29.12.2020

GoStudent will bis März 2021 rund 100 neue Mitarbeiter einstellen – Chief of Staff neu bestellt

Das Wiener EduTech GoStudent will bis März 2021 rund 100 neue Mitarbeiter einstellen. Alfons Priessner wurde Chief of Staff und verstärkt ab sofort das Management-Team rund um die beiden Gründer Felix Ohswald (CEO) und Gregor Müller (COO).
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GoStudent
Alfons Priessner wurde Chief of Staff | (c) GoStudent

Ein halbes Jahr nach der 8,3 Millionen Euro hohen Series-A-Finanzierungsrunde, die im November auf 13,3 Millionen Euro aufgestockt wurde, möchte das Wiener EduTech GoStudent nun den nächsten Wachstumsschritt setzen.

Bis März 2021 sollen rund 100 neue Mitarbeiter eingestellt werden, das gab das Startup im Rahmen einer Personalmeldung zur Neubesetzung der Position des Chief of Staff am Dienstag bekannt.

GoStudent auf Wachstumskurs

Die Position des Chief of Staff wurde laut GoStudent bereits Anfang November mit Alfons Priessner besetzt. Der gebürtige Kärntner verstärkt in seiner Funktion das Management-Team und ist nun für die weitere Entwicklung, Implementierung und Optimierung skalierbarer Unternehmensprozesse verantwortlich.

„GoStudent expandiert mit seinem Online-Einzelunterricht in allen Schulfächern rasend schnell in Europa. Allein in diesem Jahr ist das Unternehmen um über 100 Mitarbeiter gewachsen und bis März 2021 sollen weitere 100 neue Kollegen folgen“, so Priessner in einem ersten Statement zu den Wachstumsplänen.

Aktuell ist das 2016 gegründete Startup rund um die beiden Gründer Felix Ohswald (CEO) und Gregor Müller (COO) im DACH-Raum, Spanien, Frankreich, Belgien und Luxemburg aktiv. Derzeit zählt die Plattform rund 8000 Kunden und 2000 Tutoren.

Background von Priessner

Priessner, der unter anderem Miteigentümer des Biomasse-Fernheizwerks “Fernwärme Priessner” ist, soll laut Aussendung künftig die Unternehmensstrategie von GoStudent mitverantworten.

Zuvor war der 32-jährige sechs Jahre lang bei der Unternehmensberatung McKinsey & Company als Management Consultant and Engagement Manager tätig.

Erste Startup-Luft schnupperte Priessner bereits: Während seiner Studienzeit an der WU Wien gründete Alfons Priessner im Alter von 24 Jahren das Startup “Kunstico”, das Kunstdrucke vertrieb. Seit 2016 unterrichtet Alfons Priessner auch an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt sowie an der FH Kärnten.

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(v.l.) John Brady von poptop, Fußballprofi Thomas Müller als Star-Investor sowie Christian Bezdeka und Marcus Ihlenfeld von woom. (c) poptop

„Niederösterreich, es war schön. Aber ihr habt einfach zu wenige gute Leute.“ Mit diesem Satz, versehen mit einem Herz-Emoji, hat John Brady auf LinkedIn den Umzug seines Startups kommentiert. poptop hat den Mietvertrag für ein Büro in 1050 Wien unterschrieben, ab September 2026 arbeitet das Team dort. In dasselbe Büro zieht soundslikeaplan, das Programm der beiden poptop-Mitgründer Marcus Ihlenfeld und Christian Bezdeka.

poptop wurde 2023 von Ihlenfeld, Bezdeka und Brady gegründet und entwickelt Kindermöbel, darunter einen mechanisch höhenverstellbaren Kinderschreibtisch, der ohne Strom auskommt. Im zweiten vollen Geschäftsjahr lag der Umsatz bei mehr als zwei Millionen Euro, für 2026 peilt das Unternehmen sechs Millionen Euro und erstmals Profitabilität an. Seit 2025 ist Fußballprofi Thomas Müller, über eine siebenstellige Finanzierungsrunde, als Investor an Bord. Das Tagesgeschäft liegt von Beginn an bei Brady als CEO, Ihlenfeld und Bezdeka verantworten Produktvision und Design.

Bekannt sind die beiden vor allem durch woom: 2013 in einer Wiener Garage gegründet, ab 2015 von Klosterneuburg aus gewachsen und im Geschäftsjahr 2025 bei rund 149 Millionen Euro Umsatz. Aus der operativen Führung des Kinderfahrradherstellers haben sie sich 2022 zurückgezogen, seither sind sie dort Miteigentümer und im Beirat. Seit 2025 geben sie mit soundslikeaplan ihr Wissen an andere Gründer:innen weiter. Es ist das einzige der drei Unternehmen, das sie selbst operativ betreiben, und der Grund, warum sie beim Wiener Büro mit an Bord sind.

„Wenn du schnell sein willst, musst du im selben Raum sitzen“

Bisher waren die Teams auf zwei Standorte verteilt: Operations und Marketing von poptop in Traiskirchen, die Produktentwicklung gemeinsam mit dem soundslikeaplan-Team im 19. Wiener Gemeindebezirk. Was nach Arbeitsteilung aussah, sei in Wahrheit ein Effizienzproblem gewesen, heißt es in einer Aussendung: Meetings über zwei Standorte hinweg, Wege, die niemand fahren wollte, Entscheidungen, die zu lange dauerten. „Wenn du schnell sein willst, musst du im selben Raum sitzen. Punkt“, sagt Brady. Es sei der vierte Umzug in drei Jahren.

Zwölf Mitarbeiter:innen, doppelt so viele bis 2028

Den Wechsel nach Wien begründet Brady mit dem Personalbedarf. poptop wachse und brauche qualifizierte Leute, in Niederösterreich sei das schwieriger als nötig. „Niederösterreich hat uns gut behandelt. Aber der Talentpool in Wien ist um ein Vielfaches größer. Wenn wir das Team aufbauen wollen, das poptop in den nächsten Jahren braucht, führt kein Weg an einem zentralen Wiener Standort vorbei“, so der CEO.

Konkret zählt poptop nach eigenen Angaben aktuell zwölf Mitarbeiter:innen. Bis 2028 soll sich das Team verdoppeln, Schwerpunkte sind laut Brady Produktentwicklung sowie Marketing und Sales.

Auch woom hat Niederösterreich verlassen: Das Unternehmen übersiedelte im Februar 2024 von Klosterneuburg in den 19. Wiener Gemeindebezirk, 155 der 162 Beschäftigten wechselten mit. Der Grund war damals allerdings ein anderer, die Geschäftsführung führte Platzmangel an. Ihlenfeld und Bezdeka waren zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr operativ tätig.

Ausgelagert wird die Endmontage, nicht die Produktion

In der Aussendung heißt es, Produktion und Fulfilment würden komplett ausgelagert. Auf Nachfrage von brutkasten präzisiert Brady das: Die Kernproduktion sei immer extern gelaufen, mit den bestehenden Zulieferern arbeite poptop schon bisher zusammen. In Traiskirchen habe das Unternehmen lediglich die Endmontage einzelner Produkte selbst gemacht, und die übernehmen künftig ebenfalls die Zulieferer. „Es geht also nicht um eine Verlagerung eigener Produktion, sondern um die Bündelung von Arbeitsschritten“, sagt der CEO.

Bis Ende Oktober sollen alle Produkte verkaufsfertig an den neuen Fulfilment-Partner Quivo gehen und von dort direkt zu den Kund:innen. Hinter Quivo steht die Wiener LOGSTA GmbH, deren Fulfilment-Center beim Flughafen Schwechat liegt. Die Logistik bleibt damit in Österreich. Parallel baut poptop laut Brady einen zusätzlichen Produktionspartner in Serbien auf, der bereits im Herbst starten soll. Damit stehe die Fertigung künftig auf zwei Beinen – Asien und Europa – und das Unternehmen werde lieferfähiger und flexibler.

Marcus Ihlenfeld begründet den Schritt in der Aussendung so: „Unsere Stärke liegt in Produktentwicklung und Marketing. Das [Anm. Fertigung] können andere besser. Und je früher man das akzeptiert, desto besser.“

Eine Stelle fällt weg

In Produktion und Fulfilment arbeiten nach Angaben von Brady aktuell zwei Personen, im Operations-Team zwei weitere. Eine Stelle im Fulfilment fällt bis Jahresende weg. Eine Person betreut künftig von einem externen Standort aus das gesamte Retourenmanagement und bleibt an Bord. Das zweiköpfige Operations-Team wechselt nach Wien und soll verstärkt werden, weil die Steuerung der externen Produktions- und Fulfilment-Partner mehr Gewicht bekommt. Den Standort Traiskirchen gibt poptop bis Ende Oktober vollständig auf.

Werkstatt und Schauraum ziehen mit

Die Produktentwicklungswerkstatt zieht mit und soll am neuen Standort mehr Platz bekommen. Prototypen sollen künftig direkt neben dem Büro gebaut, getestet, verworfen und neu gemacht werden. Dazu kommt laut Aussendung ein Schauraum, in dem Eltern und der Fachhandel die Produkte direkt am Standort testen können.

Für soundslikeaplan entsteht am neuen Standort außerdem ein eigener Schulungsraum. „Wir haben zehn Jahre lang jede Lektion selbst durchgemacht, mit allen Umwegen und Schmerzen“, sagt Christian Bezdeka. „Wenn wir anderen Gründern ein paar dieser Umwege ersparen können, ist schon viel gewonnen. Dafür brauchen wir einen Raum, in dem das persönlich passiert. Und den haben wir jetzt.“

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AI Summaries

GoStudent will bis März 2021 rund 100 neue Mitarbeiter einstellen – Chief of Staff neu bestellt

  • Der Kärntner Alfons Priessner (32) ist seit Anfang November als Chief of Staff Teil des Management Teams von GoStudent.
  • Neben seiner Tätigkeit bei GoStudent ist Alfons Priessner Miteigentümer des Biomasse-Fernheizwerks „Fernwärme Priessner“,  das über 50 Wohnungen mit Wärme beheizt.
  • Zuvor war Alfons Priessner sechs Jahre lang bei der Unternehmens- und Strategieberatung McKinsey & Company als Management Consultant and Engagement Manager tätig und bringt somit laut GoStudent eine langjährige Erfahrung im Bereich der Unternehmensstrategie mit.
  • Nach seinem Studium für Wirtschaftswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien, im Rahmen dessen Alfons Priessner internationale Erfahrung u.a. in Bangalore, Miami und Peking sammelte, promovierte er an der Alpe-Adria Universität in Klagenfurt im Jahr 2019.
  • Während seiner Studienzeit an der WU Wien gründete Alfons Priessner im Alter von 24 Jahren das Startup „Kunstico“, das Kunstdrucke vertrieb.
  • Allein in diesem Jahr ist das Unternehmen um über 100 Mitarbeiter gewachsen und bis März 2021 sollen weitere 100 neue Kollegen folgen.

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  • Zuvor war Alfons Priessner sechs Jahre lang bei der Unternehmens- und Strategieberatung McKinsey & Company als Management Consultant and Engagement Manager tätig und bringt somit laut GoStudent eine langjährige Erfahrung im Bereich der Unternehmensstrategie mit.
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GoStudent will bis März 2021 rund 100 neue Mitarbeiter einstellen – Chief of Staff neu bestellt

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