10.03.2026
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GO SINGAPORE 2026: Das Tor nach Südostasien für New-Energy-Startups

Der südostasiatische Markt boomt – und Singapur gilt als das ultimative Sprungbrett in die Region. Mit dem Programm GO SINGAPORE 2026 bietet Global Incubator Network Austria (GIN) heimischen Startups aus dem Bereich New Energy die Chance, im globalen Innovations-Hub Fuß zu fassen. Bewerbungen sind ab sofort bis zum 5. April möglich.
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Für österreichische Startups, die eine Expansion nach Südostasien anstreben, führt an Singapur kaum ein Weg vorbei. Der Stadtstaat bietet nicht nur ein erstklassiges Ökosystem für Innovationen, sondern dient auch als idealer Testmarkt für den gesamten asiatischen Raum. Um diesen Schritt zu erleichtern, schickt das Global Incubator Network Austria (GIN) auch 2026 wieder eine Auswahl der vielversprechendsten Startups nach Singapur.

Fokus auf New Energy: Teilnahme an der Singapore International Energy Week

In diesem Jahr liegt der thematische Schwerpunkt des Programms auf dem Vertical New Energy. Dabei ist die Definition bewusst breit gefasst und adressiert ein Spektrum, das von erneuerbaren Energieträgern und Dekarbonisierungstechnologien bis hin zur Steigerung der Energieeffizienz reicht. Auch innovative Lösungen für Smart Grids, fortschrittliche Energiespeicherung oder nachhaltige urbane Infrastrukturen stehen im Fokus der Auswahl. Damit spricht GIN gezielt Startups an, die mit ihren marktreifen Produkten einen aktiven Beitrag zur globalen Energiewende leisten wollen.

(c) Global Incubator Network Austria (GIN)

Ein Highlight der Reise, die vom 26. bis 30. Oktober 2026 stattfindet, ist die Teilnahme an der SIEW (Singapore International Energy Week). Hier erhalten die Gründer:innen direkten Zugang zu führenden Akteuren der Energiebranche, potenziellen Partnern und Investor:innen.

Das Paket: Coaching, Networking und 10.000 Euro Förderung

Um die Startups optimal auf den Markteintritt vorzubereiten, ist das Programm in zwei Phasen unterteilt, wobei der Prozess mit einem flexiblen Onboarding und bis zu drei Stunden individuellem IP-Coaching für wertvolle Markteinblicke beginnt. Ein gemeinsames Vorbereitungs-Dinner in Wien dient zudem dem ersten Kennenlernen innerhalb der ausgewählten Startups im GO SINGAPORE-Batch.

(c) Global Incubator Network Austria (GIN)

Während der darauffolgenden Acceleration-Woche in Singapur erwartet die Teilnehmenden ein intensives Programm aus Workshops, Startup-Exchanges sowie Networking- und Pitching-Events. Neben der Teilnahme an der Singapore International Energy Week (SIEW) stehen auch eine Ecosystem-Tour und gezielte 1:1 Business Meetings auf der Agenda.

Besonders attraktiv ist die finanzielle Unterstützung: Teilnehmende Startups erhalten den GIN Grant, der 80 Prozent der programmrelevanten Kosten (Flug, Hotel, etc.) deckt – und zwar bis zu einem Betrag von 10.000 Euro.

Wer kann sich bewerben?

Das Programm richtet sich gezielt an österreichische Mid- oder Later-Stage-Startups im Bereich New Energy, die bereits über das PoC-Stadium hinaus sind. Weitere Kriterien sind:

  • Ein Alter von maximal 7 Jahren (kein hartes K.O.-Kriterium).
  • Eine abgeschlossene Seed-Investmentrunde.
  • Ein funktionierender Prototyp/MVP sowie ein bewährtes Geschäftsmodell mit ersten Markterfolgen (Traktion).

Alle Eckpunkte zum Call im Überblick

  • Bewerbungszeitraum: 09. März bis 05. April 2026
  • Programmzeitraum (Physical): 26. bis 30. Oktober 2026
  • Zielgruppe: Mid-/Later-Stage Startups aus Österreich
  • Vertical: New Energy
  • Veranstalter: Global Incubator Network Austria (GIN)

Interessierte Startups können sich direkt über die Plattform aws Connect unter diesem Link bewerben. Neben dem Bewerbungsformular ist der Upload eines aktuellen Pitch-Decks erforderlich.


GO SINGAPORE 2026 ist ein Accelerator-Programm des Global Incubator Network Austria (GIN) (einer gemeinsamen Initiative der Austria Wirtschaftsservice (aws) und der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und Teil des GO ASIA-Programms. Über die letzten Jahre wurden damit zahlreiche Startups bei ihrem Markteintritt in asiatische Märkte unterstützt. Das Programm wird in Zusammenarbeit mit Außenwirtschaft Austria organisiert. Weitere Informationen zum aktuellen Call finden Startups hier: https://gin-austria.com/calls/gosingapore2026

Kontakt

Bei Fragen zu GO SINGAPORE oder zum Bewerbungsverfahren können sich Startups an folgenden Kontakt wenden:

Men Jia Qiu

Project Manager | Equity

T +43 1 501 75 294

[email protected]

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Michael Krebs, CEO von HeartBeat.bio. | Foto: HeartBeat.bio.

2023 holte sich das Wiener BioTech HeartBeat.bio, das 2021 gegründet wurde und im Vienna Biocenter ansässig ist, ein 4,5-Millionen-Euro-Investment im Rahmen einer Pre-Series-A-Runde – brutkasten berichtete.

Im Vorjahr folgte eine Forschungskooperation mit dem Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim, mit dem Ziel gentherapeutische Behandlungen für genetisch bedingte Kardiomyopathien zu entwickeln. Nun kooperiert man mit dem schwedischen Genomikunternehmen CubaseBio, das 3D-Spatial-Transkriptomik-Technologien entwickelt, um einen Hochdurchsatz-3D-Spatial-Profiling-Ansatz für myokardiale Fibrose zu entwickeln und um die Wirkstoffforschung bei Herzinsuffizienz zu steigern.

HeartBeat.bio erhält von der FFG nationale Förderung

Die Partner erhalten dafür rund eine Million Euro an Förderung im Rahmen des Calls 10 des Eurostars-Programms für ihr gemeinsames Projekt „Fibrosis Analysis in Cardioids via Transcriptomic Spatial-mapping in 3D“ (FACTS-3D).

Die nationale Förderung erfolgt durch Vinnova (Schwedens Innovationsagentur) und die österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), mit Ko-Finanzierung durch die Europäische Union im Rahmen von Horizon Europe.

Das Projekt verbindet die firmeneigene Cardioid-Technologie von HeartBeat.bio mit der 3D-Spatial-Transkriptomik-Plattform von CubaseBio, um einen skalierbaren Ansatz zur Analyse der molekularen und zellulären Mechanismen hinter myokardialer Fibrose zu entwickeln.

64 Millionen Menschen von Herzinsuffizienz betroffen

Trotz bedeutender Fortschritte in der kardiovaskulären Forschung bleibt die Entwicklung neuer Therapien gegen Herzinsuffizienz eine Herausforderung. Weltweit sind mehr als 64 Millionen Menschen von Herzinsuffizienz betroffen, was eine große und wachsende globale Gesundheitsbelastung darstelle, heißt es per Aussendung. Herkömmliche präklinische Werkzeuge wie Tiermodelle und 2D-Zellkulturen könnten die Komplexität der menschlichen Biologie, zellulärer Interaktionen und der räumlichen Organisation zugrundeliegender Herzerkrankungen häufig nicht vollständig abbilden.

FACTS-3D soll genau hier ansetzen: Das Projekt verbindet menschliche Herzorganoide, die die Biologie des Herzens realitätsnah abbilden, mit einer 3D-Spatial-Transkriptomik-Methode, die viele Proben gleichzeitig auswerten kann. Zur Erklärung: Bisherige Verfahren zur räumlichen Genanalyse funktionieren nur bei dünnen, flach geschnittenen Gewebeproben. Für die Untersuchung von Organoiden, die dreidimensionale Struktur besitzen, sind sie deshalb kaum brauchbar, und schon gar nicht, wenn viele Proben zügig analysiert werden sollen. Die 3D-Technologie von CubaseBio umgeht dieses Problem: Sie lässt sich direkt in gängigen Labor-Plattenformaten mit 96 oder 384 Vertiefungen einsetzen. Dadurch kann das Projekt die Herzorganoide von HeartBeat.bio erstmals in ihrer vollständigen, dreidimensionalen Struktur untersuchen, statt sie in dünne Scheiben zerlegen zu müssen.

Dieser Ansatz sei besonders wichtig für die Erforschung von Herzmuskel-Vernarbung (Fibrose), einem Prozess, der zum krankhaften Umbau des Herzens beiträgt und bei vielen Formen von Herzinsuffizienz eine Rolle spielt. Indem die Partner sichtbar machen, welche Gene in welchen Zellen des intakten 3D-Herzgewebes aktiv sind, wollen sie herausfinden, wie die Erkrankung entsteht, wie das Gewebe auf Behandlungen reagiert und wo neue Ansatzpunkte für Medikamente liegen könnten.

Neue Mechanismen

„Das FACTS-3D-Projekt bringt zwei hochgradig komplementäre Technologien zusammen, um eine der zentralen Herausforderungen der kardiovaskulären Wirkstoffforschung anzugehen: das Verständnis der Krankheitsbiologie in einem physiologisch relevanten menschlichen Kontext bei gleichzeitigem Erhalt der räumlichen Informationen, die für komplexe kardiale Phänotypen essenziell sind. Für HeartBeat.bio stellt diese Kooperation einen wichtigen Schritt dar, Cardioide nicht nur für die phänotypische Wirkstoffforschung zu nutzen, sondern auch um neue Mechanismen und Zielstrukturen für Herzinsuffizienz zu entdecken und zu validieren, insbesondere bei myokardialer Fibrose und kardialem Remodeling“, sagt Michael Krebs, CEO von HeartBeat.bio.

Und Malte Kühnemund, CEO von CubaseBio, ergänzt: „Die Herzbiologie ist ein perfektes Beispiel dafür, warum der 3D-Spatial-Kontext so wichtig ist. Die Art, wie sich Zellen dreidimensional organisieren, ist zentral dafür, wie eine Herzkammer aufgebaut ist, was bei Fibrose geschieht und wie sich das Herz umbaut. Unsere Technologie wurde genau dafür entwickelt, diese Art von Komplexität vollständig in drei Dimensionen zu erfassen. Das lässt sich nicht durch Schnittverfahren erfassen, und 3D-Bildgebungshardware verfügt nicht über den nötigen Durchsatz. Das macht unsere 3D-Spatial-Transkriptomik-Technologie zu einer naheliegenden Wahl für das Hochdurchsatz-Screening von Herzmedikamenten. HeartBeat.bio ist der ideale Partner, um unsere 3D-Spatial-Technologie in umsetzbare Erkenntnisse für komplexe kardiovaskuläre Erkrankungen zu übersetzen.“

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