24.09.2020

Wiener Startup GemüseGepard entwickelt Gastro-Marktplatz für regionale Produkte vom Bauernhof

Das Wiener Startup GemüseGepard rund um die beiden Gründer Pia Spilauer und Fabian Otto entwickelt eine Plattform bei der "Regionalität" und "Einkaufen beim Bauern" für Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung, wie Kantinen, ohne zusätzlichen Aufwand machbar sein soll.
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GemüseGepard
Pia Spilauer und Fabian Otto | (c) GemüseGepard
kooperation

Ob Wirtshaus, Haubenlokal, Kantine oder Krankenhausküche – rund um den Herd herrscht immer Stress. „Viele Gastronomiebetriebe kaufen vor allem im Großhandel, denn das geht viel einfacher, als sich regionale Produkte von vielen verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben zu besorgen und viele einzelne Lieferungen zu bekommen“, erklärt GemüseGepard Gründerin Pia Spilauer.

Auch in der Buchhaltung machen viele kleine Rechnungen mehr Arbeit als eine große. Der Nachteil bei der Beschaffung wie bisher: Die Waren kommen oft von weit her – und mitunter bleibt gleich nebenan ein Landwirtschaftsbetrieb auf seinem frischen Obst und Gemüse sitzen. In Österreich fallen pro Jahr zwischen 150.000 und 200.000 Tonnen „Überschussware“ an.

GemüseGepard: Online-Plattform

„Das Ziel unseres Startups ist, zwischen regionaler Gastronomie, regionaler Landwirtschaft und Verarbeitungsbetrieben zu vermitteln“, sagt Co-Founder Fabian Otto. Dazu planen die Firmengründer eine Online-Plattform, auf der die Küchenchefs alles vom Apfel bis zur Zwiebel bestellen können.

„Wir besorgen Obst und Gemüse bei verschiedenen regionalen Betrieben, kümmern uns um die Logistik und liefern die Ware dann mit einer Rechnung.“ Mitgeliefert wird ein Zertifikat, aus dem hervorgeht, wie viel CO2 mit dem Einkauf eingespart wurde. Nur Produkte, die saisonal nicht regional verfügbar sind, werden vom GemüseGepard beim Großhandel besorgt. Aber auch hier soll auf möglichst kurze Transportdistanzen geachtet werden.

Testlauf in der Gastro

Ende August startete ein Testlauf mit zwei Gastronomiebetrieben. Wenn alles wie geplant klappt, soll die Bestellplattform im zweiten Quartal 2021 online gehen.

„Ursprünglich wollten wir uns im Sinne der Vermeidung von Lebensmittelverschwendung auf regionale Überschussprodukte konzentrieren. Denn Landwirte, die Verträge mit dem Handel abschließen, müssen gewisse Kontingente liefern und produzieren in guten Erntejahren oft weit mehr, als sie verkaufen können“, so Spilauer. „Im Zuge der Klimafonds-Startup-Initiative greenstart haben wir uns jedoch dazu entschlossen, das Problem an der Wurzel anzupacken und gleich die ganze Lieferkette neu aufzustellen.“

Ausbau des Angebots

In einem ersten Schritt möchte sich der GemüseGepard auf den Raum Wien beschränken und sein Angebot sukzessive auf andere österreichische Ballungszentren ausdehnen. Auch Convenience-Produkte sollen angeboten werden – schließlich schneiden die meisten Gastronomiebetriebe ihre Pommes nicht mehr selbst.

Bis zum Markteintritt nächstes Jahr freuen sich die Firmengründer auf neue Kontakte zu Betrieben aus den Bereichen Landwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung und Gastronomie.


*Disclamier: Das Startup-Porträt von GemüseGepard ist in Kooperation mit dem Klima- und Energiefonds im Rahmen von greensstart entstanden.

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Neos und epicenter.works orten Datenschutz-Skandal rund um Härtefallfonds
(c) Adobe Stock - kwarkot

Obwohl es keine 2.000 Einwohner:innen hat, ist das burgenländische Dorf Nickelsdorf durchaus bekannt: erstens aus dem bundesweiten Verkehrsfunk wegen des Grenzübergangs zu Ungarn, zweitens für das jährlich stattfindende größte Rock-Festival Österreichs, Nova Rock. Und noch bei einem dritten Thema schlägt der Ort immer wieder medial auf: Energie – brutkasten berichtete erst kürzlich über das von püspök eröffnete zweitgrößtes „Super-Hybrid-Kraftwerk“ Europas.

Ähnliche Dimension wie Kronstorf

Und es dürfte mit eben diesem dritten Thema zusammenhängen, dass nun noch ein viertes hinzuzukommen scheint: Wie das Nachrichtenmagazin profil zuerst berichtete, scheint in Nickelsdorf ein Rechenzentrum in ähnlicher Dimension wie der umstrittene Google-Bau im oberösterreichischen Kronstorf geplant zu sein. Dafür sei kürzlich eine Fläche mit „41 bis 50 Hektar“ im Besitz der Wirtschaftsagentur Burgenland umgewidmet worden.

Bürgermeister: „Ich renne der Information schon sehr lange nach“

Während sich die Wirtschaftsagentur selbst bei Medienanfragen bislang ausweichend äußert, berichten mehrere Medien mit Bezug auf eine Anfrage der Austria Presseagentur (APA) über ein relativ unmissverständliches Statement aus der Gemeinde: Bürgermeister Gerhard Zapfl gab demnach an, „über ein mögliches Datencenter informiert worden“ zu sein. Viel mehr habe er aber nicht erfahren: „Ich renne der Information schon sehr lange nach“, so der Bürgermeister gegenüber der APA. Näheres werde er aber erst bei einem Termin Mitte August erfahren, berichtet ORF Burgenland.

„Mehrere Anfragen für Hyperscaler“

Die Flächen rund um Nickelsdorf zählen zu den Windkraft- und Photovoltaik-Hotspots Österreichs – nicht erst durch das neue „Super-Hybrid-Kraftwerk“. Auch Pläne zum Ausbau von Hochspannungsleitung und Umspannwerk gebe es bereits, heißt es bei profil. Entsprechend sind gute Voraussetzungen für ein sehr energieintensives Datencenter gegeben. Wer hinter den Plänen steckt? Es gebe „mehrere Anfragen für Hyperscaler“, heißt es dazu von Netz Burgenland gegenüber der APA. Auch bei der Wirtschaftsagentur Burgenland ist von „mehreren Anfragen für verschiedene Projekte“ die Rede.

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