05.07.2023

Glacier launcht „interaktives Netflix“ für Klimaschutz

Das Wiener Startup Glacier ist mit einer neuen Lernplattform online gegangen. Künftig können Mitarbeiter:innen in Unternehmen sich über die On-Demand-Plattform im Bereich des Klimaschutzes weiterbilden. Unter anderem setzt der Mobilfunker A1 auf die neue Plattform.
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Erst Anfang des Jahres kündigte Glacier im Zuge seines Millionen-Investments an, seine Lerninhalte für Klimaschutz weiter ausbauen zu wollen. Rund ein halbes Jahr später folgte nun Anfang Juni der Launch einer neuen On-Demand-Lernplattform für Klimaschutz. Über die Plattform bietet das Wiener Startup Mitarbeiter:innen künftig die Möglichkeit online auf ESG-Module zuzugreifen und sich weiterzubilden. Mit dem Launch der Plattform vollzieht Glacier auch einen weiteren Skalierungsschritt beim Rollout seiner Lerninhalte. Unternehmen können nämlich so vielen Mitarbeiter:innen Weiterbildungsangebot zur Verfügung stellen, wie sie wollen.

Glacier setzt auf Interaktivität

Die Plattform ist im Prinzip wie Netflix aufgebaut, wobei Nutzer:innen sich mit Hilfe von Erklärvideos weiterbilden können. Unter anderem konnte das Wiener Startup dafür den bekannten Meteorologe Marcus Wadsak oder Ali Mahlodji gewinnen, die ihr Wissen im Bereich des Klimaschutzes vermitteln.

Mit Animationen, Quizzes, Umfragen, interaktiven Drag-and-Drop-Aktivitäten und Gamification-Elementen innerhalb der Module soll das Wissen vertieft und die direkte Umsetzbarkeit des Gelernten gefördert werden. Zudem erhalten Nutzer:innen Badges und Zertifikate, sofern sie Lerninhalte erfolgreich abschließen.

Das Weiterbildungsprogramm gliedert sich in Essentials und Deep-Dives, die sich laut Glacier je nach Branche und Position individuell zusammenstellen lassen. Zudem sollen sich die Inhalte auch auf die jeweiligen ESG-Strategien der Unternehmen anpassen lassen können. Zu den Kursinhalten zählen beispielsweise die Module „Kreislaufwirtschaft„, „Nachhaltige Mobilität“, „Klimaschutz in Unternehmen“ oder „Persönlicher CO2-Fußabdruck“.

A1 nutzt Plattform zur Weiterbildung

Mittlerweile nutzen bereits erste Kunden die neue Plattform von Glacier. Dazu zählt unter anderem der österreichische Mobilfunker A1, der seinen ingesamt 8000 Mitarbeiter:innen die Plattform anbietet. Mehr darüber könnt ihr auch im Video-Talk mit Glacier-Gründer Andreas Tschas und A1-Chef Arnoldner erfahren, den wir am KitzSummit geführt haben:

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Rainer Haude und Piotr Ciski | (c) Daniel Willinger
Rainer Haude und Piotr Ciski | (c) Daniel Willinger

Bereits 1967 gegründet, nutzen heute nach Unternehmensangaben rund 4.000 Anwender:innen in Österreich die Steuerberatungssoftware des Wiener Anbieters dvo Software. Die Lösung unterstützt Steuerberater:innen bei Kanzleimanagement, Honorarabrechnung, automatisierten Workflows, sicherer Kommunikation und Dokumentenmanagement sowie bei Finanzbuchhaltung, Steuern und Anlagenverzeichnis. Dabei kommt auch Künstliche Intelligenz zum Einsatz, der Fokus liege auf Automatisierung, heißt es vom Unternehmen.

Marke, Team und Geschäftsführer bleiben

Nun gab die Firma die Übernahme durch den erheblich größeren polnischen Mitbewerber Symfonia Group bekannt. Ein Kaufpreis wurde dabei nicht genannt. Marke, Team und Ausrichtung auf den österreichischen Steuerberatungsmarkt sollen unverändert bleiben. Auch die Geschäftsführer Rainer Haude und Richard Theiß bleiben in ihren Positionen und halten künftig Anteile an der Muttergesellschaft.

DACH-Einstieg für Symfonia

Symfonia hat mehr als 55.000 Kunden, darunter 6.700 Steuerberatungskanzleien. „Mit dvo Software betritt Symfonia erstmals den DACH-Raum, und wir beabsichtigen, hier weiter zu wachsen“, kommentiert Piotr Ciski, CEO der Symfonia Group. „Dvo kennt die Anforderungen österreichischer Steuerberatungskanzleien genau. Wir bringen Know-how im Bereich Technologie sowie der Einhaltung regulatorischer und gesetzlicher Rahmenbedingungen mit.“

„Interessante Chancen“ im österreichischen Markt

Und Rainer Haude, Geschäftsführer von dvo Software, sagt: „Wir teilen Symfonias Fokus auf die Steuerberatungsbranche und das Ziel, die Produktivität in Steuerberatungskanzleien durch intelligente Software erheblich zu steigern. Wir können nun unser ohnehin schon ehrgeiziges KI-Investitionsprogramm bei dvo Software mit noch größerer Dynamik vorantreiben.“ Der österreichische Markt befinde sich derzeit in einer teilweise durch den Rückzug des deutschen Anbieters Datev hervorgerufenen Umbruchsphase und biete daher „interessante Chancen“.

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Der Artikel beschreibt, wie das Wiener Startup Glacier eine neue On-Demand-Lernplattform für Klimaschutz entwickelt hat. Diese Plattform ermöglicht es Unternehmen, ihren Mitarbeitern online auf ESG-Module zuzugreifen und sich weiterzubilden. Durch die interaktiven Elemente und Gamification-Mechanismen werden die Teilnehmer motiviert, ihr Wissen zu vertiefen und das Gelernte direkt umzusetzen. Unternehmen wie der österreichische Mobilfunker A1 nutzen bereits diese Plattform zur Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Die wirtschaftliche Auswirkung besteht darin, dass Unternehmen durch Investitionen in Mitarbeiterfortbildung im Bereich Klimaschutz ihre Nachhaltigkeitskompetenzen stärken und möglicherweise auch ihre ESG-Strategien verbessern können. Dies kann langfristig zu einem positiven Image, einer höheren Attraktivität für Kunden und Investoren sowie zur Effizienz- und Rentabilitätssteigerung führen.

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