28.01.2016

Fahrerlose Google-Autos könnten nach Österreich kommen

Der steirische Autocluster umwirbt den IT-Riesen Google: Die Teststrecke für autonom fahrende Autos soll nach Österreich verlegt werden.
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Der steirische Autocluster AC Styria versucht offenbar, Google von einer österreichischen Teststrecke für autonom fahrende Autos zu überzeugen. Das Wirtschaftsblatt berichtet, dass es bereits Schriftverkehr zwischen Google und dem Cluster, der 250 Mobilitätsunternehmen vertritt, gab. Das Land sei für Google von „hohem marktwirtschaftlichen Interesse“ und man ziehe Tests in Österreich in Erwägung. Auch wenn die Absichtserklärung noch etwas unverbindlich klingt, ist die AC Styria überzeugt von einer Teststrecke in Österreich.

Österreichs Vorteile gegenüber Kalifornien

Bei einer Reise durch das Silicon Valley stellte AC-Styria-Geschäftsführer laut dem Bericht im Wirtschaftsblatt fest, dass Kalifornien bei Weitem nicht so vielfältige Bedingungen biete wie Österreich.: „Tests auf Schneefahrbahnen, auf gebirgigem Gelände und Kurven mit engen Radien“. Außerdem punkte die Steiermark und Oberösterreich mit einer hohen Dichte an Zulieferern. In Graz hat sich ein eigenes Forschungszentrum, das „Virtuelle Fahrzeug“, dem Thema verschrieben.

+++ „Schleich“-Werbung: Googles selbstfahrendes Auto angehalten +++

Google kämpft derzeit in Kalifornien mit verkehrsrechtlichen Problemen. Auch in autonom fahrenden Autos müsse der Fahrer zu jedem Zeitpunkt den Verkehr im Blick haben. Komplett autonomes Fahren sei im Realverkehr nicht zugelassen, so das kalifornische Department of Motor Vehicles. Noch können Zwischenfälle nicht ausgeschlossen werden, da es an Erfahrung im alltäglichen Verkehr mangle.

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CEO und Co-Founder Matthäus Offner | (c) Find my Werkstatt / Canva

So manche Autofahrer:innen hat wohl schon einmal der Schreck eingeholt, als die Rechnung für das letzte Service geschrieben wurde. Neben hohen Preisen ist es oft schwierig nachzuvollziehen, wie teuer die Reparatur sein darf. Das soll sich nun mit Find my Werkstatt ändern, denn das Wiener Unternehmen möchte Kosten sichtbar und transparent machen. Es stellt dafür digitale Fahrzeugberichte aus, die Autofahrer:innen zeigen, welche Arbeiten laut Wartungsplan vorgesehen sind, welche Ersatzteile benötigt werden und mit welchem Arbeitsaufwand zu rechnen ist.

„Wir machen Informationen zugänglich“

„Wer sein Auto zum Service bringt, weiß meistens nicht, was tatsächlich gemacht werden muss und wie sich die Rechnung zusammensetzt. Genau das wollen wir ändern. Wir machen Informationen zugänglich, die bisher vor allem Werkstätten zur Verfügung standen“, erklärt Matthäus Offner, Geschäftsführer von Find my Werkstatt. Ihm gehören 49 Prozent der Firma, Mehrheitseigentümer ist die pubbles FilmgesmbH.

Find my Werkstatt greift bei seinen Analysen auf technische Fahrzeugdaten, Wartungsvorgaben, Arbeitszeitwerte und aktuelle Ersatzteilpreise zurück. Laut dem Wiener Unternehmen würden die Service- und Reparaturkosten nach einem ähnlichen Prinzip berechnet werden, wie es auch in professionellen Werkstätten üblich sei. Find my Werkstatt betont aber, dass die berechneten Kosten als Orientierung dienen.

Ein Ersatzteil, zwei Preise

„Was mich immer wieder überrascht, sind die enormen Preisunterschiede bei Windschutzscheiben. Für ein und dasselbe Fahrzeug kann eine Windschutzscheibe bei einem Anbieter rund 300 Euro und bei einem anderen weit über 1.000 Euro kosten“, sagt Offner und ergänzt bezüglich der Arbeitskosten: „Der Stundensatz kann von Werkstatt zu Werkstatt um bis zum Dreifachen variieren. Viele Autofahrer wissen gar nicht, wie groß diese Unterschiede tatsächlich sein können.“ Durch Find my Werkstatt sollen Autofahrer:innen Angebote besser einschätzen können und informiertere Entscheidungen treffen.

Die Plattform würde auch beim Gebrauchtwagenkauf wichtige Informationen zur Verfügung stellen, wodurch Folgekosten besser berücksichtigt werden können. „Ein vermeintlich günstiges Auto kann schnell teuer werden, wenn kurz nach dem Kauf größere Wartungen oder Reparaturen anstehen. Wir wollen, dass man solche Kosten bereits vor dem Kauf besser einschätzen kann“, erklärt Offner.

Recherche nach der passenden Werkstatt

Grundsätzlich wurde Find my Werkstatt vor zwei Jahren gegründet, um eine passende Kfz-Werkstatt in der Nähe zu finden. Nutzer:innen können Betriebe anhand von Standort, angebotenen Leistungen und Bewertungen entdecken und direkt kontaktieren. Bisher habe die Firma 20.000 User:innen und mache laut eigenen Angaben heuer einen Umsatz von rund 100.000 Euro.

Vollständig gebootstrappt, jetzt beginnt Investorensuche

Werkstätte, die auf der Plattform aufgeführt werden möchten, zahlen eine Gebühr zwischen 109 Euro und 150 Euro. Je nach Preis ist eine einfache Listung bis hin zur Verfügungstellung einer Software, die den Prozess des Ersatzteilebesorgens vereinfacht, möglich. Aktuell seien rund 4.300 Werkstätten verzeichnet. Auf der anderen Seite bezahlen Autofahrer:innen pro Bericht zwischen 5,90 Euro und 19,90 Euro. Je nach Preis erhalten sie unterschiedlich ausführliche Informationen. Find my Werkstatt ist bisher eigenfinanziert, wobei man aktuell nach großen Investoren wie Versicherungen, Automarken etc. suche.

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