23.02.2022

Geldwäsche: Neue EU-Behörde könnte auch Krypto-Watchdog werden

Die geplante Geldwäsche-Behörde Alma könnte auch die Aufsicht über Krypto-Finanzunternehmen übernehmen.
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EU, Europa, Brüssel, EU-Kommission
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2021 hat die EU-Kommission Mitte des Jahres bekannt gegeben, eine neue Überwachungsbehörde gegen Geldwäsche einrichten zu wollen. Alma (Anti-Money Laundering Authority) solle 2024 die Arbeit aufnehmen und in voller Besetzung mit rund 250 Mitarbeiter:innen nationale Behörden koordinieren und die Aufsicht über bestimmte Finanzunternehmen übernehmen können, wenn ein erhöhtes Risiko besteht. Krypto war in dem Entwurf bisher eher eine Randnotiz, aber nun scheint der Druck zu wachsen, die Aufsicht über Krypto-Finanzunternehmen in dieser Behörde hoch zu priorisieren.

Eine Gruppe an EU-Ländern treibe dieses Thema, wie Bloomberg unter Berufung auf EU-Diplomaten berichtet, die nicht namentlich genannt werden wollen. Die Gruppe umfasse auch Österreich, Spanien, Italien, Luxemburg und die Niederlande und fordere, dass die geplante Behörde auch grenzüberschreitend agierende Krypto-Asset-Provider überwache.

Verbot anonymer Zahlungen in Diskussion

Jüngst wird in der EU-Politik vermehrt über die Nachverfolgbarkeit von Kryptozahlungen diskutiert. Einige Abgeordnete sprechen sich für ein Verbot von anonymen Zahlungen mit Krypto aus. In der Argumentation wird in erster Linie auf kriminelle Aktivitäten wie Geldwäsche, aber auch Terrorismusfinanzierung verwiesen. Experten sehen die jüngsten Vorstöße geteilt. Einerseits helfe eine stärkere Regulierung Krypto-Unternehmen in punkto Rechtssicherheit, andererseits könne sie auch eine Gefahr für den Innovationsstandort darstellen und Firmen zur Abwanderung bringen. Die Politik habe zudem nicht verstanden, dass Bitcoin für kriminelle Zwecke ungeeignet seien, erklärte Matthias Reder von Coinfinity unlängst dem brutkasten.

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Raimund Ortner | (c) Coinfinity
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Er ist bereits seit 2023 im Unternehmen – bislang als „Head of Business & Wealth“. Als solcher war Raimund Ortner vergangenes Jahr auch zu Gast im brutkasten-Video-Talk. Nun wird er Co-Geschäftsführer des 2014 gegründeten Grazer Bitcoin-Brokers Coinfinity, der seit Dezember 2025 eine MiCAR-Lizenz hält, wie brutkasten berichtete.

Doppelspitze mit Stefan Grill

Ortner ersetzt damit Gründer Max Tertinegg in der Doppelspitze mit Stefan Grill. Tertinegg bleibt aber im Unternehmen, wo er „künftig das Thema Künstliche Intelligenz vorantreiben“ soll. „Ich freue mich, die Geschäftsführung in die Hände von Raimund zu legen. Er ist Bitcoiner, kennt unsere Kundinnen und Kunden und lebt unsere Werte. Und er wird Coinfinity mit seinem eigenen Stil weiterführen“, kommentiert Tertinegg.

Ortner als Gesicht nach außen

Konkret soll Ortner fortan das Unternehmen nach außen vertreten und den Kundenbereich verantworten, wie er es auch schon bisher vielfach gemacht hat. „In den vergangenen Jahren war es häufig er, der Coinfinity in Podcasts, auf Konferenzen und in unzähligen Kundenterminen ein Gesicht gegeben hat. Diese Nähe zum Kunden bringt er nun in die Geschäftsführung ein“, heißt es dazu vom Unternehmen. Grill sei indes für den Betrieb im Inneren zuständig.

B2B- und Vermögensanlagegeschäft sollen ausgebaut werden

Ortner habe das Geschäft mit Firmenkunden und vermögenden Privatpersonen aufgebaut und geprägt, heißt es weiter. Dieses Angebot wolle man konsequent vorantreiben. „In meiner bisherigen Funktion als Head of Business & Wealth konnte ich wertvolle Perspektiven sammeln, die ich nun als Geschäftsführer mit voller Dynamik einbringen werde“, kommentiert er. Er wolle „Bitcoin seinen berechtigten Platz in der breiten Anlegerschaft verschaffen“.

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