13.12.2017

Goood Mobile: Fanta 4 investierten in Wiener Social Startup

Das Wiener Startup Goood Mobile bietet Mobilfunk-Verträge, bei denen, nach dem "painless giving"-Prinzip, automatisch gespendet wird.
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goood mobile - Team Foto mit Claudia Winkler
(c) goood: Team-Foto mit CEO Claudia Winkler in der Mitte

Das Prinzip von Goood Mobile ist schnell erklärt: Man unterzeichnet einen ganz normalen Mobilfunkvertrag mit marktüblichen Kosten. Allerdings fließen zehn Prozent der monatlichen Gebühr in ein Hilfsprojekt der Wahl. Zudem gehen 25 Prozent des Jahresgewinns des Startups mit Sitzen in München und Wien an andere Social Businesses. Genutzt wird in Österreich das Mobilfunknetz von A1. Als Partner aus dem karitativen Bereich sind Caritas, WWF Österreich, SOS-Kinderdorf und CARE an Bord. Weitere sollen bald folgen.

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Fanta 4 als Testimonials und Investoren für Goood

Das Prinzip nennen die Founder „painless giving“. Die Integration von Spenden in den alltäglichen Konsum mache die eigene Kaufkraft zum Werkzeug, selbstverständlich Gutes zu tun. In anderen Bereichen sei dies bereits recht verbreitet. Im Mobile-Bereich sei man aber Pionier. Damit wurde auch die deutsche Band „Die Fantastischen Vier“ überzeugt. Die treten nicht nur als Testimonials für Goood auf, sondern investierten gleich in das Startup. Bereits zum Start waren 275.000 Euro über Crowdfunding aufgestellt worden.

Ex Telekom Austria CMO als Co-Founderin

Schon vor dem Österreich-Start im September war das Startup bereits in Deutschland aktiv. Dort wird es aber als Verein mit Sitz in München geführt. Wien ist Sitz der Aktiengesellschaft goood network Holding, der wiederum die österreichische goood mobile GmbH gehört. Hauptanteilseigner sind die Co-Gründer Christian Vogler und der Wiener Wirtschaftsberater Erich Schiff. Co-Founderin und Anteilseignerin ist auch Claudia Winkler, ehemalige CMO der Telekom Austria Gruppe. Im Team ist auch der ehemalige WWF Österreich-Geschäftsführer Karl Wagner.

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© Phil Lihotzky - (vorne v.r.n.l.): Niklas Lorber CTO, Moritz Hiebl CEO Hinten v.r.n.l.: Wolfgang Bartelme Designer, Gunther Marktl Ideengeber.

Das im vergangenen Jahr gegründete EdTech-Startup Digidoo digitalisiert Kompetenzen, Lernfortschritte und Leistungen von Schüler:innen und ermöglicht es Lehrer:innen, daraus transparente und rechtssichere Notenempfehlungen abzuleiten (brutkasten berichtete). Mittlerweile nutzen über 10.000 Lehrer:innen im DACH-Raum die Plattform, die Leistungen von mehr als 150.000 Schüler:innen werden so dokumentiert, heißt es zum Schulstart vom Startup. Laut Digidoo sparen Lehrer:innen dadurch Zeit, die sie vor der Klasse nutzen können.

„Wir sehen, wie dringend Lehrpersonen gerade in Zeiten des Lehrermangels nach digitalen Werkzeugen suchen, die sie im Schulalltag tatsächlich entlasten“, sagt Digidoo-Geschäftsführer Moritz Hiebl.

„Unser Ziel ist, dass die Dokumentation so schnell und unkompliziert wie möglich gelingt“

Die Anwendungen seien seit dem Launch intuitiver und einfacher geworden. Mit einer Notiz-Funktion können allgemeine Beobachtungen und Lernfortschritte während des Unterrichts unkompliziert erfasst werden. „Unser Ziel ist, dass die Dokumentation so schnell und unkompliziert wie möglich gelingt. Mit dem neuen Tool bleibt mehr Zeit für das, worum es eigentlich geht: das Unterrichten“, erklärt Hiebl.

Fokus auf individuelle Förderung

Noch in diesem Schuljahr soll es möglich sein, über die Plattform zu dokumentieren, welches Kind in welchem Bereich mit welcher konkreten Maßnahme gefördert wurde. Besonders in Bezug auf Nachhilfe ist diese Dokumentation laut Digidoo wichtig. Durch diese neue Erfassung wird es einfacher, Leistungen und Kompetenzen der Schüler:innen im Schulalltag festzustellen. Damit möchte das EdTech-Startup einen Schwerpunkt auf die individuelle Förderung setzen.

Die Weiterentwicklung der Plattform erfolgt in Abstimmung mit Lehrer:innen. „Wir hören sehr genau hin, was Lehrpersonen im Schulalltag brauchen, und entwickeln Digidoo laufend weiter“, sagt Hiebl. 

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