learney, SDHGlobal, HiCard und Sodex teilen.

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(c) wero
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Die digitale Souveränität ist in Europa aktuell in aller Munde. Doch auch in Sachen Payment hat Europa ein Souveränitäts-Thema, wie brutkasten bereits berichtete. US-Anbieter dominieren mit ihren Payment-Schemes auch den europäischen Markt. Ein Gegenentwurf dazu kommt von der European Payments Initiative (EPI) mit Wero. Die Account-to-Account-Zahlungslösung wird nach Angaben von EPI bereits von 55 Millionen Nutzer:innen in Deutschland, Frankreich und Belgien genutzt und expandiert aktuell in weitere europäische Märkte.

Fünf neue EPI-Anteilseigner aus Österreich

Ursprünglich wurde EPI von 18 europäischen Banken und Zahlungsdienstleistern als Anteilseigner gegründet. Nun kommen mehrere Anteilseigner aus Österreich hinzu, womit auch die Expansion mit Wero ins Land erfolgt. Mit der Erste Bank und der Raiffeisen Bank International (RBI) steigen die beiden größten Banken des Landes ein. Hinzu kommen die Raiffeisen-Landesbanken Niederösterreich-Wien, Oberösterreich und Steiermark, bei denen aktuell noch die Zustimmung der Aufsichtsräte aussteht.

„Neue Wachstumsphase in Europa“

Das Engagement der neuen Anteilseigner aus Österreich stärke „die Dynamik hinter Wero zu einem Zeitpunkt, an dem unsere Expansion in Europa weiter an Fahrt gewinnt“, kommentiert Martina Weimert, CEO von EPI. „Mit inzwischen mehr als 55 Millionen Nutzerinnen und Nutzern und weiterem erwarteten Wachstum durch die laufende Expansion in Luxemburg, den Niederlanden und nun auch Österreich tritt Wero in eine neue Wachstumsphase in Europa ein. Die Beteiligung von Erste und der Raiffeisen Bankengruppe stärkt unsere Mission zusätzlich, ein widerstandsfähiges und wirklich paneuropäisches Zahlungsnetzwerk aufzubauen“, so die EPI-Chefin.

Man werde Wero in das Leistungsangebot aufnehmen, sagt Erste-Bank-CEO Gerda Holzinger-Burgstaller: „Als Anteilseignerin von EPI wollen wir diese Lösung nicht einfach nur zur Verfügung stellen, sondern auch aktiv an ihrer Gestaltung mitwirken.“ RBI-CEO Johann Strobl schlägt in dieselbe Kerbe: „Wir sind entschlossen, den Ausbau und die Nutzung dieser Lösungen in unseren Märkten aktiv voranzutreiben.“

Wero-Zahlungen im Einzelhandel schrittweise ausgerollt

Wero unterstützt bislang Zahlungen zwischen Privatpersonen und will in Kürze Zahlungen an Gewerbetreibende (P2Pro) einführen. In Deutschland kann man bereits seit 2025 damit im Einzelhandel bezahlen. Dieses Jahr folgen schrittweise Frankreich und Belgien.

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