09.12.2021

Glacier: Wiener Klimaschutz-Startup sichert sich 1,7 Millionen Euro Finanzierung

Das in Wien ansässige Klimaschutz-Startup Glacier konnte sich in einer Pre-Seed Finanzierungsrunde 1,7 Millionen Euro an Kapital sichern. 2022 steht die weitere Expansion in den DACH-Raum an, wie CEO & Co-Founder Andreas Tschas gegenüber Brutkasten Earth erläutert.
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Glacier
Die Glacier-Gründer Rainhard Fuchs und Andreas Tschas (v.l.) | (c) Glacier

Im November 2020 ist Andreas Tschas gemeinsam mit seinem Co-Founder Rainhard Fuchs mit dem Klimaschutz-Startup Glacier an den Start gegangen. Das Startup verfolgt seit seiner Gründung das Ziel, Klimaschutz in der Unternehmenskultur heimischer Unternehmen zu verankern. Im Zentrum stehen Community-Building und die Weiterbildung von Mitarbeiter:innen.

Rund ein Jahr nach der Gründung ist das Team auf 16 Personen angewachsen. Zudem zählt Glacier mittlerweile über 150 Unternehmen zu seinen Kunden. Darunter befinden sich Big-Player wie Microsoft, Bank Austria, ÖBB, Magenta, Infineon, A1 oder Verbund.

Glacier sammelt 1,7 Millionen Euro an Kapital ein

Am Donnerstagabend war es nun so weit: Glacier verkündete offiziell seine erste größere Finanzierungsrunde in der Höhe von 1,7 Millionen Euro. Als Investoren beteiligen sich gleich mehrere namhafte heimische bzw. internationale Business Angels am Wiener Startup.

Zu den Investoren zählen unter anderem Runtastic Co-Founder Alfred Luger, die beiden Woom-Bike Gründer Marcus Ihlenfeld und Christian Bezdeka sowie der österreichische Rechtsanwalt und CMS-Partner Gregor Famira. Mit dem deutschen Startup Investor Henrik Herr sind auch internationale Investoren mit an Bord. Zudem setzt sich die Kapitalspritze in Höhe von 1,7 Millionen Euro auch aus Förderungen der Austria Wirtschaftsservice (aws) und FFG zusammen.

Der erste Climate Impact Day ging am 21. September 2021 über die Bühne | (c) Glacier

Know-How für Internationalisierung & Produktentwicklung

Spannendes Details der Investorenkonstellation: Für die beiden Gründer von woom-Bike, dem international erfolgreichen Kinderfahrrad-Hersteller aus Klosterneuburg, handelt es sich um ihr erstes Startup-Investment. Sie begründen ihre Beteiligung wie folgt: „Die Traction im ersten Jahr beweist nicht nur, dass Glacier am richtigen Thema dran ist, sondern auch riesiges Wachstumspotential hat.“

Runtastic Co-Founder Luger, der als Investor bereits kurz nach der Gründung mit an Bord war, fügt hinzu: „Andreas Tschas ist einer der bekanntesten Persönlichkeiten in der österreichischen Startup-Szene und hat mit Pioneers bewiesen, dass er um Themen, die ihm am Herzen liegen, starke Movements aufbauen kann.“

Um das von Luger angesprochene „Movement“ rund um Klimaschutz weiter aufzubauen, möchte Tschas gemeinsam mit seinem Team nicht nur das finanzielle Kapital, sondern auch das Smart-Money der Investoren nutzen. Sie bringen laut dem Glacier Co-Founder unter anderem Know-How in den Bereichen Internationalisierung, Produktentwicklung und Teamführung mit.

Glacier Expansion in den DACH-Raum

Wie Tschas gegenüber dem Brutkasten erläutert, stehen bereits die nächsten Internationalisierungsschritte auf der Agenda. Für 2022 ist die weitere Expansion in den DACH-Raum geplant. Die Expansion soll dabei unter der bestehenden Marke „Glacier“ vorangetrieben werden. Dazu soll auch das 16-köpfige Team weiter ausgebaut werden.

Zudem soll die Climate Ranger Academy erweitert werden. Dabei handelt es sich um das Klimaschutz-Bildungsprogramms von Glacier, das um neue Formate erweitert und zunehmend digitalisiert wird.

Ein weiterer Eckpfeiler im Produkt-Portfolio bildet der sogenannte Climate Impact Day, der am 21. September 2021 das erste Mal mit über 140 Unternehmen über die Bühne ging und Mitarbeiter:innen in Unternehmen für mehr Klimaschutz sensibilisieren soll. „Der Climate Impact Day ist in der ersten Auflage bei den Unternehmen extrem gut angekommen und es wurde von vielen Seiten der Wunsch an uns herangetragen, das Angebot auszuweiten und über mehrere Tage zu strecken“, so Tschas abschließend. In Planung ist eine „mehrtätige modulare Aktionswoche“. Nähere Details dazu sollen bereits Anfang 2022 folgen.

Tipp der Redaktion:

Glacier Co-Founder Andreas Tschas ist am Freitag (10. Dezember) um 11:00 Uhr im Brutkasten-Talk zu Gast, um über die Hintergründe des Investments und die weitere Internationalisierung zu sprechen. Die Talk wird über den Facebook, LinkedIn und YouTube-Kanal des brutkasten gestreamt.


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Digicusts neue Führungsebene (v.l.) Manuel Strausz, Thomas Übellacker, Matthias Pfeiler, Tolga Erkoç und Bernhard Klug

Nachdem das niederösterreichische Unternehmen Digicust im Dezember 2025 seine Gesamtsumme an Investments und Förderungen auf 2,3 Millionen Euro ausbauen konnte, folgt nun die organisatorische Anpassung. Ziel ist es laut Unternehmen, klare Verantwortlichkeiten für das globale Wachstum zu schaffen.

Führungskräfte aus den eigenen Reihen

Das neue Führungsteam rekrutiert sich vorwiegend aus den eigenen Reihen. Co-Founder Thomas Übellacker übernimmt die Position des CTO und Managing Directors. In der Wiener Szene ist Übellacker kein Unbekannter: Er gründete zuvor das KI-Startup Texterous und initiierte 2025 Wiens erste „Start-up-WG“, ein 480 Quadratmeter großes Loft inklusive Pool und Sauna, in dem mehrere Gründer:innen gemeinsam leben und arbeiten. Die technische Architektur leitet Co-Founder Manuel Strausz als Chief Software Architect. Er begleitet Digicust bereits seit den Anfängen im Jahr 2020 und war zuvor beim Softwareunternehmen Fabasoft tätig.

Den Vertrieb verantwortet künftig Tolga Erkoç als Chief Sales Officer, der seit 2024 an Bord ist und davor unter anderem für Xing tätig war. Die Rolle des Chief Marketing Officers übernimmt Bernhard Klug, der zuvor Marketing-Erfahrung beim CleanTech-Unternehmen neoom sowie auf selbstständiger Basis sammelte. Mitgründer Matthias Pfeiler fokussiert sich als CEO weiterhin auf die übergeordnete Unternehmensstrategie sowie auf Investor Relations.

„Ab einem gewissen Punkt braucht nachhaltiges Wachstum klare Verantwortlichkeiten“, erklärt Pfeiler. Mit diesem Team sei man laut dem CEO „ideal aufgestellt“, um das Unternehmen als Automatisierungsschicht für weltweite Zollprozesse zu etablieren.

Expansion nach Millionen-Finanzierung

Digicust entwickelt modulare KI-Komponenten für die Dokumentenverarbeitung, um manuelle Aufwände und Fehlerquoten bei Speditionen zu reduzieren. Bereits in der Vergangenheit lag der Fokus des Startups stark auf der Zoll-Digitalisierung und dem damit verknüpften internationalen Rollout.

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