04.07.2025
BOOKING

Gigtrick: Österreichischer Musiker entwickelt App zur leichteren Gig-Planung

Dominik Landolt ist Musiker und Kabarettist – und gezwungenermaßen auch seine eigene Booking-Agentur. Um dem entgegenzuwirken und wieder mehr Zeit für Musik zu haben, statt sich mit organisatorischen Aufgaben beschäftigen zu müssen, entwickelt er das KI-Tool „Gigtrick“.
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Gigtrick
Die Founder von © Gigtrick (v.l.n.r.): Paul Semler, Dominik Landolt, Michael Peinsipp

Als Musiker:in – oder ganz generell als Künstler:in – habe man oft fünf Jobs gleichzeitig, so Dominik Landolt. Man sei in erster Linie natürlich Künstler:in – in Landolts Fall also Musiker und Kabarettist. „Dann ist man aber auch noch seine eigene Booking-Agentur, weil man sich ständig um neue Auftritte bemühen muss“, sagt Landolt. Das nehme wahnsinnig viel Zeit in Anspruch – und außerdem, lacht Landolt: „Sind wir Künstler:innen nicht gerade die Berufsgruppe, die sehr strukturiert arbeiten kann – no offense an meine Kolleg:innen.“

Also hatte Landolt eine Idee: Es brauche ein Tool, das mittels KI von selbst Booking-Anfragen stellen kann – und im besten Fall, wenn keine Antwort kommt, auch nachfasst. Die Idee war da – die Umsetzung fehlte. Also holte Landolt einen Kollegen, Michael Peinsipp, an Bord, der die grafische Umsetzung übernahm. Mit Peinsipp kommt Paul Semler, der alles Technische übernimmt. „Ich bin sozusagen der Kreative und der Anwender, ich sag, was ich alles gern hätte – und die anderen beiden machen eben die technische, beziehungsweise grafische Umsetzung “, erklärt Landolt.

Kontaktaufnahme mit KI-Hilfe

Das System ist einfach: Es gibt bei Gigtrick eine Kontaktkartei. Man schreibt dann eine Anfrage, um zunächst in Kontakt zu treten. „Die E-Mail schreibe ich aber selbst – das ist dann doch noch persönlicher, als die KI das könnte“, so Landolt. Was die KI aber übernimmt: In eingestellten Abständen – zum Beispiel zwei Wochen, in denen keine Antwortmail eingegangen ist – wird eine zweite Mail nachgeschickt. Und nach weiteren zwei Wochen eine dritte – und so weiter. Sobald eine Antwortmail kommt, wird der Kontakt aus dem Verteiler genommen und erhält natürlich keine weiteren Anfragen. Die weitere Kommunikation erfolgt dann wieder persönlich, so Landolt. „Aber dieses Dranbleiben, dieses beharrlich bleiben und mehrmals nachfragen – das ist oft das, was so schwerfällt. Und mit diesem Tool übernimmt das eben die KI. Der Vorname wird übrigens natürlich angepasst.“ Die Beta-Version der App ist bereits am Markt und wird schon von einigen Künstler:innen getestet.

Was ab Herbst noch dazukommen soll: eine interaktive Karte. „Wenn ich zum Beispiel ein Konzert in Hamburg spiele und extra dafür von Wien nach Hamburg fahren muss, dann zahlt sich das kaum aus“, so der Wiener. „Ich kann dann der App sagen: Bitte such mir – beispielsweise – alle Jazzclubs raus, die entlang der Route liegen.“ Das System sucht dann alle relevanten Locations – und im nächsten Schritt kann man, wie oben beschrieben, direkt Kontaktanfragen verschicken.

Zudem gibt es auch eine Funktion zur Erstellung von Honorarnoten. Man müsse nur einige Daten eingeben, anhand derer das System automatisch eine Honorarnote generiert und versendet.

Von der Community für die Community

Das Projekt sei wirklich dazu gedacht, der Künstler:innenszene das Leben leichter zu machen. Dementsprechend soll es auch nicht viel kosten: Für drei Euro pro Monat kann man ein Abo abschließen. „Es sollte nicht mehr kosten als ein Kaffee“, so Landolt. Wenn sich langfristig daraus Einnahmen generieren lassen, würde er sich natürlich freuen.

Investments seien demnach noch keine geplant, es gebe aber Ideen für strategische Partner. Die beiden Founder könnten sich für die Zukunft vorstellen, jemanden an Bord zu holen, der im Marketing tätig ist und bei der Bekanntheitssteigerung helfen könnte, so Landolt. „Die Grundidee war aber jedenfalls nicht, damit Millionär zu werden, sondern unser eigenes Booking leichter zu machen.“

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Xund
© Xund - Tamás Petrovics, Co-Founder & CEO von Xund.

Das Wiener Scaleup Xund gewinnt die AOK NordWest als Partner für die digitale Gesundheitsversorgung in Deutschland. Ab sofort integriert die Krankenkasse den Symptom Check der Wiener direkt in ihre hauseigene NAVIDA-App.

Xund in Deutschland

Die digitale Anwendung ermöglicht es nun den rund 2,97 Millionen Versicherten der AOK NordWest, bei gesundheitlichen Beschwerden ortsunabhängig eine medizinisch validierte Ersteinschätzung vorzunehmen. Auf Basis strukturierter Angaben zu den Symptomen analysiert die Wiener Technologie das Profil und liefert Handlungsempfehlungen für die nächsten Schritte. Das als Medizinprodukt zertifizierte Tool von Xund möchte damit die Patientensouveränität stärken und eine digitale Anlaufstelle direkt auf dem Smartphone sein.

Bei unseren nördlichen Nachbarn prägen Fachkräftemangel, lange Wartezeiten und überlastete Notaufnahmen den Versorgungsalltag. Gleichzeitig suchen immer mehr Menschen online nach schnellen Antworten bei Gesundheitsfragen, stoßen dabei jedoch oft auf Fehlinformationen. Der Symptom Check von Xund soll nun genau an dieser Schnittstelle ansetzen: Durch eine validierte, digitale Ersteinschätzung kann das Tool Patientinnen und Patienten gezielt zu der für sie am besten geeigneten Versorgungsebene (z. B. Hausarzt, Apotheke, Telemedizin oder Notaufnahme) führen, so der Claim. Dies könne unnötige Arztbesuche verhindern und wertvolle Ressourcen im System schonen.

„Gesundheitssystem mitgestalten“

Der Symptom Check von Xund basiert konkret auf einer Technologie, die als Medizinprodukt der Klasse IIa nach der strengen EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) zertifiziert ist. Die IT-Infrastruktur erfüllt zudem sowohl die internationale Norm ISO 27001 für Informationssicherheit als auch Kriterien des C5-Anforderungskatalogs. Durch die Integration in die NAVIDA-App verarbeitet das Scaleup alle medizinischen Eingaben ausschließlich pseudonymisiert. Das bedeutet, dass Xund keine direkten Rückschlüsse auf die Identität der einzelnen Versicherten ziehen kann, wie es heißt.

„Wir sind stolz darauf, mit einem Innovationsführer wie der AOK NordWest zusammenzuarbeiten und unsere Technologie knapp drei Millionen Versicherten zugänglich zu machen. Für Xund ist diese Partnerschaft ein entscheidender Schritt, um den aktuellen Wandel hin zu einem digital ausgerichteten Gesundheitssystem in Deutschland aktiv mitzugestalten“, erklärt Tamás Petrovics, Co-Founder & CEO von Xund.

Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest, ergänzt: „Moderne Krankenversicherung bedeutet für uns, genau dort zu sein, wo unsere Versicherten uns brauchen – und das ist heute immer öfter das Smartphone. Mit dem neuen Symptom Check in unserer NAVIDA-App schaffen wir ein digitales Serviceangebot, das schnelle Unterstützung bei gesundheitlichen Beschwerden liefert.“

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