17.03.2020

Global Rockstar: 1,5 Millionen Euro Investment für Wiener Startup

Bei 2 Minuten 2 Millionen reichte es nicht zu einem Investment. Nun sicherte sich das Wiener Startup Global Rockstar von Ex-Papermoon-Sänger Christof Straub aber 1,5 Millionen Euro von einer Schweizer Beteiligungsgesellschaft.
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Global Rockstar-Founder Christoph Straub Crowdfunding Musik
(c) Manfred Werner: Global Rockstar-Founder Christoph Straub

Wie so oft sorgte beim 2 Minuten 2 Millionen-Auftritt, der vergangene Woche ausgestrahlt wurde, die „zu hohe Bewertung“ auch beim Wiener Startup Global Rockstar dafür, dass es dort mit einem Investment nichts wurde. Nun bewies das Unternehmen von Christof Straub, ehemals Sänger der Band Papermoon, dass es ohne die Show ohnehin besser geht. Es holte sich 1,5 Millionen Euro von der Schweizer Beteiligungsgesellschaft Estus AG.

+++ Hier gibt’s alles zu 2 Minuten 2 Millionen +++

Kapital für Produktoptimierung und Marketing

Mit diesen neuen Mitteln forciere Global Rockstar sein internationales Wachstum mit den Schwerpunkten Produktoptimierung und Marketing und baue sein Team in Wien aus, heißt es in einer Aussendung. Über die Plattform können Musikfans „Aktionäre“ von neuen Hits werden, um im Gegenzug für 70 Jahre an deren Erlösen aus Streams und Radioeinsätzen zu partizipieren. Die Investitionen werden genutzt, um die Musikproduktionen zu optimieren und ihre Vermarktung zu finanzieren.

Global Rockstar – „will digitales Musiklabel der Zukunft sdchaffen“

Gründer Straub erklärt: „Nach 30 Jahren Erfahrung im Musikbusiness ist es mir ein besonderes Anliegen, dass Musiker finanzielle Förderung und faire Verträge erhalten, ohne in ihrer Freiheit eingeschränkt zu sein. Mit Global Rockstar strebe ich an, das digitale Musiklabel der Zukunft zu schaffen, um die traditionelle Musikindustrie zum Wohle der Kreativen zu revolutionieren und es gleichzeitig Fans zu ermöglichen, erstmals ein echter Teil ihres Lieblingssongs zu werden. Ich freue mich, Global Rockstar mit der Investition unseres neuen Gesellschafters Estus AG nun zum weltweiten Player ausbauen zu können“.

Erste Investoren verdienen bereits

Gab es bei 2 Minuten 2 Millionen auch kein Investment, habe man doch stark vom Auftritt profitiert. „Innerhalb von 24 Stunden nach der TV Ausstrahlung waren bereits so gut wie alle angebotenen Song-Anteile ausverkauft“, heißt es vom Startup. Dabei verweist man auch auf eine Erfolgsgeschichte: Investoren in ZOËs (übrigens Straubs Tochter) Song „C’est La Vie“, der 2019 über Global Rockstar co-finanziert wurde, hätten bereits nach zwölf Monaten ihren Einsatz zurückverdient und würden jetzt für die kommenden 69 Jahre mit allen Streams und Radioeinsätzen Profit machen. Der Hit stehe heute bei rund fünf Millionen YouTube-Views und drei Millionen Spotify-Streams.

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Biogena-CEO Albert Schmidbauer beim traditionellen Läuten der Börsenglocke | © Wiener Börse AG/APA-Fotoservice/Arman Rastegar
Biogena-CEO Albert Schmidbauer beim traditionellen Läuten der Börsenglocke | © Wiener Börse AG/APA-Fotoservice/Arman Rastegar

Bereits im Juli hatte das Salzburger Unternehmen Biogena rund um Gründer Albert Schmidbauer seinen Börsengang angekündigt, wie brutkasten berichtete. Heute erfolgte das Listing im Direct Market Plus, also im KMU-Segment der Wiener Börse. Gelistet wurde mit der Biogena Good Vibes AG die oberste Holding der Unternehmensgruppe. Wenige Stunden nach Handelsstart lag die Marktkapitalisierung bei knapp über 480 Millionen Euro.

Zwei AGs sollen perspektivisch verschmolzen werden

Bereits seit 2020 ist mit der Beteiligungsgesellschaft Biogena Group Invest AG ein anderer Teil der Unternehmensgruppe dort gelistet. „Perspektivisch sollen die Strukturen zusammengeführt werden; eine Verschmelzung der Biogena Group Invest AG mit der Biogena Good Vibes AG wird derzeit geprüft“, heißt es dazu in einer Aussendung zum heutigen Börsenstart.

Wachstum auf 500 Mio. Euro Umsatz bis 2030 geplant

Die Biogena Group verfolgt einen ambitionierten Wachstumskurs, wie CEO Schmidbauer auch im Juli gegenüber brutkasten darlegte. Bis 2030 will man den Konzernumsatz von zuletzt 156,65 Millionen Euro auf rund 500 Millionen Euro steigern.

„Die bestehenden Fertigungskapazitäten in Koppl und am neuen Spezialproduktionsstandort Liefering reichen bereits für rund 500 Millionen Euro Umsatz. Die Anlage ist aktuell zu weniger als 25 Prozent ausgelastet. Das heißt: Ein wesentlicher Teil der industriellen Basis für das geplante Wachstum ist bereits vorhanden und muss nicht erst vollständig neu aufgebaut werden“, so Schmidbauer damals.

„Zugang zum Kapitalmarkt eröffnet uns neue Möglichkeiten“

Anlässlich des heutigen Börsenstarts kommentiert der CEO: „Biogena ist aus der Überzeugung entstanden, Gesundheit neu und ganzheitlich zu denken – und aus diesem Anspruch ist über die Jahre eine Unternehmensgruppe mit internationaler Perspektive gewachsen.“ Die Notierung sei „weit mehr als ein finanzieller Meilenstein“, sie sei „der nächste konsequente Schritt“ in der Entwicklung.

„Der Zugang zum Kapitalmarkt eröffnet uns neue Möglichkeiten, unsere Ideen schneller in die Welt zu bringen, international weiter zu wachsen und Biogena langfristig als starke österreichische Gesundheitsmarke zu positionieren“, so Schmidbauer

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Global Rockstar: 1,5 Millionen Euro Investment für Wiener Startup

  • Wie so oft sorgte beim 2 Minuten 2 Millionen-Auftritt, der vergangene Woche ausgestrahlt wurde, die „zu hohe Bewertung“ auch beim Wiener Startup Global Rockstar dafür, dass es dort mit einem Investment nichts wurde.
  • Nun bewies das Unternehmen von Christof Straub, ehemals Sänger der Band Papermoon, dass es ohne die Show ohnehin besser geht.
  • Es holte sich 1,5 Millionen Euro von der Schweizer Beteiligungsgesellschaft Estus AG.
  • Mit Global Rockstar strebe er an, das digitale Musiklabel der Zukunft zu schaffen, um die traditionelle Musikindustrie zum Wohle der Kreativen zu revolutionieren und es gleichzeitig Fans zu ermöglichen, erstmals ein echter Teil ihres Lieblingssongs zu werden, sagt der Gründer.
  • Das Startup verweist auch auf eine Erfolgsgeschichte: Investoren in ZOËs Song „C’est La Vie“, der 2019 über Global Rockstar co-finanziert wurde, hätten bereits nach zwölf Monaten ihren Einsatz zurückverdient und würden jetzt für die kommenden 69 Jahre mit allen Streams und Radioeinsätzen Profit machen.

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