Nach Tanja Sternbauer: Georg Kuttner hört bei Startup Live (startup300) auf
Nachdem Tanja Sternbauer im Oktober dort aufgehört hatte, verlässt auch Langzeit-Co-Geschäftsführer Georg Kuttner Startup Live (startup300) nach seinem 50. Event an diesem Wochenende. Es folgen Paulina Kania und Arbresha Talla.
„Alle guten Dinge müssen einmal enden“, schreibt Georg Kuttner in einem Facebook-Posting. Weniger als zwei Monate nach dem Ausstieg seiner Langzeit-Co-Geschäftsführerin bzw. Co-Managing Partnerin bei Startup Live, Tanja Sternbauer (Kuttner bezeichnet sie als „the best ‚work-wife‘ I could have wished for), hört nun auch er auf. Startup Live ist inzwischen, nach einem mehrstufigen Übernahmeprozess, als Teil von startup300 kein eigenständiges Unternehmen mehr.
Georg Kuttner: Abschluss im „heißesten Startup-Hotspot“ St. Pölten
In vier Jahren habe er mit mehr als 4500 Entrepreneuren zu tun gehabt, mehr als 1500 Pitches gehört und mehr als 600 Startup-Ideen in 20 europäischen Städten kennengelernt, so Kuttner weiter. Dieses Wochenende werde er sein 50. und letztes Event moderieren. „Wenn du also dabei sein willst, wenn ich meine letzte Konfetti-Pistole schieße und einen letzten Mic-Drop mache, komm an diesem Sonntag, den 8. Dezember, zu uns in den sogenannten „heißesten neuen Startup-Hotspot Österreichs“….St. Pölten“, schreibt er mit einem zwinkernden Smiley. Nun wolle er sich etwas Zeit mit seiner kürzlich geborenen Tochter und seiner Familie nehmen. Danach werde es ihn wohl wieder in den Bereich Entrepreneurship ziehen, schreibt Georg Kuttner.
Paulina Kania, Arbresha Talla und Zero21-Team als Nachfolger
Als Nachfolgerinnen nennt er in seinem Post erstens Paulina Kania, die bereits seit 2017 im Unternehmen tätig ist – zuletzt als „Global Program Manager“. Als „Ambassador“ der Women Startup Competition und „Experience Coordinator“ bei The Female Factor legt sie einen besonderen Fokus auf female Entrepreneurship. Zweitens nennt Kuttner Arbresha Talla, die ebenfalls 2017 erstmals für startup Live arbeitete und nach einer Pause kürzlich wieder dort startete. Auch sie ist bei The Female Factor engagiert. Zudem übernehme das Zero21-Team die Agenden, schreibt Kuttner.
Plash: Ex-Nestlé-Entwickler bringt Elektrolyt-Mocktails in die Dose
Gerhard Petzl entwickelte zehn Jahre Produkte bei Nestlé. Mit Plash startet er alkoholfreie Mocktails mit Elektrolyten, seit August in der Schweiz, mit Jahreswechsel in Österreich.
Plash: Ex-Nestlé-Entwickler bringt Elektrolyt-Mocktails in die Dose
Gerhard Petzl entwickelte zehn Jahre Produkte bei Nestlé. Mit Plash startet er alkoholfreie Mocktails mit Elektrolyten, seit August in der Schweiz, mit Jahreswechsel in Österreich.
Wenn Gerhard Petzl eine seiner Plash-Dosen aufmacht, fühlt sich das für ihn ein bisschen nach Urlaub an. Genau dieses exklusive Gefühl will der Gründer mit seinem Getränke-Startup in den Alltag seiner Kund:innen bringen. Seine alkoholfreien Mocktails sollen nach Bar schmecken und nebenbei Elektrolyte liefern. Das Konzept würde die Gen Z mit dem Begriff „Spaßgetränk“ auf den Punkt bringen. Etwas, das man sich zu besonderen Anlässen gönnt, wie ein Gläschen Wein, nur gesünder.
Der Geschmack einer Bar, die Mineralien eines Sportgetränks
Am Anfang der Getränke-Reise stand ein Ärgernis: Sportgetränke liefern Elektrolyte, schmecken aber nicht besonders hochwertig, Softdrinks schmecken, sind aber oft voll mit Zucker oder anderen Konservierungsmitteln. Also entwickelte Petzl, laut eigenen Angaben, den ersten trinkfertigen Mocktail mit Elektrolyten in der EU.
Eine 330-Milliliter-Dose enthält laut eigenen Angaben rund 20 Kalorien, drei Gramm Zucker und bis zu zehn Prozent Fruchtsaft. Zudem sind die Getränke vegan und kommen ohne Konservierungsstoffe aus. Auf künstliche Zuckerfreiheit verzichtet das Startup bewusst: „Der Zucker fungiert als Brücke, die das Geschmacksprofil und die Fruchtnoten stabilisiert“, betont Petzl im Gespräch. Ohne die drei Gramm Zucker würde im Mittelbereich des Körpers der Geschmack absacken – selbst bei der Verwendung von Stevia.
Pro Dose enthält der Hybrid-Cocktail zudem 320 Milligramm Kalium, 120 Milligramm Kalzium, 57 Milligramm Magnesium und 14 Milligramm Natrium in einer Menge, die laut Petzl die gesetzlichen Vorgaben für die Auslobung erfüllt. Ein vergleichbares US-Produkt unterschreite sie. Die gelösten Mineralien zählen zu den teuersten Zutaten, wie der Gründer im Gespräch verrät.
Vom Pastry Chef über Nestlé zum Alleingründer
Ursprünglich kommt Petzl aus der Schokoladenwelt: Über 20 Jahre arbeitete er als Pastry Chef, Chocolatier und Berater in Europa, den USA, Asien und Australien, nach eigenen Angaben mit mehr als acht Goldmedaillen. Danach entwickelte er knapp ein Jahrzehnt lang bei Nestlé in der Schweiz Produkte, von Schokolade bis Babynahrung, und stieg im Sommer 2025 aus.
Eigenfinanzierung und schrittweiser Markteintritt
In puncto Kapitalstruktur geht Plash eigenständige Wege. Petzl ist alleiniger Gründer und verzichtete aktiv auf externes Risikokapital, um die volle Kontrolle über Rezepturen und Unternehmensstrategie zu behalten. Die Produktentwicklung erfolgte in der Schweiz, wo der Webshop im August dieses Jahres eröffnete. Ein Karton mit 24 Dosen wird online für 69,95 Schweizer Franken angeboten.
Parallel bereitet das Startup den Markteintritt in Österreich vor. Die Produktion für den EU-Raum soll künftig direkt in Österreich oder der EU erfolgen, um Logistikwege zu optimieren und Zoll- sowie Mehrwertsteuerhürden zu vermeiden. Der Marktstart im österreichischen Handel verzögert sich aktuell jedoch durch bürokratische Prozesse rund um das nationale Einwegpfandsystem, für das gesetzliche Vertretungen und Registrierungen erforderlich sind.
B2B-Personalisierung und Gastronomie
Um sich im hart umkämpften Getränkesektor durchzusetzen, verzichtet Plash vorerst bewusst auf den klassischen Lebensmitteleinzelhandel. „Der Supermarkt ist definitiv der letzte Schritt“, betont Petzl. Stattdessen setzt das Unternehmen auf zwei Säulen: die gehobene Gastronomie, Hotellerie und Event-Szene sowie ein direktes B2B-Modell.
Für Unternehmenskunden bietet Plash personalisierte Drink-Boxen an, die als Mitarbeiter- oder Kundengeschenke positioniert werden. Kleinserien ab 30 Stück können individuell bedruckt und geliefert werden. Nach dem Anlauf im DACH-Raum plant Plash eine schrittweise internationale Skalierung, unter anderem im Mittleren Osten, wo der Lifestyle-Ansatz des alkoholfreien Premiumsortiments greifen soll. Zu Verkaufszahlen äußert er sich noch nicht. Zum Jahreswechsel soll Österreich folgen, mit Vertrieb, Lager und möglichst auch Produktion vor Ort.
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