05.11.2015

Google beantwortet E-Mails künftig automatisch

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Wenn das Smartphone die Antworten auf E-Mails formuliert – gruselig oder praktisch?

Google ist schon oft in den Verdacht geraten, bei E-Mails mitzulesen – offiziell erfolgen nur Analysen, um passende Werbeanzeigen zu schalten. Mit den gewonnenen Einblicken werde kein Schindluder getrieben, betont Google gerne. Jetzt ist eine Funktion in Arbeit, die die Mitlese-Vorwürfe wieder hochkochen lassen wird. Immerhin, die Funktion ist wesentlich nützlicher als personalisierte Werbung: Google soll E-Mails künftig selbstständig beantworten können.

„Nein, leider nicht.“

Das System nennt sich „Smart Reply“ und funktioniert so: Die Google-App Inbox analysiert automatisch alle E-Mails im Posteingang und entscheidet aufgrund des Inhalts, ob eine Antwort erforderlich ist und ob ein kurzer Standardtext dafür infrage kommt. Der Service reicht leider nicht so weit, dass umfangreichere oder persönliche Antworten formuliert werden können. Immerhin, das Ergebnis sind drei Kurztexte aus denen der Nutzer eine Antwort wählen kann. In einem Blogeintrag bringt der zuständige Software-Entwickler Bálint Miklós folgendes Beispiel: Ein Nutzer erhält eine Anfrage um eine Software-Anleitung und Google schlägt vor mit „nein, leider nicht“, „ich arbeite daran“ oder „ich sende sie gleich“ zu antworten. Das soll vor allem die rasche Beantwortung am Smartphone erleichtern, wenn man unterwegs ist.

Die Funktion soll noch diese Woche in der Google-App „Inbox“ verfügbar sein – allerdings zunächst nur auf Englisch. Wer sich dafür interessiert, wie die Machine-Learning-Technologie dahinter genau funktioniert, kann die Details im Reseach-Blog von Google nachlesen.(c) Google. So soll "Smart Reply" funktionieren.

 

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Wolfgang Reisinger und Michael Hurnaus bildeten die Führungsspitze von Tractive und sind nun auch bei Traxit an Bord | (c) Tractive

Erst im August dieses Jahres wurde die Early-Stage-Investment-Firma „Traxit“ vom ehemaligen Tractive-Führungsteam gegründet (brutkasten berichtete). Nun investiert das 19-köpfige Team rund um Wolfgang Reisinger und Michael Hurnaus in 7hauben, einem oberösterreichischen Kochkurs-Startup. Die Finanzierungsrunde liege im mittleren sechsstelligen Bereich.

„Hochwertige Inhalte und ein skalierbares Abo-Geschäftsmodell“

„7hauben hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass sich hochwertige digitale Inhalte und ein skalierbares Abo-Geschäftsmodell erfolgreich verbinden lassen. Das starke Wachstum, die konsequente Weiterentwicklung des Produkts und die klare internationale Perspektive haben uns überzeugt. Wir freuen uns, das Team bei der nächsten Wachstumsphase zu begleiten“, sagt Michael Hurnaus, Mitgründer von Tractive und Investor bei Traxit.

Übernahme von Vegan Masterclass

Parallel zu der Investition übernimmt 7hauben die deutsche Vegan Masterclass, eine digitale Kochschule für pflanzenbasierte Küche, sowie das Weiterbildungsangebot der vefa Fernschule für pflanzliche Kulinarik. Mit der Akquisition wachse das Kursangebot auf mehr als 150 Online-Kochkurse.

„Mit Vegan Masterclass übernehmen wir eine starke Marke mit herausragenden Inhalten und einer Community, die für hochwertige pflanzliche Küche begeistert ist. Wir sehen enormes Potenzial, die Plattform mit unserer Erfahrung in Marketing, Technologie und Kursproduktion weiterzuentwickeln“, sagt Johannes Sailer, Geschäftsführer von 7hauben.

Die Zusammenarbeit mit Vegan-Masterclass-Gründer Sebastian Copien werde fortgesetzt und das deutsche Unternehmen als eigenständige Marke weitergeführt. 7hauben plant, das Angebot durch zusätzliche Kursproduktionen, gezieltes Marketing und technologische Weiterentwicklungen auszubauen. Dabei sollen insbesondere Synergien bei der Videoproduktion, Vermarktung und Plattformtechnologie genutzt werden.

Wachstum um „knapp 40 Prozent“

Der Umsatz von 7hauben liege „um knapp 40 Prozent“ über jenem des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Bis Jahresende peile man mehr als drei Millionen Euro wiederkehrenden Jahresumsatz (ARR) an. Insgesamt sollen bisher mehr als 100.000 zahlende Kund:innen das Angebot von 7hauben genutzt haben. Besonders stark entwickle sich die Neukundengewinnung mit einem Plus von nahezu 70 Prozent. In Zukunft möchte man zunehmend internationaler werden.

„Unser Ziel ist es, hochwertiges Kochwissen weltweit zugänglich zu machen. Wir wollen sowohl durch strategische Übernahmen als auch durch die internationale Expansion die nächsten Wachstumsschritte setzen“, erklärt Sailer.

 

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