01.03.2016

Selbstfahrendes Google-Auto baut ersten Unfall mit 3 km/h

Eines der selbstfahrenden Google-Autos ist in der Nähe von San Francisco mit einem Bus zusammengestoßen. Vom Konzern heißt es dazu nun: "Bei diesem Unfall sind wir klar mitverantwortlich."
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Das selbstfahrende Auto des Internetriesen Google ist erstmals in einen Unfall verwickelt. Und das obwohl es nur mit 3 km/h unterwegs war. Screenshot google.com

Ein paar Sandsäcke wurden dem selbstfahrenden Google-Auto kürzlich zum Verhängnis. Beim Versuch jenen auszuweichen hat der selbstfahrende Lexus RX450h einen Linienbus mit niedriger Geschwindigkeit gerammt. Verletzte gab es bei dem Unfall glücklicherweise keine.

Alphabet räumt Mitschuld ein

Der Google-Mutterkonzern Alphabet übernahm am Montag zumindest teilweise die Verantwortung für den Vorfall: „In diesem Fall sind wir klar mitverantwortlich.“ Das Fahrzeug und auch sein Testfahrer hätten angenommen, dass der Bus abbremse oder das Auto durchlasse. Es sei genügend Platz vorhanden gewesen. Der Unfall ereignete sich am 14. Februar in Mountain View in der Nähe von San Francisco.

+++Mehr zum Thema Google Auto: Selbstfahrendes Auto in Verkehrskontrolle+++

Unfallgeschwindigkeit 3 km/h

Googles Angaben zufolge war das Auto mit weniger als drei Stundenkilometern und im autonomen Fahrmodus unterwegs. Der Bus sei angeblich mit 24km/h unterwegs gewesen. Der Konzern gab bekannt, dass die Fahrzeugsoftware aktualisiert wurde um solche Vorfälle künftig zu vermeiden. Wer die Schuld an dem Unfall trägt, ist nicht offiziell festgestellt worden.

Der offizielle Unfall-Bericht kann hier eingesehen werden.

+++Mehr zum Thema: Google bastelt an eigenem Mitfahrdienst+++

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Christoph Schmidt (dritter v. l.) wird Präsident des neu gegründeten Bundesverbandes Energiespeicher Österreich. (c) BMWET

Österreich erzeugt zunehmend mehr erneuerbaren Strom, als das System in Echtzeit aufnehmen kann, heißt es von Seiten des neu gegründeten Bundesverbandes Energiespeicher Österreich. Das Problem: Überschussstrom werde zu Niedrigstpreisen exportiert, während man in anderen Phasen auf Importstrom angewiesen ist. Energiespeicher, wie jener in Nickelsdorf im Burgenland, sollen eine Lösung sein, indem sie Energieüberschüsse speichern und das Netz bei Bedarf stabilisieren.

Um die Energiespeicher in ihrer Entwicklung voranzutreiben, wurde mit dem Bundesverband Energiespeicher Österreich eine eigenständige Interessenvertretung geschaffen, die als Partner von Politik und Regulierungsbehörden auftreten soll.

Geschäftsführer von Bloch3 S als Präsident

Die Funktion des Präsidenten nimmt Christoph Schmidt ein. Als Geschäftsführer von Bloch3 S, der Speichersparte der Blochberger Gruppe, bringt er mehr als 15 Jahre Erfahrung in Energie- und Infrastrukturunternehmen mit. Schmidt ist unter anderem auch als ehemaliger Geschäftsführer des Vienna Airport Conference & Innovation Center bekannt.

Der Verband repräsentiert mehr als 35 Unternehmen und Organisationen aus den Bereichen Speicherbetrieb, Projektentwicklung, Energiewirtschaft, Technologie, Infrastruktur, Finanzierung und Vermarktung. Darunter fallen: EVN Naturkraft, BE Energy GmbH, Blackvolt Energy, Bloch3, Püspök, Electrify, Enspired, Contour Global, Enrail, Metaplan, Amarenco, Impeto und Hello Energy.

Ziel: Überwindung von Hemmnissen

Von Seiten des Verbands wird kritisiert, dass Energiespeicher in Österreich aktuell wie „Endverbraucher“, wie beispielsweise Haushalte oder Industriebetriebe, behandelt werden und dadurch doppelte Netzentgelte anfallen. Obwohl sie den Strom nicht selbst verbrauchen, sondern ihn für das Stromnetz zwischenspeichern und bei Bedarf wieder abgeben, blockiert diese finanzielle Doppelbelastung laut Verband aktuell geplante Investitionen von bis zu fünf Milliarden Euro.

Um diesen Investitionsstau aufzulösen, fordert der Bundesverband die rechtliche Anerkennung von Speichern als essenzielle Netzinfrastruktur und will nun darauf drängen, dass auf Basis des neuen Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetzes (EABG) diese regulatorischen Hürden in der Praxis endgültig abgebaut werden.

„Wir fordern keine Förderungen – wir fordern faire Spielregeln. Wenn Österreich die regulatorischen Hürden beseitigt, werden private Unternehmen die nötigen Milliarden investieren. Das Ergebnis: niedrigere Energiekosten, mehr Versorgungssicherheit und ein stärkerer Wirtschaftsstandort“, so Christoph Schmidt.

Österreich als Energiestandort

Als potenzieller Vorreiter für erneuerbare Energien in Mitteleuropa bringe Österreich beste Voraussetzungen mit. Der Bundesverband setzt sich dafür ein, dieses Potenzial durch einen einheitlichen nationalen Plan nutzbar zu machen. So sollen langfristig eine verlässliche Energieversorgung, wirtschaftliche Stärke und nationale Unabhängigkeit im Energiesektor gesichert werden.

Eine aktuelle Ausarbeitung belege laut Verband das Potenzial: Ein konsequenter Speicherausbau könne Österreich jährlich bis zu 4,1 Milliarden Euro an vermeidbaren Systemkosten einsparen. Haushalte würden von einer Entlastung von rund 200 Euro pro Jahr profitieren.

„Jede Kilowattstunde, die wir intelligent speichern, ist eine Kilowattstunde weniger Abhängigkeit von Gaslieferungen und geopolitischen Risiken. Energiespeicher sind keine Technologiefrage – sie sind eine wirtschaftspolitische Notwendigkeit und eine nationale Chance“, appelliert Schmidt.

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