20.05.2019

„Grätzel goes Europe“ goes weXelerate

Bei der Eventreihe "Grätzel goes Europe" diskutieren österreichische Kandidaten für das Europaparlament mit Vertretern unterschiedlicher gesellschaftlicher Kräfte und Bezirksvertretern über ihre Zukunftsvision für die EU. Am Donnerstag, den 23. Mai, wird die letzte Diskussionsrunde von "Grätzel goes Europe" im Wiener weXelerate stattfinden.
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Grätzel goes Europe
(c) Viktoria Posch

Der Countdown für die EU-Wahl läuft. Auch wenn sechs Tage vor der Wahl die meisten Wähler ihre Wahlentscheidung bereits für sich getroffen haben, versuchen die politischen Parteien und deren Kandidaten bis zur letzten Minute ihre Kernwählerschichten zu mobilisieren – insbesondere vor dem Hintergrund, dass seit dem Ibiza-Gate die Karten völlig neu gemischt sind.

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Grätzel goes Europe

Meinungsbildung erfolgt dabei nicht nur in den sozialen Medien, sondern auch im Rahmen von Diskussionsveranstaltungen, bei denen die Bürger in direkten Kontakt mit den jeweiligen Spitzenkandidaten treten können. Eine dieser Veranstaltung ist „Grätzel goes Europe“, die von der Europäischen Bewegung Österreich überparteilich organisiert wird. Bei der Eventreihe treffen österreichische Kandidaten für das Europaparlament auf politische Vertreter aus den Wiener Bezirken und Bürgern aus den jeweiligen Grätzeln.

Holzkuppel bietet „Raum“ für Austausch

Ziel der Veranstaltung ist es, nicht nur den Politikern eine Bühne zu geben, sondern den direkten Meinungsaustausch zwischen den Teilnehmern zu forcieren. Laut den Veranstaltern sollen so auch die Politiker hören, was die Bürger im Vorfeld der Wahlen zum Europaparlament zu sagen haben. Als Kulisse fungiert dabei eine Holzkuppel, die Platz für bis zu 20 Personen bietet. Durch die offene Architektur können aber auch Bürger außerhalb der Kuppel zuhören und sich aktiv in die Diskussion einbringen. Wie die Veranstalter betonen, stehe dabei nicht der „übliche“ politische Schlagabtausch im Zentrum, sondern das Gespräch zwischen EU-Kandidaten, Vertretern aus den Bezirken und Bürgern.

23. Mai im weXelerate

Die Grätzel goes Europe-Tour hat im Mai bereits an drei unterschiedlichen Orten in Wien Station gemacht. Die vierte und letzte Veranstaltung wird am kommenden Donnerstag zwischen 17:00 und 19:00 Uhr im Wiener weXelerate stattfinden. Die Diskussionsrunde wird sich dabei aus folgenden Politikern und Vertretern der EU zusammensetzen:

  • Lukas Mandl, EP-Kandidat ÖVP,
  • Camila Garfias, EP-Kandidatin SPÖ
  • Nini Tsiklauri, EP-Kandidatin Neos
  • Sarah Wiener, EP-Kandidatin Grüne
  • Niki Kunrath, Vertreter auf Bezirksebene, Grüne
  • Jörg Wojahn, Vertreter der Europäischen Kommission in Österreich

Hardfacts:

Wann:  – 

Wo: weXelerate, Praterstraße 1, 1020 Wien


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Dynatrace Engineering Headquarters in Linz © Dynatrace

Dynatrace wurde 2005 in Linz von Bernd Greifeneder, Sok-Kheng Taing und Hubert Gerstmayr gegründet und betreibt dort bis heute sein globales Engineering Headquarter. Nach dem ersten Exit an Compuware 2011 verlegte das Unternehmen seinen offiziellen Sitz in die USA, ging 2019 an die New Yorker Börse (NYSE: DT) und zählt mittlerweile zu den Weltmarktführern im Bereich KI-basierter Observability. Rund 28 Prozent der weltweit knapp 5.600 Mitarbeiter:innen arbeiten nach wie vor in Österreich, an Standorten in Linz, Wien, Graz, Klagenfurt, Hagenberg und Innsbruck.

Nun erweitert der Konzern sein Portfolio per Zukauf: Wie Dynatrace heute bekanntgab, hat man eine definitive Vereinbarung zur Übernahme des AI-Observability-Spezialisten Arize unterzeichnet.

915 Millionen Dollar Bewertung

Dynatrace bewertet Arize mit insgesamt 915 Millionen Dollar. Der Großteil davon, rund 815 Millionen, wird in bar bezahlt, den Rest erhalten Arize-Mitarbeiter:innen in Form von Ersatz-Aktienprogrammen, sobald sie zu Dynatrace wechseln, heißt es in der Aussendung. Finanzieren will Dynatrace den Kauf aus eigenen Mitteln oder über die bestehende Kreditlinie, frisches Fremdkapital ist dafür nicht nötig.

Laut Unternehmensangaben soll der Deal noch im laufenden oder im frühen dritten Quartal des Geschäftsjahres abgeschlossen werden, vorausgesetzt die zuständigen Behörden stimmen zu.

Finanziell dürfte sich der Zukauf zunächst gemischt auswirken: Er soll das Wachstum der wiederkehrenden Umsätze (ARR) um rund 200 Basispunkte, also 2 Prozentpunkte, beschleunigen, gleichzeitig aber die Non-GAAP-Operating-Marge im Geschäftsjahr 2027 um etwa 175 Basispunkte (1,75 Prozentpunkte) drücken. Kurz gesagt: Arize soll das Umsatzwachstum ankurbeln, geht kurzfristig aber auf Kosten der Profitabilität, ein bei Übernahmen wachstumsstarker, aber margenschwächerer Startups übliches Muster.

Was Arize baut und wie es zu Dynatrace passt

Arize, ansässig in San Francisco, hat sich auf die Bewertung der Ergebnisse von KI-Modellen und -Agents spezialisiert: Die Plattform erkennt etwa Halluzinationen, misst die Qualität von KI-Ausgaben und überwacht laufend, ob Sprachmodelle und Agents wie vorgesehen funktionieren. Arize Co-Founder Jason Lopatecki erklärt: „Wir haben Arize gegründet, weil KI-Teams eine Möglichkeit brauchten zu wissen, ob ihre Agenten tatsächlich richtig arbeiten und nicht nur laufen.“

Für Dynatrace schließt die Übernahme eine Lücke: Bislang überwachen viele Unternehmen die Qualität ihrer KI-Anwendungen, etwa ob ein Chatbot korrekt antwortet, getrennt von der klassischen IT-Infrastruktur wie Serverlast oder Anwendungsleistung. Fällt dann ein Kund:innen-Prozess aus, lässt sich oft nur schwer feststellen, ob die Ursache im KI-Modell, im Prompt oder in der darunterliegenden Infrastruktur liegt. Mit Arize will Dynatrace beide Ebenen – KI-Bewertung und klassische Observability – in einem durchgängigen System zusammenführen.

Arize-Gründer:innen wechseln zu Dynatrace

Die beiden Arize-Gründer:innen Jason Lopatecki und Aparna Dhinakaran wechseln mit Abschluss der Transaktion zu Dynatrace, heißt es in der Aussendung. Lopatecki bleibt Leiter des Arize-Teams und berichtet künftig direkt an Dynatrace-CEO Rick McConnell.

„Die Übernahme von Arize stärkt unsere Führungsposition im Bereich AI-Observability, beschleunigt unsere Roadmap und erweitert unsere Reichweite in der Entwickler:innen-Community“, wird McConnell in der Aussendung zitiert.

Der Markt für AI-Observability soll laut Dynatrace bis 2030 auf über 10 Milliarden Dollar wachsen. Im Mai hatte das Unternehmen die 2-Milliarden-Dollar-ARR-Marke geknackt.

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