27.10.2025
KI

goai: Linzer Startup entwickelt mehrsprachige AI-Agents gegen verlorene Anrufe

Das Linzer Startup goai, gegründet Anfang 2025 von Felix Rieser, Philip Panwinkler und Benjamin Besic, entwickelt KI-gestützte Telefonassistenten für den Kundenservice. Ziel des Teams ist es, Unternehmen in Österreich und Deutschland eine effizientere und verlässlichere Kundenkommunikation zu ermöglichen.
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goai, KI-Telefonassistent
© goai - (v.l.) Felix Rieser, Philip Panwinkler und Benjamin Besic.

Das oberösterreichische Startup goai wurde Anfang 2025 von Felix Rieser, Philip Panwinkler und Benjamin Besic in Linz gegründet. Alle drei Founder hatten im Vorfeld eine spezifische Beobachtung gemacht, wie sie erzählen. Telefone klingelten überall.

goai: AI Agents für Kundenkommunikation

„In Arztpraxen, bei Maklern oder im E-Commerce – ständig gehen Anrufe verloren. Die Folge sind Warteschleifen, überlastete Mitarbeiter und frustrierte Kunden. Statt das Problem weiter schönzureden, wollten wir es lösen“, erklärt Panwinkler.

Also schlossen sich die drei Freunde zusammen und starteten goai, ein Startup, das „AI Voice“-Agents im Bereich Kundenservice entwickelt und damit Unternehmen in Österreich dabei unterstützen möchte, die „Kundenkommunikation effizienter, professioneller und rund um die Uhr erreichbar“ zu gestalten.

„Nicht wie Roboter“

„Unsere Assistenten klingen wie Menschen – nicht wie Roboter – und sind sofort einsatzbereit: DSGVO-konform, mehrsprachig und individuell anpassbar. Wir übernehmen echte Anrufe: Termine vereinbaren, Fragen beantworten, gezielt weiterleiten. Keine Bastellösung, kein ‚Bot zum Selberbauen‘, sondern ein Service, der im Alltag funktioniert“, präzisiert Panwinkler. Dabei begleitet goai seine Kunden aktiv – vom Onboarding bis zum laufenden Support.

Die meisten Kunden des Startups stammen aus dem KMU-Bereich mit Kundensupport sowie aus dem Gesundheitswesen, Tourismus & E-Commerce. „Dort sehen wir auch langfristig das größte Wachstumspotenzial“, sagt Panwinkler.

„In 5 Jahren nutzt jedes DTC-Unternehmen KI-Telefonassistenten“

Zu den nächsten Zielen von goai gehört es, zu skalieren, wie der Co-Founder erzählt: „Wir wollen stärker in Branchen wachsen, in denen unser KI-Telefonassistent eine spürbare Entlastung bringt, und gleichzeitig unser Partnernetzwerk ausbauen. Für 2026 liegt der Fokus klar auf Österreich und Deutschland. Wir sind überzeugt, dass in fünf Jahren jedes DTC-Unternehmen (Direct-to-Consumer) einen KI-Telefonassistenten nutzen wird. Unser Anspruch ist es daher, dazu beizutragen, dass Kundenservice wieder Freude macht – ohne Warteschleifen und ohne Frust.“


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Der autonome Bus der Marke Otokar | © ÖBB / Daniel Willinger
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In einigen US-amerikanischen und chinesischen Städten gehören Robotaxis bekanntlich längst zum Stadtbild. In Österreich verläuft die Verbreitung des autonomen Fahrens, wie so viele andere Dinge, langsamer. Bereits seit 2017 etwa arbeitet die Initiative SURAAA im Kärntner Pörtschach mit autonomen Kleinbussen (brutkasten berichtete). 2019 starteten die Wiener Linien einen mehrjährigen Testbetrieb autonomer Kleinbusse in der Seestadt Aspern (brutkasten berichtete), beendeten das Projekt aber nach der Testphase. Zu einem größeren Rollout kam es bislang nicht.

100 autonome Busse in zwei Jahren

Doch das soll sich jetzt ändern. Bei einem Termin am Westbahnhof, über den mehrere Medien berichteten, legten unter anderem Infrastrukturminister Peter Hanke, ÖBB-Chef Andreas Matthä und Kerem Erman vom türkischen Mobilitäts-Unternehmen Otokar einen Rollout-Plan dar, der erstmals über Testphasen bzw. stark eingegrenzte Projekte hinausgeht.

Demnach sollen bereits in zwei Jahren bis zu 100 autonom fahrende Busse von Otokar für ÖBB Postbus etwa im Vorarlberger Rheintal oder im oberösterreichischen Zentralraum unterwegs sein. In der spanischen Hauptstadt Madrid befinden sich die „e-Centro“-Busse des türkischen Anbieters, die Platz für bis zu 32 Fahrgäste bieten, bereits im regulären Einsatz.

Gesetze müssen erst angepasst werden

Begleitend soll die heimische Gesetzeslage ab September schrittweise angepasst werden, damit in zwei Jahren dann auch Fahrten ohne die aktuell noch obligatorischen Sicherheitsfahrer:innen (Anm. d. Red.: die das Konzept ad absurdum führen) rechtlich möglich sind. Dabei räumt Minister Hanke, wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, ein: „Es wird dauern, bis die Bevölkerung diesen Fahrzeugen vertraut. Aber wir wollen zum Regelbetrieb, und nicht nur mit einem Bus, sondern mit einer Flotte.“

Vom ersten Test in Alpbach in den Rollout

Doch nun wird – wie sollte es anders sein – zuerst einmal getestet. Und der erste Test erfolgt in ländlicher, aber durchaus prominenter Umgebung: beim Europäischen Forum Alpbach. Dort wird der Testbetrieb in kleinem Ausmaß auf einer definierten Strecke stattfinden. Unter Bedingungen, die den später geplanten Einsatzbedingungen deutlich näher kommen, findet dann der nächste Testlauf statt. Nach dem Forum Alpbach zieht der Bus weiter in den Industriepark „Campus Wolfurt“ im Bezirk Bregenz in Vorarlberg. Dort wird er dann Campus und S-Bahn verbinden.

Die langfristige Vision ist auch bereits skizziert. Verläuft der oben beschriebene Rollout in den kommenden zwei Jahren nach Plan, soll eine flächendeckende Ausbreitung folgen. Letztlich will man Öffi-unterversorgte ländliche Regionen, wo, wie Hanke es ausdrückt, „keine U-Bahn mehr hinkommt, wo der Bus nicht mehr so groß sein muss“ in ganz Österreich abdecken.

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