09.12.2025
NATURGEFAHREN

GMD: Innsbrucker Startup eröffnet ClimateTech-Labor im Health Hub Tirol

Mit der Eröffnung seines neuen Labors im Health Hub Tirol baut das Innsbrucker Unternehmen GMD die Entwicklung seiner KI-basierten IoT-Lösung zur frühzeitigen Erkennung von Naturgefahren weiter aus.
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Foto: GMD GmbH – Standort Innsbruck

Das Innsbrucker Startup GMD hat im Health Hub Tirol ein eigenes Labor eröffnet. Das im Februar 2024 gegründete Unternehmen baut damit seine technische Infrastruktur am Standort Innsbruck weiter aus. Das Labor dient der Entwicklung und Erprobung von Technologien im Bereich Naturgefahrenprävention, Umweltanalytik und Schutz kritischer Infrastruktur.

GMD arbeitet an KI-gestützten Edge-IoT-Systemen sowie Radar- und Sensortechnologien. Zentrale technologische Grundlage ist die unternehmenseigene Softwareplattform GeoSenseAI, mit der Gefahrenpotenziale datenbasiert modelliert, analysiert und visualisiert werden sollen. Die entwickelten Systeme sind für den internationalen Einsatz vorgesehen. Mehrere größere Projekte sollen ab 2026 starten.

Kooperation mit Forschungseinrichtungen

Nach Angaben des Unternehmens arbeitet GMD mit Universitäten, Hochschulen und weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen im In- und Ausland zusammen. Ziel ist es, Forschungsergebnisse in technische Anwendungen zu überführen. Als Kooperationspartner nennt das Unternehmen unter anderem das Land Tirol, den Deutschen Alpenverein (DAV) sowie regionale und internationale Infrastrukturbetreiber.

Erst im April dieses Jahres hatte GMD eine Kooperation mit dem Halbleiterkonzern Infineon bekanntgegeben. Gemeinsam wird an Lösungen im Bereich Sensorik und Datenverarbeitung für Infrastruktur- und Klimaanwendungen gearbeitet (brutkasten berichtete).

Das Labor im Health Hub Tirol ist neben der Entwicklungsarbeit auch für den fachlichen Austausch vorgesehen. Geplant sind Workshops, Konferenzen und Schulungen, die sich an Fachpublikum und öffentliche Stellen richten.

Team soll erweitert werden

Parallel zur Eröffnung des Labors erweitert GMD sein Team am Standort Innsbruck. Zudem richtet sich das Unternehmen verstärkt an Investor:innen, um weiteres Wachstum in den Bereichen ClimateTech, AlpineTech und datenbasierte Resilienzlösungen zu finanzieren.

CEO Steve Weingarth verweist auf die Standortbedingungen in Innsbruck, insbesondere auf die Nähe zu alpinen Testgebieten und zur bestehenden Forschungsinfrastruktur.

Für den bisherigen Aufbau nennt das Unternehmen mehrere Unterstützer, darunter die Stadtgemeinde Kufstein, das Land Tirol, den Deutschen Alpenverein, die HTB Baugesellschaft mbH sowie die Tiroler Sparkasse.

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fonio.ai-Co-Founder Daniel Keinrath (CEO, l.) und Matthias Gruber (CTO) | (c) fonio.ai

Es ist bisher ein geschäftiges Jahr für das Wiener Startup fonio.ai. Im Juni schloss man eine Seed-Runde über 14,6 Millionen Euro ab – angeführt von 20VC, bei einer Bewertung von 120 Millionen Euro. Es folgte die Verkündung, die 10-Millionen-Dollar-ARR-Marke (Annual Recurring Revenue) geknackt zu haben – siehe hier – und dass man Pläne verfolge, neue Standorte zu eröffnen.

fonio-CEO: „Emotionaler Schritt“

Das Startup, das von Daniel Keinrath (CEO) und Matthias Gruber (CTO) gegründet wurde, entwickelt KI-Agenten für KMU, für die telefonische Erreichbarkeit geschäftskritisch ist. Kern ist ein Orchestration-Layer, der verschiedene KI-Modelle in Echtzeit mit der Unternehmenssoftware koordiniert. Nun tut man das auch aus Barcelona heraus.

Gründer Keinrath beschreibt die Eröffnung gegenüber brutkasten wie folgt: „Das ist ein sehr emotionaler Schritt für uns. Dieser Monat wird der erste, in dem voraussichtlich über 50 Prozent von unserem Umsatz bereits aus Non-DACH-Märkten kommt. Das Büro in Barcelona wird unser Hub für Italien, Frankreich und Spanien. Das Team für diese Märkte besteht schon aus über 15 Personen und wird wahrscheinlich bis Ende des Jahres auf 30 anwachsen. Wir suchen tatsächlich schon nach dem nächsten Büro“, sagt er.

Polen, Brasilien und England

Zusätzlich zu Barcelona sind auch Ausweitungen nach u.a. London, Warschau, München, Berlin, Amsterdam, New York und sogar nach Brasilien geplant: „Grundsätzlich expandieren wir unabhängig von Büros in Länder. Wir starten damit, dass wir top Leute aus den Ländern nach Wien (teils temporär) relocaten. Und wenn das Team dann groß genug wird, machen wir ein Büro auf“, erklärt Keinrath.

Das Warschau-Office soll bereits innerhalb der nächsten beiden Wochen eröffnet werden, gefolgt von Campinas (rund 100 Kilometer nordwestlich von São Paulo) Anfang November. London wird mit Dezember-Beginn anvisiert und New York wahrscheinlich in ersten Quartal 2027. „Für München, Berlin und Amsterdam“, so Keinrath weiter, „haben wir noch keine genauen Pläne, weil wir da den Headcount zuerst aufbauen. Aber wir haben bereits aus allen Städten Hires.“

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