11.10.2023

Neues KI-Tool aus Wien soll die Angst vor Gehaltsverhandlungen nehmen

Karriere-Coach Katja Radlgruber aus Wien – auch bekannt als Koach Katja – hat ein neues KI-Tool entwickelt, mit dem sich Techniken für Gehaltsverhandlungen erlernen lassen.
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(c) Koach Katja

Gehaltsverhandlungen sind in der Regel für viele Menschen unangenehm. Die Gründe sind vielfältig. Meist hängt es damit zusammen, dass Arbeitnehmer:innen Angst vor einer Ablehnung oder negativen Reaktion des Arbeitgebers haben. Zudem fehlen oftmals aufgrund von mangelnder Erfahrung und Routine die nötigen Verhandlungsfähigkeiten, was wiederum zu Unsicherheit und Unbehagen führt. Aus Sorge um das eigene Arbeitsverhältnis werden Gehaltsverhandlungen dann meist auf die lange Bank geschoben oder im schlimmsten Fall erst gar nicht geführt.

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Die Karriere-Akademie

Ein neues Tool aus Wien soll nun Abhilfe schaffen. Entwickelt wurde es von Katja Radlgruber gemeinsam mit ihrem Mann. Radlgruber – auch bekannt als Koach Katja – betreibt bereits seit mehreren Jahren Karriere-Coaching speziell für Frauen und hat zudem eine eigene Karriere-Akademie ins Leben gerufen.

Über die Akademie werden Frauen im Rahmen von Workshops unter anderem bei Karriereplanung aber auch Themen wie Work-Life-Balance oder im Bereich des Confidence Building unterstützt. Zudem können sich Mitglieder über eine eigene Female Leaders Community mit anderen Mitgliedern austauschen. Teil der Akademie sind auch Live-Coachings, die alle zwei Wochen stattfinden. Dabei können auch direkt Fragen rund um das Thema Karriere gestellt werden, die von Koach Katja persönlich beantwortet werden.

Gehaltsverhandlungen mit KI-Tool üben

Mit dem neuen AI-Tool, das in die Plattform der Karriere Akademie integriert ist, möchte Radlgruber ihren Mitgliedern künftig einen weiteren Service im Bereich von Gehaltsverhandlungen anbieten.

Im Prinzip handelt es sich dabei um einen Verhandlungstrainer, der auf künstlicher Intelligenz basiert. Nutzer:innen können so Verhandlungstechniken in einem Übungsmodus erlernen. Mit Hilfe des Tools lassen sich laut Radlgruber bestehende Denkmuster und Glaubenssätze aufbrechen. Durch das Erarbeiten neuer Verhandlungsmindsets sollen zudem auch die Ängste vor künftigen Gehaltsverhandlungen genommen werden. Auch das Führen von Konfliktgesprächen kann in einer sicheren Umgebung geübt werden.

Wie kann dass Tool genutzt werden?

Ingesamt stecken rund drei Monate Entwicklungszeit im Tool, wobei Radlgruber für die Finanzierung auf klassisches Bootstrapping setzte. Derzeit kann das Tool nur über die Karriere Akademie genutzt werden, wobei Mitglieder pro Monat rund 99 Euro Mitgliedsgebühr zahlen. Sofern jemand das Tool einfach nur ausprobieren möchte, lässt sich die Plattform auch sieben Tage kostenlos testen.

Obwohl mit der Vermarktung in erster Line Frauen angesprochen werden, können auch Männer die Plattform und somit das Tool nutzen. Gefüttert wurde die Knowledgebase übrigens mit Content, den Radlgruber im Zuge ihrer Karriere-Coaching-Aktivitäten über die Jahre erstellt hat. Dazu zählt unter anderem auch ihr Podcast.


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(v.l.n.r.) Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, CEO Lukas Püspök, Vorstandvorsitzende Erste Bank Gerda Holzinger-Burgstaller und EIB-Vizepräsident Karl Nehammer kamen zur Eröffnung des Super-Hybrid Projekts. (c) Maria Hollunder
(v.l.n.r.) Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, CEO Lukas Püspök, Vorstandvorsitzende Erste Bank Gerda Holzinger-Burgstaller und EIB-Vizepräsident Karl Nehammer kamen zur Eröffnung des Super-Hybrid Projekts. (c) PÜSPÖK/APA-Fotoservice/Maria Hollunder

Wer auf der Autobahn A4 von Parndorf in Richtung Nickelsdorf fährt, ist ringsum bereits von modernen Windkraftwerken umgeben. An einem windigen Tag wie heute laufen hier mehrere hundert Windräder gleichzeitig. Nach gut 20 Minuten Fahrt erreicht man Nickelsdorf; die rund 1.800 Seelengemeinde liegt direkt an der ungarischen Grenze.

In der Region der Parndorfer Platte erstrecken sich kilometerweit flache Feldlandschaften, wodurch hier die besten Voraussetzungen für Windkraft- und Photovoltaikanlagen herrschen. Unweit der „Pannonia Fields“, erstreckt sich das heute eröffnete Super-Hybrid-Kraftwerk der Energiefirma püspök auf einer Fläche von circa 65 Hektar.

Zur Eröffnung, bei der brutkasten vor Ort war, fanden sich neben püspök-CEO Lukas Püspök auch Ex-Kanzler Karl Nehammer, Vizepräsident der EIB, sowie Gerda Holzinger-Burgstaller, Vorstandsvorsitzende der Erste Bank, auf dem Gelände ein. Die finanzielle Unterstützung beider Institute machte die Umsetzung dieses Großprojekts erst möglich.

Über 65 Hektar erstreckt sich das Areal rund um das Super-Hybrid-Kraftwerk. (c) PÜSPÖK/APA-Fotoservice/Maria Hollunder

Erneuerbare Energie rund um die Uhr

Die Kombination aus Windkraft, Photovoltaik und einem Großbatteriespeicher ermöglicht eine Stromerzeugung rund um die Uhr und schafft ein hohes Maße an Wetterunabhängigkeit. Während die Windkraft vor allem in den Wintermonaten liefert, laufen die PV-Anlagen im Sommer auf Hochbetrieb. Da im Tagesverlauf mit erneuerbaren Energien jedoch nicht durchgehend Strom produziert werden kann, stellt der Großbatteriespeicher laut püspök den zentralen Faktor dar, um die Energie zur richtigen Zeit zu sichern.

„Mit dem Batteriespeicher speichern wir den sauberen, heimischen Strom untertags und haben ihn am Abend auch zur Verfügung. Das ist Super-Hybrid, das senkt Kosten, das stabilisiert das Netz und es macht erneuerbare Energie konstant verfügbar“, erklärt Lukas Püspök das Projekt.

Die Zuschaltung des Speichers ist noch im Juni geplant, die offizielle Inbetriebnahme wird im Juli erfolgen. Neben Nickelsdorf sollen noch an fünf weiteren Standorten in der Gegend Super-Hybrid-Projekte entstehen. Gesamt sollen sie eine Leistung von 271 Megawattpeak erreichen.

Hunderte Schafe unter Photovoltaik-Anlagen

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist das Konzept der Agri-Photovoltaik, bei dem die landwirtschaftliche Nutzung direkt in das Kombinationskraftwerk integriert wird. Derzeit beweiden 120 Schafe und 90 Lämmer die Flächen unter den PV-Anlagen. Durch diese Doppelnutzung wird dieselbe Fläche sowohl für landwirtschaftliche Erträge als auch für die Gewinnung erneuerbarer Energie verwendet.

Raphael Dugmanits, Projektleiter bei püspök, unterstreicht den ökologischen Ansatz: „Wir wollten nicht ein normales Photovoltaik-Kraftwerk hinstellen, sondern wir wollten dezidiert die Agri-Photovoltaik machen. Die Themen Naturschutzgedanken und Biodiversität sind für uns wichtige Punkte.“

Doppelte Flächennutzung durch die Schafe und PV-Anlagen. (c) brutkasten/Hannah Fasching

EIB mit 57 Mio. Euro beteiligt

Die Europäische Investitionsbank stellte für die Errichtung des Super-Hybrid-Energieprojekts 57 Millionen Euro zur Verfügung. Damit beläuft sich das gesamte EIB-Engagement bei Projekten von püspök mittlerweile auf 200 Millionen Euro. Die EIB-Gruppe fungiert als Finanzierungsarm der EU und zählt zu den weltweit größten multilateralen Entwicklungsbanken.

Allein im Jahr 2025 wurden vonseiten der EIB 100 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen für insgesamt 870 Projekte zugesagt, wobei Klima und Umwelt sowie technologische Innovationen zu den Kernbereichen gehören.

Auch die Erste Bank ist maßgeblich an der Finanzierung beteiligt. Vorstandsvorsitzende Gerda Holzinger-Burgstaller betont: „Dieses Projekt zeigt, wie die Energiewende hierzulande konkret umgesetzt werden kann.“

EIB-Vizepräsident Karl Nehammer und CEO Lukas Püspök vor den Großbatteriespeichern in Nickelsdorf. (c) PÜSPÖK/APA-Fotoservice/Maria Hollunder

Für die Energieunabhängigkeit Europas

Das Projekt läuft unter dem europäischen Programm REPowerEU welches darauf abzielt, Europas Abhängigkeit von Öl und Gas nachhaltig zu beenden.

„Worum geht’s immer am Ende des Tages? Um wirtschaftliche Stärke, Versorgungssicherheit, eben nicht nur für Österreich, sondern im großen Kontext gedacht für die Europäische Union. Der Ausbau erneuerbarer Energien und moderner Speichertechnologien ist entscheidend für Europas Wettbewerbsfähigkeit, Energiesicherheit und Klimaziele“, betont Nehammer bei der Eröffnung.

Climate-Tech-Startups gefragt

Obwohl Großprojekte wie diese Kraftwerksanlage laut Lukas Püspök seltener direkt von Climate-Tech-Startups realisiert werden, spielen junge Technologieunternehmen im Hintergrund eine entscheidende Rolle, um solche Vorhaben überhaupt erst „zum Laufen zu bringen“.

Als Paradebeispiel nennt er die Vermarktung und Steuerung des Systems: „Das beste Beispiel ist, dass die Vermarktung dieses Batteriespeichers von einem bekannten österreichischen Climate-Tech-Unternehmen, nämlich von enspired gemacht wird. Bei allem, was rundherum an Services und technologischen Dienstleistungen bei solchen Projekten passiert, da ist die Startup-Szene jetzt gefragt.“

Mehr zu den Chancen von Climate-Tech-Startups erzählte Lukas Püspök im brutkasten-Interview.

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